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Alemannia Aachen|11.03.2020|13:00

Hengen: "Potential gemeinsam ausschöpfen"

Seit dem 1. März Sportdirektor der Alemannia aus Aachen: Thomas Hengen[Foto: J. Gras]

Thomas Hengen legt bei Alemannia Aachen los. Der Fußball-Lehrer und ehemalige Bundesligaprofi von Borussia Dortmund und des 1. FC Kaiserslautern ist seit dem 1. März Sportdirektor des Traditionsklubs aus der Regionalliga West, bei dem er 2006 verletzungsbedingt seine aktive Laufbahn beendet hatte. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Hengen über seine Zeit als Scout und seinen neuen Job am Tivoli.

FUSSBALL.DE: Seit 2008 waren Sie als Scout tätig, zuletzt für den niederländischen Topklub PSV Eindhoven. Nun sind Sie Sportdirektor bei Alemannia Aachen in der Regionalliga West. Wie kam es dazu, Herr Hengen?

Thomas Hengen: Der Verein hat mich angesprochen und gefragt, ob ich mir vorstellen könne, in dieser Position für die Alemannia zu arbeiten. Ich habe mir dann Gedanken gemacht, was ich in Zukunft tun möchte und ob ich Lust auf etwas Neue habe. Das hatte ich. Dass ich den Klub und die Vereinsverantwortlichen sehr gut kenne, bei der Alemannia eine Vergangenheit habe und außerdem seit 16 Jahren in der Region lebe, spielte bei meiner Entscheidung auch eine Rolle. Dadurch habe ich einen einfacheren Einstieg. Ich weiß, dass der Verein in den vergangenen Jahren nicht auf Rosen gebettet war, kenne aber auch das große Potential von Alemannia Aachen. Dieses Potential wollen wir in den kommenden Jahren gemeinsam wieder ausschöpfen.

Als Scout sind Sie viel herumgekommen, arbeiteten auch für den Hamburger SV und in der Premier League für den FC Everton und West Ham United. Wie hat Ihnen die Arbeit als Scout gefallen?

"Der Verein war in den vergangenen Jahren nicht auf Rosen gebettet. Ich kenne aber auch das große Potential von Alemannia Aachen. Dieses Potential wollen wir in den kommenden Jahren gemeinsam wieder ausschöpfen"

Hengen: Scout zu sein, ist sehr spannend und abwechslungsreich. Man ist viel unterwegs und baut sich ein riesiges Netzwerk auf. Zunächst war ich auf die Gebiete Deutschland, Niederlande und Belgien spezialisiert, später war ich weltweit tätig. Mir hat der Job extrem viel Spaß bereitet, vor allem zuletzt beim PSV Eindhoven. Die Nachwuchsarbeit dort ist herausragend. Außerdem war es für mich unkompliziert, regelmäßig in die Niederlande zu kommen. Ich habe nicht einmal eine Stunde benötigt. Nach England musste ich dagegen immer wieder stressige Flugreisen antreten und war deshalb seltener zuhause.

Haben Sie mit der Tätigkeit als Scout nun abgeschlossen?

Hengen: Auf keinen Fall. Bei Alemannia Aachen haben wir schließlich keine große Scouting-Abteilung. Spieler zu beobachten, bleibt Teil meines Jobs. Ich werde unseren Scouting-Beauftragten Jörg Laufenberg unterstützen. Die in den vergangenen elf Jahren gesammelten Erfahrungen in diesem Bereich kann ich für meine jetzige Arbeit als Sportdirektor sehr gut nutzen.

Ihr Startzeitpunkt als Sportdirektor ist ungewöhnlich. Weshalb beginnt Ihr Engagement mitten in der Saison im März?

Hengen: Ich finde den Zeitpunkt gar nicht so ungewöhnlich und definitiv nicht schlecht. Im Gegenteil! Genau jetzt beginnt die Kaderplanung für die kommende Saison und ich kann direkt loslegen. Außerdem war es mir so auch noch möglich, in Eindhoven meinen Nachfolger mit einzuarbeiten.

In Aachen hatten Sie 2006 verletzungsbedingt Ihre aktive Laufbahn beendet, damals spielte die Alemannia noch Profifußball. Lautet Ihr klares Ziel, den Traditionsklub dorthin zurückführen?

Hengen: Man sollte vorsichtig damit sein, eine erfolgreiche Vergangenheit eines Vereins dafür zu nutzen, große Zukunftsziele zu formulieren. Sicher hat die Alemannia eine große Tradition, eine starke Fanbase und ein großartiges Stadion. Kurzfristig verfolgen wir aber erst einmal kleinere Ziele. Wir möchten die Infrastruktur verbessern und den Etat schrittweise erhöhen, um sportlich und wirtschaftlich bald wieder konkurrenzfähiger zu sein.

Die Rückkehr in den Profibereich ist also - vor allem aus wirtschaftlicher Sicht - erst ein mittel- oder sogar langfristiges Ziel?

Hengen: Mittelfristig sollte es schon der Anspruch von Alemannia Aachen sein, in der 3. Liga zu spielen. Aber uns ist bewusst, dass alleine der Schritt von der Regionalliga in die 3. Liga riesig ist. Man spielt deutschlandweit und hat dadurch bei Auswärtsfahrten deutlich längere An- und Abreisen. Außerdem sind die Anforderungen des Deutschen Fußball-Bundes an Drittligavereine hoch. Die Mehrkosten für einen Drittligaaufsteiger darf man nicht unterschätzen. Allerdings haben die Vereinsverantwortlichen in Aachen in den zurückliegenden Jahren gezeigt, dass sie mit Geld umgehen können. Ich bin optimistisch, dass wir den positiven Weg weiter gehen und uns finanziell kontinuierlich besser aufstellen.

Bisher war Fuat Kilic Trainer und Sportdirektor in Personalunion. Was halten Sie von einer solchen Konstellation?

Hengen: Eine solche Doppelfunktion gibt es im Amateurbereich - wirtschaftlich bedingt - nicht selten, stellt aber eine Mammutaufgabe dar. Es ist unmöglich, beide Tätigkeiten optimal auszuüben. So bleiben Dinge auf der Strecke, weil der Tag nun einmal nur 24 Stunden hat. Ein Trainer muss sich auf sein Team fokussieren können, er wird vor allem an Ergebnissen gemessen. Wenn er beispielsweise ein hervorragender Sportdirektor ist und alle Aufgaben gewissenhaft erledigt, aber gleichzeitig die Resultate der Mannschaft nicht stimmen, wird seine Arbeit dennoch in Frage gestellt. Ich habe großen Respekt davor, was Fuat Kilic seit 2016 bei Alemannia Aachen geleistet hat.

Bereits im November hatte die Alemannia Peter Hermann, aktuell Co-Trainer der deutschen U 18-Nationalmannschaft, als Sportlichen Berater verpflichtet. Wie können wir uns Ihre Zusammenarbeit mit ihm vorstellen?

Hengen: Wir kennen uns sehr gut von früher. Peter hat international ein großes Netzwerk, kann uns viele Kontakte vermitteln und ist jederzeit erreichbar. Ihn mit an Bord zu haben, ist ein Segen. Genau wie ich hat Peter eine Vergangenheit als Spieler bei der Alemannia. Durch seine Verbundenheit zum Verein verspürt er große Lust, den Klub mit seinem Wissen und seinem Netzwerk zu unterstützen.

Priorität liegt nun auf der Kaderplanung für die kommende Saison. Ein Nachfolger für Fuat Kilic, der die Alemannia zum Saisonende verlassen wird, ist bereits gefunden. Was hat für Stefan Vollmerhausen gesprochen?

Hengen: Wir haben einen unverbrauchten Trainer mit Visionen und ehrgeizigen Zielen gesucht, der hungrig darauf ist, für Alemannia Aachen zu arbeiten. Stefan hat das Anforderungsprofil in allen Belangen erfüllt und uns mit seiner Persönlichkeit überzeugt. Es ist optimal, dass er aus dem Westen kommt und während seiner Zeit beim Wuppertaler SV bereits Erfahrungen in der Regionalliga West gesammelt hat.

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