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Weite Anreise |04.08.2019|13:00

Hinze Olano: 530 Kilometer zum Heimspiel

Beginnt seine Fußballerlaufbahn beim Wedeler TSV: Mark Hinze Olano.[Foto: imago/Claus Bergmann]

Mit Reisen kennt sich Mark Hinze Olano vom Hamburger Oberligisten TuS Dassendorf bestens aus. Der 28-Jährige arbeitet als Großhandelskaufmann bei einem global agierenden Duty Free-Unternehmen. Für einige Monate lebte und kickte der Mittelfeldspieler auch schon in Peru, dem Heimatland seiner Eltern.

Die rund 530 Kilometer lange Anreise zum DFB-Pokal-"Heimspiel" der Dassendorfer gegen den Zweitligisten Dynamo Dresden am Samstag, 10. August (ab 15.30 Uhr, live bei Sky), in Zwickau ist für Hinze Olano also im Vergleich allenfalls ein kleiner "Hüpfer" - und doch so ungewöhnlich. "Eine so lange Fahrt zu einem Heimspiel haben wir alle noch nie erlebt", sagt er gegenüber FUSSBALL.DE.

Kein Ausweichstadion im Norden

Nach der Auslosung der ersten Hauptrunde war den Dassendorfern schnell klar, dass das heimische Stadion am Wendelweg mit seinen knapp 2500 Plätzen keine Option für eine Austragung des Duells gegen Dresden war. Ein Ausweichstadion im Norden war nicht zuletzt wegen der Sicherheitslage am Pokal-Wochenende und dem Nordduell am Folgetag zwischen dem VfB Lübeck und dem FC St. Pauli nicht zu finden.

"Würde mich freuen, wenn es am Ende 5000 bis 8000 Fans werden"

Das Paket beim Drittligisten FSV Zwickau, der obendrein eine Fanfreundschaft zu Dynamo Dresden pflegt, passte dagegen. Etwas mehr als 10.000 Besucher fasst die moderne Zwickauer Arena, die rund 120 Kilometer von Dresden entfernt ist.

Hoffen auf große Kulisse

"Je voller, desto besser", ist das Motto bei Hinze Olano und Co. für das wohl größte Spiel der Dassendorfer Vereinsgeschichte. "Ich würde mich freuen, wenn es am Ende 5000 bis 8000 Fans werden", so der in Hamburg geborene und in Wedel - vor den Toren der Hansestadt - aufgewachsene Hinze Olano.

Dass der Dynamo-Anhang voraussichtlich deutlich in der Überzahl sein wird, sieht der Mittelfeldspieler nicht als allzu großes Problem an: "Das kennen wir schon von einigen Heimspielen in der Liga. Zugegeben: Da reden wir meistens nur über ein paar hundert Zuschauer. Die Umgewöhnung auf Profi-Atmosphäre müssen wir also schnell hinbekommen, wenn wir eine Chance haben wollen."

Gegen Duisburg "nur" im Kader

Rein sportlich schätzt Hinze Olano die Chancen realistisch ein. "Dynamo Dresden ist auf der Fußball-Landkarte in Deutschland schon eine Hausnummer", meint er. "Auf dem Papier sind die Rollen klar verteilt. Ein paar Jungs mit Erfahrung aus höheren Ligen haben wir aber auch dabei. Und wir sind ein guter Haufen. Wenn wir die richtige Mischung aus Kreativität und Giftigkeit finden, können wir Dresden vielleicht ärgern."

Persönlich hofft Hinze Olano darauf, das erste DFB-Pokalspiel seiner Karriere absolvieren zu dürfen. Einmal war er schon kurz davor. Mit Dassendorf hatte er bereits 2018 ein DFB-Pokalspiel erlebt. Beim Erstrundenspiel gegen den MSV Duisburg (0:1 in Bergedorf) gehörte er zum Kader, wurde aber nicht eingesetzt. "Wir haben zwar gut mitgehalten, waren aber zu ängstlich", erinnert sich Hinze Olano an seine Eindrücke von der Bank.

Vom HSV nach Peru

Begonnen hatte die Fußballerlaufbahn von Mark Hinze Olano beim Wedeler TSV. Von dort ging es in die Nachwuchsabteilungen des FC St. Pauli und des Hamburger SV. Eine Profikarriere schien zumindest möglich. Doch Hinze Olano hatte einen anderen Weg im Kopf. "Meine Eltern wollten wieder zurück nach Peru", so der 28-Jährige, der damals Anfang 20 war. "Und da mein Vertrag beim HSV auslief, war ich auch bereit, etwas Neues zu wagen."

Das "Neue" war der Wechsel zu Sporting Cristal Lima, einem der renommiertesten Vereine in Peru. "Als Europäer wusste ich, dass ich dort ein Exot sein würde - und genau das hat mich so gereizt", sagt Hinze Olano. Die Umgewöhnung war nicht leicht. "Der Fußball ist anders. Außerdem haben meine Mitspieler nicht wirklich verstanden, warum ich gewechselt bin. Normalerweise ist der Weg anders: Die Spieler aus Peru wollen allesamt nach Europa. Dass jemand die umgekehrte Richtung nimmt, kannten sie nicht."

Keine Spielgenehmigung

Mit dem Leben in Peru abseits des Platzes hatte Hinze Olano nur wenige Probleme. Er fand Freundschaften, die bis heute bestehen. "Die Menschen in Peru sind sehr offen", erklärt er. "Das Leben spielt sich bis spät in die Nacht ab. Klar, in einigen Ecken muss man schon aufpassen. Aber diese Bezirke gibt es in Deutschland auch."

Dass das Peru-Abenteuer für Mark Hinze Olano nur ein halbes Jahr dauerte, lag in erster Linie an Schwierigkeiten mit der Spielgenehmigung. "Das hat mir das Genick gebrochen", erzählt der Mittelfeldmann. "Ich durfte zwar trainieren, aber nicht an den Spielen teilnehmen. Für einen Fußballer gibt es kaum etwas Schlimmeres."

Also suchte Hinze Olano den Kontakt zurück nach Deutschland. Im Sommer 2011 schloss er sich Altona 93 an. Über den SV Halstenbek-Rellingen sowie erneut Wedel und Altona fand er schließlich 2018 den Weg zur TuS Dassendorf - und steht nun im DFB-Pokal vor einer seiner bisher größten Reisen.

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