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Promi-Sohn |11.07.2018|14:25

Hobsch: Ein Scherz machte ihn zum Torjäger

Patrick Hobsch (M.): "Es war schon immer mein Traum, Fußballprofi zu werden."[Foto: imago/Peter Kolb]

Sein Vater Bernd Hobsch (50) wurde Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger mit dem SV Werder Bremen, absolvierte ein Länderspiel für das DFB-Team und erzielte in 150 Bundesligapartien 51 Tore. An diese Erfolge und Statistiken kann der 23-jährige Patrick Hobsch zwar noch nicht anknüpfen. Aber auch er ist Stürmer und verfolgt ambitionierte Ziele. Nach einem Jahr beim Bayern-Regionalligisten SpVgg Oberfranken Bayreuth, den er mit seinen Toren zum Klassenverbleib geführt hat, kickt der Promi-Sohn nun für den ehemaligen Zweitligisten VfB Lübeck in der Regionalliga Nord.

Im Interview mit FUSSBALL.DE spricht Patrick Hobsch über große Ziele mit dem VfB Lübeck, einen unvergesslichen Stadionmoment als Kind, Gemeinsamkeiten mit seinem Vater und warum er erst durch einen Scherz seine Stürmerqualitäten entdeckte.

FUSSBALL.DE: Die vergangene Saison mit der SpVgg Oberfranken Bayreuth in der Regionalliga Bayern verlief turbulent. Erst in der Relegation gelang der Klassenverbleib. Hatten Sie sich das so vorgestellt, Herr Hobsch?

Patrick Hobsch: Nein, definitiv nicht. Die Saison hatte ja auch noch sehr gut begonnen. Nach dem 9. Spieltag waren wir hinter dem TSV 1860 München Tabellenzweiter. Die spielerische Qualität, um oben mitzuspielen, war also vorhanden. Allerdings waren wir in der Breite nicht gut genug aufgestellt und konnten dann einige verletzungsbedingte Ausfälle nicht kompensieren. Wir verloren neun Partien in Folge und rutschten von Platz zwei auf Rang 14 ab. Und wenn man dann einmal in so einem Abwärtsstrudel drin ist, dann ist es nun einmal nicht so einfach, dort wieder rauszukommen.

"Das Fußballspielen wurde mir in die Wiege gelegt, das Talent leider nicht"

FUSSBALL.DE: Für Sie persönlich lief es aber gut. In 39 Pflichtspielen gelangen Ihnen 14 Treffer. Wie fällt Ihr Saisonfazit aus?

Hobsch: Schlussendlich sicher nicht allzu negativ. Nachdem wir zur Winterpause unten drin standen, war danach nur noch das Ziel, in der Klasse zu bleiben. Dieses Ziel haben wir erreicht - wenn auch erst in der Relegation. Und sind wir mal ehrlich: Jetzt interessiert es doch auch niemanden mehr, wie wir den Abstieg verhindert haben. Neben dem Klassenverbleib konnten wir außerdem das Endspiel im Bayerischen Landespokal erreichen und uns so lange die Chance auf die Teilnahme am DFB-Pokal offen halten. Das war ein großartiger Erfolg - vor allem, weil wir auf dem Weg ins Finale unter anderem 1860 München aus dem Wettbewerb werfen konnten.

FUSSBALL.DE: Trotz des Klassenverbleibs haben Sie sich nun dem VfB Lübeck aus der Regionalliga Nord angeschlossen. Was waren Ihre Beweggründe?

Hobsch: Es war schon immer mein Traum, Fußballprofi zu werden. Beim VfB Lübeck wird mir ermöglicht, mich erstmals nur auf das Fußballspielen konzentrieren zu können. Die zurückliegenden sechs Jahre habe ich in meiner Heimat Nürnberg in Vollzeit als Speditionskaufmann gearbeitet und nur nebenbei gekickt. Das ändert sich jetzt. Ich bin absolut gespannt, was ich noch alles aus mir herausholen kann, wenn ich meine komplette Energie dem Fußball widme. Außerdem ist Lübeck ein Traditionsverein mit einem schönen Stadion, einem hervorragenden Umfeld, klasse Fans und großen Ambitionen. Der Klub möchte in den nächsten zwei Jahren hoch in die 3. Liga - und das ist auch mein Ziel. Deshalb habe ich einen Vertrag bis 2020 unterschrieben.

FUSSBALL.DE: Sie kommen gebürtig aus Bremen. Spielte auch das bei Ihrem Wechsel aus dem Süden in den Norden Deutschlands eine Rolle?

Hobsch: Nein, überhaupt nicht. Ich habe fast immer in Nürnberg gelebt und dort fühle ich mich auch heimisch. In Bremen bin ich geboren, weil mein Vater dort früher einige Jahre für den SV Werder am Ball war. An die Zeit im Norden kann ich mich aber kaum erinnern, dafür war ich zu klein. Trotzdem ist es schön, wieder in der Nähe von Bremen zu sein. Meine Oma, meine Tante, mein Onkel und meine Cousins wohnen dort.

FUSSBALL.DE: Der VfB Lübeck ist ehemaliger Zweitligist und landete zuletzt auf Platz vier. Was ist für den VfB in der kommenden Spielzeit drin?

Hobsch: Unser Anspruch ist es, Meister zu werden. Der Verein wird im nächsten Jahr 100 Jahre alt und die Fans haben hohe Erwartungen an uns. Es ist auf jeden Fall möglich, am Ende ganz oben zu stehen. Wichtig wird aber erst einmal sein, dass wir gut aus den Startlöchern kommen.

FUSSBALL.DE: Ihr Vater Bernd war ebenfalls Stürmer, spielte lange in der Bundesliga. Wurde Ihnen das Talent in die Wiege gelegt?

Hobsch: Das Fußballspielen wurde mir in die Wiege gelegt, das Talent leider nicht. Ein bisschen mehr Talent hätte es schon sein können, dann würde ich jetzt womöglich längst in einer höheren Liga spielen. (lacht) Was wir gemeinsam haben, ist allerdings, dass Fußball unser Leben ist. Und das wird auch immer so bleiben.

FUSSBALL.DE: Wie eng stehen sie in Kontakt mit Ihrem Vater?

Hobsch: Obwohl er mit seinen zahlreichen Fußballschulen ständig unterwegs ist, stehen wir regelmäßig in Kontakt. Er wird mich in dieser Woche auch zum ersten Mal in Lübeck besuchen kommen. Bei der Saisoneröffnung am Freitag, bei der wir unter anderem gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach spielen werden, wird er im Stadion sein. Umso trauriger ist es für mich, dass ich aufgrund einer Schambeinentzündung nicht mitspielen kann und aktuell pausieren muss.

FUSSBALL.DE: Wie lange werden Sie noch ausfallen?

Hobsch: Das ist bei einer Schambeinentzündung immer schwer zu sagen. Aber es wird sicher noch einige Wochen dauern, bis ich wieder zur Verfügung stehe. Ich hoffe, dass ich bis zum Saisonstart Ende Juli wieder fit bin.

FUSSBALL.DE: Waren Sie früher oft im Stadion dabei, wenn Ihr Vater gespielt hat?

Hobsch: Meine Mutter hat meinen fünf Jahre älteren Bruder David und mich so gut wie immer mit zu den Heimspielen genommen. Nie vergessen werde ich den 32. Spieltag der Zweitligasaison 2000/2001. Mein Vater wurde kurz vor dem Abpfiff eingewechselt und erzielte dann den 1:0-Siegtreffer für den 1. FC Nürnberg gegen den FSV Mainz 05, der den Aufstieg bedeutete. Wir durften dann auf dem Platz gemeinsam mit unserem Vater den Aufstieg in die 1. Bundesliga feiern. Das war für mich als damals sechsjähriger Junge ein großartiges Erlebnis.

FUSSBALL.DE: War denn schon immer klar, dass Sie auch Stürmer werden wollen, oder haben Sie sich auch mal auf anderen Positionen versucht?

Hobsch: Wie ich Stürmer geworden bin, ist tatsächlich eine sehr lustige Geschichte. (lacht) Bis zur U 17 habe ich immer mit meinen Freunden in der Kreisliga gespielt - und zwar als Verteidiger. Ich hatte bis dahin auch nie vor, woanders höherklassiger zu spielen, weil ich mit meinen Freunden zusammenbleiben wollte. Mein Bruder schickte mich dann aber zu einem Probetraining beim 1. SC Feucht, einem Landesligaaufsteiger aus der Region. Als ich dort nach meiner Position gefragt wurde, sagte ich aus Spaß, dass ich Stürmer wäre - einfach nur, weil ich ohnehin nicht wechseln wollte. (lacht) Ich konnte jedoch überzeugen, wurde als Stürmer verpflichtet und bin dann direkt Torschützenkönig in der Landesliga geworden. Seitdem ist klar, dass ich - genau wie mein Vater – im Angriff am besten aufgehoben bin.

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