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Abstiegskampf|11.11.2018|09:45

Irre: Drei Elfer verschossen, 2:0 gewonnen

Die Holzheimer SG kämpfen in der Landesliga um den Klassenverbleib.[Foto: Holzheimer SG/Privat]

In der Landesliga Niederrhein verzweifelte das Schlusslicht Holzheimer SG bei der SpVg 05/07 Odenkirchen vom Elfmeterpunkt. Gleich dreimal versagen der Spielgemeinschaft in der zweiten Halbzeit die Nerven, am Ende holt der Tabellenletzte beim 2:0-Auswärtssieg dennoch drei wichtige Zähler für den Klassenverbleib.

„Drei Ecken, ein Elfer“ – so lautet eine altbekannte Bolzplatz-Regel. „Drei Elfer, kein Tor“ heißt es seit dem vergangenen Samstag wohl bei der Holzheimer SG. Der Aufsteiger der Landesliga Niederrhein war als Schlusslicht zur SpVg 05/07 Odenkirchen gereist und benötigte dringend Punkte im Abstiegskampf. Nach einem torlosen Remis zur Pause verschossen die Holzheimer in der zweiten Hälfte dann auch noch gleich drei Elfmeter. Umso bemerkenswerter ist, dass der Tabellenletzte dennoch einen 2:0-Auswärtssieg feierte.

„Nach dem Spiel kann man über die Fehlschüsse lachen. Wenn wir das Spiel noch verloren hätten, wäre das aber sicher anders gewesen“, erklärt Maurice Girke im Gespräch mit FUSSBALL.DE . Der 23-Jährige stand vor dem Duell bei der SpVg 05/07 Odenkirchen bei 13 Treffern aus 14 Partien. Die Gastgeber waren also vor Torjäger Girke gewarnt, nahmen es mit seiner Verteidigung aber wohl zu ernst – oder besser gesagt zu körperlich. Denn allen drei Strafstößen ging ein Foulspiel an Girke voraus - zu jedem Spielstand gab es einen:

Spielstand 0:0, erster Fehlschuss

"Drei Elfmeter zu halten, das ist schon etwas Besonderes. Lieber hätte ich 1:0 gewonnen"

Anfang der zweiten Halbzeit zeigte der Schiedsrichter beim Stand von 0:0 erstmals auf den Elfmeterpunkt. Eingeteilter Schütze war Girke, der zuvor in der laufenden Saison bei den bisherigen drei Versuchen auch jeweils erfolgreich gewesen war. Am Wochenende scheiterte er jedoch an Odenkirchens Torhüter Kevin Asiedu Afari, der noch eine Hand an den mittig platzierten Ball bekam und seine Mannschaft so vor dem Rückstand bewahrte.

„Eigentlich ist so eine Situation ein typisches Beispiel dafür, dass noch mal ein Ruck durch die Mannschaft geht“, sagt Asiedu Afari zu  FUSSBALL.DE mit Blick auf seine erste Elfmeter-Parade, um sofort anzuschließen: „Diesen Ruck gab’s dieses Mal leider nicht.“ Denn in der 63. Minute musste Asiedu Afari doch noch hinter sich greifen. Girke dahingegen durfte mit seinen Teamkollegen zum Jubel abdrehen. Zwar hatte der Holzheimer Stürmer nicht selbst getroffen, seinem Mitspieler Yannick Joosten aber den Führungstreffer aufgelegt.

Spielstand 1:0, zweiter Fehlschuss

Wenige Zeigerumdrehungen später kam es noch besser für die Holzheimer SG. Nach Foulspiel an Girke bot sich per Elfmeter die große Gelegenheit, die Führung gleich zu verdoppeln. Trainer Guido van Schewick rief von der Seitenlinie zwar noch eilig einen neuen Schützen aus, Girke aber überhörte die Anweisungen und schnappte sich den Ball erneut – mit dem festen Willen, seinen vergebenen Elfmeter vergessen zu machen. Stattdessen aber befeuerte Girke mit seinem zweiten Fehlschuss den Mythos, dass der Gefoulte nicht selbst schießen sollte.

Komplett verlassen hatte Girke sein Torinstinkt jedoch nicht. In der 73. Minute traf der Holzheimer Torjäger doch noch ins Netz der SpVg 05/07 Odenkirchen und sorgte mit seinem 14. Tor im 15. Einsatz für das beruhigende 2:0.

Spielstand 2:0, dritter Fehlschuss

Die Nerven beim Elfmeter versagten den Holzheimern in den Schlussminuten trotzdem ein drittes Mal. Nachdem sich Girke im gegnerischen Sechszehner abermals nur regelwidrig stoppen ließ, war es Kapitän Pascal Schneider, der am Odenkirchener Keeper Asiedu Afari scheiterte. „Drei Elfmeter zu halten, das ist schon etwas Besonderes“, bekennt Torhüter Asiedu Afari, der sich dennoch nicht so recht über seine Paraden freuen kann: „Lieber hätte ich 1:0 gewonnen.“

Doch auch die Stimmung der Holzheimer war am Sonntag bereits wieder etwas getrübt, punkteten doch viele Konkurrenten aus dem Tabellenkeller am Wochenende ebenfalls. Die Holzheimer verharren daher trotz ihres 2:0-Sieges auf dem letzten Platz. „In der Mannschaft ist aber eine gute Stimmung“, sagt Girke. „Wir spielen gut und haben immer unsere Chancen.“ Damit es mit dem Klassenverbleib klappt, sollten fortan aber auch die Elfmeter wieder sitzen…

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