Hilfe-Center

Hilfe-Center

Regionalliga

Regionalligen

Verbände

Verbände

Wenn Du dich bei unserer Community einloggst, kannst du Vereine und Mannschaften als Favoriten speichern und direkt von hier aus schnell und einfach erreichen.

Matchkalender

Begegnungen in deiner Nähe

{{typeaheadInput.text}}

* Pflichtfelder

Amateurstatistiken

Prävention |13.10.2020|08:00

Kinderschutz: "Kultur des Hinsehens" fördern

DFB-Kinderschutzbeauftragter Dr. Stephan Osnabrügge: "Wir werden weiterhin alles tun, um junge Fußballer*innen zu schützen."[Foto: DFB]

Am heutigen Dienstag findet das 4. Öffentliche Hearing der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs (ab 10.30 Uhr im Livestream) in Berlin statt. Die vierte Auflage des Formats gibt Betroffenen von sexuellem Missbrauch im Sport die Möglichkeit, von ihren Erfahrungen zu berichten und gemeinsam mit Expert*innen und Vertreter*innen aus Sport, Politik, Wissenschaft und Praxis zu sprechen.

Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, und Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, werden Grußworte an die Teilnehmenden richten, zu denen unter anderen Nadine (Name verändert) zählt.

Die junge Fußballerin war zehn Jahre alt, als ein Betreuer schwerste sexuelle Gewalt an dem Kind verübte, über zwei Jahre lang. Aufgrund der traumatischen Erlebnisse erkrankte Nadine so schwer, dass ihr keine Berufsausbildung möglich war. Erst 30 Jahre danach fand sie die Kraft, um über ihre Erfahrungen zu sprechen.

Unbekannte Dunkelziffer

"Wir werden auch weiterhin alles in unserer Macht Stehende tun, um junge Fußballerinnen und Fußballer zu schützen und Betroffenen unsere Unterstützung zukommen zu lassen"

Auch den DFB-Kinderschutzbeauftragten Dr. Stephan Osnabrügge erreichten die Berichte: "Natürlich bin ich betroffen, wenn jemand über derartige Straftaten berichtet. Das ist dramatisch und darf in unseren Vereinen, darf in unserer gesamten Gesellschaft nicht passieren." Seitdem Nadine den Mut gefunden hat, mit dem Verband zu reden, steht der DFB im Austausch mit ihr und fand inzwischen eine Möglichkeit, sie durch das DFB-Sozialwerk der DFB-Stiftung Sepp Herberger finanziell zu unterstützen.

Expert*innen gehen davon aus, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt. Auch dem DFB ist bewusst, dass es eine unbekannte Dunkelziffer gibt. "Wir wissen, dass es solche Täter gibt. Und dass sie von Sportvereinen angezogen werden", sagt Osnabrügge. "Genau deshalb müssen wir alles daransetzen, unsere Vereine zu stärken und die uns anvertrauten Kinder zu schützen."

Das unternimmt der DFB

Der DFB intensivierte sein Engagement in den vergangenen zehn Jahren auf zwei Ebenen: Zum einen verabschiedete er für die von ihm verantworteten Juniorenteams Richtlinien im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, in denen alle Trainer*innen und Betreuer*innen geschult werden. Diese sind zusätzlich verpflichtet, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis nachzuweisen, um die Nachwuchsspieler*innen bestmöglich zu schützen. Und sie werden hierzu laufend geschult. 

Die zweite Ebene des DFB-Engagements für Kinderschutz im Fußball umfasst die Arbeit mit den Landesverbänden in die Vereine hinein. Den mehr als 25.000 Vereinen stellt der DFB über seine 21 Landesverbände Informationsmaterial zur Verfügung, bildet Ansprechpersonen aus und weiter und bietet in Kooperation mit den Landessportbünden und der Deutschen Sportjugend Fortbildungen zur Sensibilisierung und Schulung der Vereinsverantwortlichen an. Diese Punkte bilden das gemeinsam mit den Landesverbänden 2015 verabschiedete Konzept zur Prävention von und Intervention bei Sexualisierter Gewalt im Fußball, das der DFB und seine Landesverbände sukzessive umsetzen.

Kommission schafft Aufmerksamkeit

"Es geht um eine Kultur des Hinsehens", erklärt Osnabrügge. Diese müsse aktiv gefördert und eingefordert werden. Daher begrüßt der DFB-Kinderschutzbeauftragte auch das Öffentliche Hearing in Berlin. Die Aufarbeitung stellt den dritten zentralen Baustein neben Prävention und Intervention dar. Es sei wichtig, dass diese Aufarbeitung durch eine unabhängige, externe Instanz erfolge: "Ich schätze die Arbeit der Kommission sehr. Einerseits, weil wir deren Erkenntnisse in unsere weitere Arbeit einfließen lassen können."

Anderseits, so Osnabrügge, richte das Hearing der Kommission die nötige Aufmerksamkeit auf den Kinderschutz. "Wir werden auch weiterhin alles in unserer Macht Stehende tun, um junge Fußballerinnen und Fußballer zu schützen und Betroffenen unsere Unterstützung zukommen zu lassen."

Anzeige

Hinweis

Bitte prüft zunächst, das Spiel mit eurer Spielberichtskennung im DFBnet aufzurufen und die Torschützen selbstständig zu korrigieren. Wenn das nicht mehr möglich ist, ist eine Korrektur nur noch über den Staffelleiter möglich. Um den zuständigen Staffelleiter zu kontaktieren öffnet das betroffene Spiel hier auf FUSSBALL.de, klickt auf „Falsches Ergebnis melden“ und versendet das ausgefüllte Formular. Bitte verwendet die Kontaktfunktion nur, wenn euch diese Informationen nicht geholfen haben.
Für die Pflege der Staffeln, die Kontrolle und Freigabe der Ergebnisse ist der jeweilige Staffelleiter zuständig. Hinweise auf falsche oder fehlende Ergebnisse oder Tabellen richtest Du bitte an den zuständigen Staffelleiter. Wenn du über die Wettbewerbsnavigation zur entsprechenden Staffel gehst, findest du direkt unter der Liste der Begegnungen den Button „Falsches Ergebnis melden“ Dort kannst Du Dein Anliegen beschreiben. Bitte gib so viele detaillierte Daten wie möglich an, mindestens Mannschaftsart, Spielklasse, Gebiet und Spielnummer. Alternativ gelangst Du auch über das Profil deiner Mannschaft unten auf die aktuellen Wettbewerbe.

Lieber Fußballfreund,

du möchtest gern einen Beitrag, z.B. Musik, Fotos, Videos, Daten oder einen Zeitungsartikel (nachfolgend „Inhalte“) hochladen? Wir möchten dich an dieser Stelle gern nochmal daran erinnern, dass die Verantwortung für die von dir hochgeladenen Inhalte bei dir liegt. Bitte vergewissere dich also zunächst, ob die Inhalte unseren Vorgaben entsprechen (siehe die ausführlichen Bestimmungen unter „Nutzungsbedingungen“ und „Inhalteverantwortung“) und insbesondere ob du über die entsprechenden Nutzungsrechte an den Inhalten verfügst. Diese liegen in der Regel bei Dritten und nicht bei dir, wenn du Inhalte aus dem Internet (z.B. Fotos bekannter Personen, Videos oder Zeitungsartikel) kopierst und hochlädst.

Bitte beachte: Wenn du die Nutzungsrechte an den Inhalten nicht berücksichtigst, kann es zu kostspieligen Abmahnungen und weiteren Forderungen gegen dich kommen. Sofern wir hiermit direkt konfrontiert werden, sind wir berechtigt, deine Daten zum Zwecke der Rechtsverfolgung herauszugeben und mögliche Forderungen an dich weiter zu berechnen.

Weiter