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Kultfigur |03.03.2017|09:45

"King" Schneider: Frauen, Partys, Neumünster

Eine Fußball-Legende in Neumünster und nun schon seit 25 Jahren Kneipier: Volker Schneider. [Foto: privat (2) / Collage: FUSSBALL.DE]

Für ihn zählten Frauen und Partys. Und die Heimat. Angebote vom FC St. Pauli, Holstein Kiel und den Tampa Bay Rowdies aus Florida, bei denen damals Eusebio spielte, lehnte er ab. Er blieb lieber zu Hause in Neumünster – denn dort war er der King. Der heute 60-jährige Volker Schneider ist unsere Kultfigur der Woche.

So mancher großer Verein klopfte bei Volker Schneider an die Tür. St. Pauli sagte er wegen eines fehlenden Führerscheins ab, in Florida gab es Ärger mit der Gastfamilie, weil er abends immer spät nach Hause kam. Und Holstein Kiel war halt nicht Neumünster. „Und was sollte ich da alleine“, begründet der heute 60-Jährige seinen damaligen Entschluss. Mit FUSSBALL.DE sprach Schneider über die Liebe zu seiner Heimat, sein großes Mundwerk, verwüstete Hotelzimmer und Entscheidungen, die er heute bereut. Schneider ist unsere FUSSBALL.DE- Kultfigur der Woche.

FUSSBALL.DE: Herr Schneider, Sie hätten Fußballprofi werden können, heute sind Sie Gastwirt und haben Ihre eigene Wirtschaft. Denken Sie noch oft an die verpasste Chance zurück?

"Wir waren in Kopenhagen beim Karneval. Wir haben die Hotelzimmer komplett verwüstet, uns mit den Bettlaken verkleidet"

Schneider: Heute bereue ich teilweise meine Entscheidungen. Ich hatte viele Probetrainings, aber ich habe mich in meiner Umgebung, also in Neumünster, einfach wohl gefühlt. Und was sollte ich auch alleine in den anderen Städten? Für mich waren damals einfach andere Dinge wichtiger. Für mich zählten Partys und Frauen.

Die hätte es als Profi doch wahrscheinlich noch viel intensiver gegeben – sowohl als auch?

Ich habe damals eine Frau kennengelernt. Das hat aber nicht lange gehalten. Heute denke ich mir: Hätte ich es damals bloß gemacht. Als ich mal bei einem Spiel von St. Pauli auf der Tribüne saß, dachte ich mir: Da wärst du eingelaufen. Zu der Musik von AC/DC, bei dieser Stimmung. Ein bisschen Wehmut ist da schon. Dennoch: Ich hatte kein schlechtes Leben.

Und Sie sind ihrer Heimat treu geblieben. Haben bei verschiedenen Vereinen in Neumünster, zum Beispiel beim VfR Neumünster, gespielt und das erfolgreich. Sie waren der Torgarant.

Ich war überall der King, weil ich so viele Tore geschossen habe. Im Vereinsheim haben mir die Zuschauer Geld in die Tasche gesteckt – mal 20 Mark, mal 50 Mark. Ich habe mich gerne feiern lassen. Die Teamkollegen waren auch nie neidisch. Es kam nie Streit auf. Wir waren ein Team.

Hatten Sie in der Mannschaft einen besonderen Stand?

Ja, weil ich immer meinen Mund aufgemacht habe und für Gerechtigkeit war. Ich habe zum richtigen Zeitpunkt was gesagt und konnte mich auch nicht zurückhalten. Ich kam zum Beispiel immer später zum Training, weil ich arbeiten musste. Mein Trainer befahl mir Extrarunden. Ich fand das unfair und das habe ich auch gesagt. Dann wurde ich rausgeschmissen.

Der Rausschmiss drohte aber schon eher. Warum?

Wir waren mit dem VfR Neumünster für die Mannschaft des Jahres beim Ball des Sports nominiert. Ich bin zusammen mit drei weiteren Spielern im Trainingsanzug hingegangen. Den Preis haben wir zwar nicht gewonnen, aber die Bühne haben wir trotzdem gerockt. Wir haben uns einfach die Instrumente der Band geschnappt und Schlagzeug gespielt. Dann wurden wir rausgeführt, also von den Veranstaltern rausgeschmissen. Der Vorstand vom VfR hat uns abgemahnt, die Mannschaft hat sich aber hinter uns gestellt. Wir wurden begnadigt und durften bleiben.

Haben Sie noch so eine Geschichte auf Lager?

Mit dem VfR waren wir in Kopenhagen zu Gast beim Karneval. Wir haben die Hotelzimmer komplett verwüstet, uns mit den Bettlaken verkleidet. Zurückgekehrt sind wir mit einem Sonnenschirm und einer Blechtrommel.

Verwüstete Hotelzimmer, im Trainingsanzug auf einen Ball und ein großes Mundwerk: Wenn Sie ein Profi geworden wären, wären Sie ein Skandalprofi gewesen?

Sagen wir mal so, ich wäre kein einfacher Profi gewesen. Ich hätte mir nichts sagen lassen.

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