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Familienbande |13.05.2017|09:00

Klinger: Pokalsieg mit Schalke, heute 5. Liga

Mario Klinger lief einst neben den Schalker Stars Kevin Kuranyi und Dario Rodriguez auf (Bild links, von links). Mit S04 gewann er den Junioren-Vereinspokal. [Foto: Fotos Getty, imago; Collage FUSSBALL.DE]

Knapp zwölf Jahre ist es her, als der FC Schalke 04 am 27. Mai 2005 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Berlin den DFB-Junioren-Vereinspokal gewinnt. Beim 3:1-Sieg gegen Tennis Borussia Berlin gehören zum Team von Kulttrainer Norbert Elgert ein späterer Weltmeister – Manuel Neuer – sowie einige Talente, die es später ebenfalls in die Bundesliga schaffen: Alexander Baumjohann, Niko Bungert und Sebastian Boenisch. Von der großen Karriere träumt auch Mario Klinger, schließlich hat es sein Vater Dietmar von 1983 bis 1991 auf 208 Bundesligaeinsätze für Bayer 05 Uerdingen gebracht – die neueste Folge unserer Serie Familienbande.

Mario Klinger ist in der Schalker Abwehr vor Manuel Neuer gesetzt. Seit seinem 15. Lebensjahr spielt er für Schalke, nachdem der gebürtige Essener zuvor bei seinem kleinen Heimatklub PSV Essen mit dem Kicken begonnen hatte. Sein Trainer von Kindheit an: Vater Dietmar. „Er war immer mein Vorbild und ist es auch heute noch“, betont Mario Klinger.

Wer Dietmar Klinger nicht mehr kennt: Am 8. Januar 1958 geboren, spielt der Mittelfeld-Renner in der Jugend bei Schwarz-Weiß Essen, dem früheren Verein von Oliver Bierhoff und Jens Lehmann. Bei den Senioren wechselt er vom ETB zu Rot-Weiss Essen und später zu Bayer Uerdingen, wo er Fußball-Geschichte schreibt. Am 19. März 1986 gelingt den Krefeldern im Europapokal der Pokalsieger das „Wunder von der Grotenburg“: Nach einem 0:2 im Viertelfinal-Hinspiel bei Dynamo Dresden und einem 1:3-Halbzeit-Rückstand im Rückspiel siegt Bayer noch mit 7:3 und kommt weiter, ehe dann im Halbfinale gegen Atletico Madrid Schluss ist.

Auf dem Sprung in die Bundesliga

"Mein Job hat Priorität, der Fußball ist nur noch ein schönes Hobby"

Mario Klinger ist zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht geboren und kennt die großen Spiele seines Vaters nur vom Hörensagen beziehungsweise von Videokassetten. Ihm selbst steht knapp zwei Jahrzehnte später nach dem Junioren-Pokalsieg mit Schalke aber ebenfalls die Tür zur Bundesliga offen. In der Vorbereitung auf die Saison 2005/2006 darf sich der Jungprofi mit Stars wie Gerald Asamoah, Ebbe Sand oder Kevin Kuranyi im Ligapokal und in der ersten Runde des DFB-Pokals zeigen, doch dann erfährt die Karriere früh einen jähen Knick. „Leider habe ich mich gleich im ersten Seniorenjahr schwer verletzt. Ich hatte im Fuß alle Bänder gerissen und musste acht Monate pausieren“, erinnert sich Mario Klinger.

Statt in der Bundesliga spielt Mario Klinger mit der Schalker Reserve in der Oberliga – genau dreimal, ehe er im Fußball auf die Reise geht. Hessen Kassel, Rot-Weiss Essen, 1. FC Kaiserslautern, Rot-Weiß Oberhausen, Eintracht Trier, FC Homburg und Wattenscheid 09 sind in den folgenden zehn Jahren seine Stationen, ehe er vor der laufenden Saison beim FC Kray landet. 26 Einsätze in der zweiten Liga stehen bis heute zu Buche, 15 Partien in der 3. Liga und 183 in verschiedenen Regionalligen. Hinzu kommen vier Spiele im DFB-Pokal und zwei für die deutsche U 20-Nationalmannschaft.

Mario Klinger ist nicht unzufrieden, wie es gelaufen ist, er weiß, wie eng im Fußball manchmal Erfolg, unglückliche Entwicklungen oder schlichtweg auch Pech beieinander liegen. „In Essen hatte ich einen Profivertrag für die zweite Liga erhalten. Für mich als gebürtiger Essener war ein Traum wahr geworden, ich hatte einigen anderen Zweitligisten abgesagt, um für RWE spielen zu können“, berichtet der 30-Jährige vom Frühsommer 2007. „Dann ist RWE durch eine Niederlage im letzten Saisonspiel in die Regionalliga abgestiegen.“ Mario Klinger steht zu seinem Wort, geht mit den Essenern in die dritthöchste Spielklasse. Der direkte Wiederaufstieg ist das Ziel, doch am Ende der Saison 2007/08 steht Platz zwölf.

Umdenken in Wattenscheid

Mario Klinger zieht weiter, verlässt seine Heimat, das Ruhrgebiet, wechselt zum 1. FC Kaiserslautern und erlebt wieder einen Reinfall. „Stefan Kuntz wollte mich schon vorher in Bochum haben und hatte mir in Kaiserslautern einen Profivertrag für die zweite Liga gegeben. Der neue Trainer Milan Sasic plante aber nicht mit jungen deutschen Spielern und ich wurde nur in der U 23 in der Regionalliga eingesetzt“, blickt Mario Klinger etwas bitter zurück. Immerhin kann er bei den „Roten Teufeln“ in der zweiten Mannschaft durch gute Leistungen und für einen defensiven Mittelfeldspieler viele Tore auf sich aufmerksam machen und wird von Rot-Weiß Oberhausen verpflichtet. Mit RWO spielt er endlich in der zweiten Liga, doch am Ende der Saison 2010/2011 steht der Abstieg in die 3. Liga. Mario Klinger bleibt ein weiteres Jahr in Oberhausen, ehe er über die Stationen Homburg und Trier ins Ruhrgebiet zurückkehrt und sich Wattenscheid 09 anschließt – der Wendepunkt in seiner Fußballer-Laufbahn.

„In Wattenscheid habe ich zwar auch in der Regionalliga gespielt, aber das war der Zeitpunkt in meiner Karriere, um mir neben dem Fußball ein zweites Standbein aufzubauen“, erklärt Mario Klinger. „Mit nunmehr 27 ½ Jahren wollte ich nicht mehr vom Tagesgeschäft oder von Faktoren wie einer Trainerentscheidung zu meinen Ungunsten abhängig sein.“ Er absolviert bei einem Partner des Vereins eine auf zwei Jahre verkürzte Lehre zum Kaufmann für Büromanagement und kann so seine berufliche Ausbildung wunderbar mit Fußball auf weiterhin hohem Niveau verbinden. Als Azubi darf er um 15 Uhr zum Training, nach dem Abschluss aber erwartet der Arbeitgeber von seinem kickenden Angestellten normale Bürozeiten. „Ich musste daher fußballerisch einen Schritt kürzer treten. Mit dem FC Kray habe ich dann vor einem Jahr einen Verein in meiner Nähe gefunden, wo ich nach der Arbeit abends zum Training konnte“, sagt Mario Klinger.

Kray ist gerade aus der Regionalliga abgestiegen, wo es ein paar Mal vortrefflich den großen Nachbarn RWE geärgert hat. In der Oberliga will der kleine Vorort-Klub eigentlich eine gute Rolle spielen, doch der Fahrstuhl geht abermals nach unten: Seit dem vergangenen Wochenende steht Kray als Absteiger in die Landesliga fest. Für Mario Klinger erneut der Zeitpunkt, um zu überlegen, wie es für ihn im Fußball weiter geht. „Klar ist: Mein Job hat Priorität, der Fußball ist nur noch ein schönes Hobby.“ Er hat sich inzwischen selbstständig gemacht und berät andere Fußballer in Finanzfragen – zusammen mit seinem Partner und Mentor Jürgen Jansen, dem früheren Bundesliga-Schiedsrichter. „Viele Fußballer werden in dem Bereich leider schlecht beraten und oft einfach nur ausgenutzt, das möchte ich besser machen“, verspricht Mario Klinger.

Er weiß schließlich, dass man im Fußball das große Geld machen kann, aber auch von heute auf morgen ohne Verein dastehen kann.

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