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Amateurfußball |22.01.2019|17:10

Koch: "Früher Schafkopf, heute E-Sport"

Dr. Rainer Koch: "Ohne ehrenamtliches Engagement ist das Leben in Deutschland nicht so vorstellbar wie wir es leben."[Foto: 2017 Getty Images]

Mit Blick auf den 3. Amateurfußball-Kongress in Kassel (22. bis 24. Februar 2019) spricht DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch im kicker.tv-Spezial über Themen, die den Amateurfußball bewegen. Mit Moderator Marco Hagemann und Jörg Jakob aus der kicker-Chefredaktion werden die Sonntags- und Montagsspiele sowie das Verhältnis vom Amateur- zum Profifußball thematisiert.

Auch müsse das Ehrenamt an die gesellschaftlichen Veränderungen angepasst werden – hierbei könne der E-Sport einen Beitrag leisten, so Dr. Koch.  FUSSBALL.DE  fasst die wichtigsten Aussagen zusammen.

Dr. Koch über…

…das Verhältnis zwischen Amateur- und Profifußball:  „Jeder Verantwortliche im Amateurfußball weiß, dass der Moment, in dem es dem Profifußball schlecht geht, auch Auswirkungen auf den Amateurfußball nimmt. In den letzten Jahren merken wir, dass die Sportart Fußball nicht die ganz große Attraktivität bei den jungen Buben und Mädchen hat, die in die Vereine geholt werden sollen, wie es etwa nach der Weltmeisterschaft 2006 war, wo wir einen riesengroßen Boom hatten oder auch nach 2014, als die Nationalmannschaft Weltmeister geworden ist. Deswegen hat der Amateurfußball selbstverständlich ein großes Interesse daran, dass es dem Profifußball gut geht. Jeder Amateurfußballfan hat normalerweise seinen eigenen Verein und darüber hinaus hat er auch noch seinen Bundesliga- oder ProfiKlub, mit dem er mitfiebert.“

"Das Ehrenamt muss sich in seinen Strukturen an die gesellschaftlichen Veränderungen anpassen."

…die Förderung junger Talente, auch abseits von Großstädten:  „Man muss alles dafür tun, dass junge Menschen und insbesondere Kinder eine bestmögliche Ausbildung bekommen, auch wenn sie nicht in den Großstädten wohnen, in denen die Bundesliga-Klubs zu Hause sind. Meine persönliche Meinung ist, dass die Aufgabe der kleineren Vereine, der Landes- und Regionalverbände bei einem Alter der Jugendlichen von 13 bis 14 Jahren im Wesentlichen abgeschlossen ist. Was die Spitzentalentausbildung betrifft, müssen wir alles dafür tun, dass dann die besten Talente zu den Akademien und Profiklubs kommen. Bis dahin müssen die Profiklubs dem restlichen Fußball unterstützend zur Seite stehen, damit wir überall im Land eine bestmögliche Ausbildung anbieten und die Kinder auch zu Hause aufwachsen können.“

…die Herausforderung, Ehrenamtliche zu gewinnen und zu motivieren:  „Wir müssen dringend die bürokratischen Hemmnisse für unsere Vereinsführungen beseitigen, wir müssen die Steuerregelungen klar machen und auch dafür sorgen, dass Vereinsvorsitzende, Jugendtrainer oder -leiter sich wirklich über die Arbeit mit den Kindern Gedanken machen können und sich nicht ständig Gedanken über die Erfüllung der gesetzlichen und bürokratischen Anforderungen machen müssen. Ein Ehrenamt muss Spaß machen können und ein Ehrenamt wird auch die Säule bleiben, wenn wir darüber sprechen, wie acht, neun oder zehnjährige Kinder bestmöglich ausgebildet werden können. Dazu brauchen wir Leidenschaft, dazu brauchen wir Motivation und die Anerkennung dieser Menschen, die in den Vereinen arbeiten.“

…die Anpassung des Ehrenamts an die gesellschaftlichen Veränderungen:  „Das Ehrenamt muss sich in seinen Strukturen an die gesellschaftlichen Veränderungen anpassen. Das Leben, das merkt jeder von uns tagtäglich, in einer digitalen, mobilen Gesellschaft, ist völlig verändert. Man hat auch viel mehr Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten und deswegen sind wir natürlich aufgefordert, auch das Ehrenamt entsprechend anzupassen, in der Art und Weise, wie es zu leben ist. Wir müssen schauen, dass wir den Menschen vielleicht kleinere Zeitbudgets für eine ehrenamtliche Tätigkeit abverlangen oder uns auch darüber freuen, wenn sich jemand auch nur ein oder zwei Jahre engagiert und dann mal wieder eine Pause einlegt. Ich glaube, dass das ein großes Thema ist, über das man sprechen muss, wie man das Ehrenamt auch wieder zeitgerecht gestaltet. Das ist übrigens nicht nur ein Thema für Fußballvereine, sondern eigentlich für alle Lebensbereiche unserer Gesellschaft. Ohne ehrenamtliches Engagement ist das Leben in Deutschland nicht so vorstellbar wie wir es leben. Ehrenamtliches Engagement macht gerade im Fußball auch den Unterschied aus zu vielen anderen Ländern auf der Welt.“

…die Chancen von E-Sport im Vereinsleben:  „E-Sport ist eine Tätigkeit, die ganz viele junge Menschen fasziniert. Mich interessiert sie im Übrigen auch, obwohl ich nicht mehr als „junger Mensch“ bezeichnet werden kann. Ich erlebe auch bei ganz vielen anderen jungen Menschen, die im Verein spielen, dass diese dann eben nach dem Spiel ihr Fußballspiel auch gerne virtuell fortsetzen. Das ist für mich auch nichts anderes, als ich das in meiner aktiven Spielerzeit vor Jahrzehnten gemacht habe, als wir nach dem Spiel im Vereinsheim Schafkopf gespielt haben.“

…die Amateurvereine, für die es darum geht : „Wieder in die dritte Halbzeit hinein zu kommen. Menschen bleiben auch heute gerne zusammen, treffen, sprechen und spielen miteinander. Das muss zeitgemäß gemacht werden und da ist E-Sport eine zeitgemäße Art und Weise, wie man zusammenfinden kann.“

…den Amateurfußball-Kongress:  „Mein Ziel ist es, die Chance und das Geschenk, das uns die UEFA mit der Vergabe der Europameisterschaft 2024 gemacht hat, zum Wohl unserer Sportart und vor allen Dingen auch für unsere 25.000 Fußballvereine in Deutschland zu nutzen. Das ist eine Chance, dass sich die Zahl der jungen Buben und Mädchen in den Vereinen wieder erhöht, so, wie das nach dem Jahr 2006 oder nach dem großen WM-Erfolg 2014 war. Diese Europameisterschaft ist für uns nicht sechs Jahre weg, in weiter Ferne, sondern wir müssen ab sofort anfangen, was wir alles machen können, um uns diese Sogwirkung der EURO 2024 zu Nutze zu machen.“

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