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Konfliktlöser |18.01.2019|15:30

Konflikt-Beauftragter Konkel: "Respekt leben"

Konkel (r.): "Unser Ziel ist es, die Vereine stärker in die Pflicht zu nehmen."[Foto: Imago/privat, Collage: FUSSBALL.DE]

Konflikte sind Teil des Lebens. Auch im Fußball. An jedem Wochenende kommt es zu aufgeladenen Situationen, in 0,31 Prozent der Spiele führen sie zu einer Gewalthandlung, bei 0,21 Prozent zu einer Diskriminierung. Prozentual klingt das wenig, in absoluten Zahlen sind es immer noch eine Menge Spiele. Einer, der diese Schattenseiten des Amateurfußballs aufhellen möchte, ist Thomas Konkel. Der Solinger ist einer von 13 Konflikt-Beauftragten im Fußball-Verband Niederrhein – und die FUSSBALL.DE - "Kultfigur der Woche".

Mit seiner ruhigen, sachlichen Art wirkt Thomas Konkel schon im Gespräch deeskalierend. Seine Aufgabe ist es schließlich auch, mit Argumenten und guten Ideen zu überzeugen und nicht den Bodyguard auf dem Sportplatz zu spielen. Schon seit seiner Tätigkeit bei der Sportvereinigung Solingen-Wald 03 , wo er vor 25 Jahren zunächst als Konditionstrainer beginnt und später einige Jahre im Jugendvorstand tätig wird, ist ihm das gute Miteinander im Fußball ein wichtiges Anliegen. "Ich habe nie selbst Fußball im Verein gespielt und komme eigentlich aus der Leichtathletik", verrät Thomas Konkel und fügt an: "Daher kannte ich solche Geschichten, wie sie im Fußball ja leider nicht so selten passieren, vorher gar nicht."

Konkel: "Wir bieten Präventionsveranstaltungen an"

In dem großen Amateurklub im bergischen Land, der 28 Mannschaften im Spielbetrieb hat und davon 24 Teams im Nachwuchsbereich, findet der Angestellte bei den hiesigen Stadtwerken schnell gleichgesinnte Mitstreiter. Als das Thema Gewalt auf dem Fußballplatz akuter wird, erneuern Thomas Konkel und Vertreter von mehreren Institutionen in der Klingenstadt im Jahr 2015 die Idee eines "runden Tisches". Ziel des Zusammenkommens ist, allen Beteiligten im Fußball an eine Kultur des gegenseitigen Respekts zu erinnern. "Wir bieten Präventionsveranstaltungen an und nach aktuellen Vorfällen natürlich immer auch eine Nachbetrachtung der Ereignisse", erklärt Thomas Konkel.

Solingen sei zwar insgesamt nicht so stark betroffen wie andere Fußballkreise – Essen und Duisburg erleben mehr Vorfälle – aber Konkel weiß: "Vor allem in den Kreisligen haben wir nahezu an jedem Wochenende einen Spielabbruch, weil sich Spieler prügeln oder Zuschauer gewalttätig werden. Zu oft geht es sogar gegen den Schiedsrichter."

„Der Ball ist bunt“ mit Jimmy Hartwig

Aus dem „runden Tisch“ ist inzwischen das Bündnis "Der Ball ist bunt" geworden. Die Ziele blieben dieselben: mehr Respekt, Fairplay und Toleranz auf dem Platz. Im Rahmen einer Kick-off-Veranstaltung treffen sich Vertreter des Fußball-Verbandes Niederrhein, der FVN-Kreise und Vereine sowie städtischer Organisationen im Oktober 2018 zum ersten Mal unter diesem neuen Projektnamen. Prominentester Teilnehmer der Runde: Ex-Nationalspieler Jimmy Hartwig. Der frühere Bundesliga-Profi, der 1983 mit dem Hamburger SV den Europapokal der Landesmeister gewann, wirbt heute als Integrationsbotschafter des Deutschen Fußball-Bundes und Mitglied der DFB-Kommission "Gesellschaftliche Verantwortung" in ganz Deutschland für Respekt und Toleranz auf dem Platz.

Ein Ziel, das nach Thomas Konkels Meinung nur durch die Einbindung der Klubs zu erreichen scheint: "Unser Ziel zur kommenden Saison ist es, die Vereine stärker in die Pflicht zu nehmen. Sie sollen aktiv mitarbeiten und gezielt darüber ‚nachdenken‘, was auf dem Platz passiert, wie mit dem Schiedsrichter umgegangen wird und welche Maßnahmen getroffen werden, um Fair Play zu fördern", verdeutlicht er.

Wichtiges Ziel: Vorurteile abbauen

Ihm ist dabei besonders wichtig, Vereine und Mannschaften, bei denen viele Spieler mit Migrationshintergrund kicken, stärker mit in die Verantwortung zu nehmen. "Ursache und Wirkung ist in der Hitze des Gefechts auf dem Platz doch meistens kaum nachzuvollziehen. Wer provoziert wen, wer fühlt sich vom Schiedsrichter benachteiligt und so weiter: Das ist schwer zu bewerten und wird oft auch von Vorurteilen geprägt."

Er freut sich, bisher viele positive Rückmeldungen von Vereinen erhalten zu haben, bei denen viele Spieler mit Migrationshintergrund aktiv sind. Für den Kreis-Konflikt-Beauftragten Thomas Konkel – inzwischen auch stolzes Mitglied im "Club 100" des DFB, der seinen Einsatz zur Integration von Mädchen und Frauen im Fußballsport besonders würdigt – ist das eine schöne Bestätigung seiner bisherigen ehrenamtlichen Tätigkeit und zugleich Motivation für die Zukunft.

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