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Ex-Profi |20.04.2017|15:00

Kopfballungeheuer: Ex-Profi rockt die 7. Liga

Der frühere Fürther Profi Horst Elberfeld feiert heute mit dem SV Thüle einen Aufstieg nach dem anderen. [Foto: Fotos Getty, privat; Collage FUSSBALL.DE]

Einst spielte er in der zweiten Bundesliga, jetzt rockt er die Bezirksliga und auch noch die Altherrenmannschaft des SV Thüle. Horst Elberfeld ist 42 Jahre alt, aber das Toreschießen hat er nicht verlernt, im Gegenteil. Der Mittelstürmer hat in der laufenden Saison der Bezirksliga IV Weser-Ems bereits 18 Tore geschossen, auch am Ostermontag traf er bei der 1:2-Niederlage beim BV Garrel. Dabei stieg Elberfeld erst im Oktober in die Saison ein. Auch in Sachen Fitness macht ihm keiner was vor. „Der Typ kann 90 Minuten durchspielen, kein Problem, und danach geht er noch `ne Runde laufen“, sagt sein Trainer Raphael Opilski.

Horst Elberfeld bringt viel Zweitligaerfahrung mit an die Basis. 92 Partien bestritt er für Greuther Fürth, den VfB Oldenburg und den FC Gütersloh und schoss 21 Tore. Eines seiner Highlights war der Treffer gegen Werder Bremen in der zweiten Runde des DFB-Pokals 1996. In Oldenburg war er zwei Jahre in Folge erfolgreichster Torschütze des Teams. Ein Kreuzbandriss zwang ihn jedoch nach 13 Jahren zum Ende seiner Profikarriere. Elberfeld konzentrierte sich im Anschluss auf den Fußball in unteren Spielklassen und seine Ausbildung zum Physiotherapeuten.

Ein Glücksfall für den SV Thüle, zu dem es Elberfeld 2008 verschlug. In der Saison 2014/2015 erzielte er in nur acht Einsätzen unglaubliche 20 Buden. Prompt stieg Thüle in die Kreisliga auf. 2015/2016 erzielte er in 23 Spielen 19 Tore und stieg mit seiner Mannschaft abermals auf. Mittlerweile sind die Thüler in der Bezirksliga angekommen. Erheblichen Anteil am Erfolg hat Elberfeld – nicht nur mit seinen Toren, sondern er bringt auch jede Menge Erfahrung mit.

Fünf Jahre älter als der Trainer

"Der Typ ist mit der Birne immer noch professionell. Ein Kopfballspiel wie Horst Elberfeld hat nicht jeder Profi in der ersten Liga"

„Er ist der Papa der Mannschaft“, sagt Opilski. „Als er Profi war, waren einige noch nicht geboren.“ Den Papa-Status genießt „Hotte“, wie er genannt wird, auch in der Kabine. Er ist fünf Jahre älter als der Trainer selbst und hat so einige Geschichten aus Profizeiten zu erzählen, macht aber auch Ansagen vorm Spiel und in der Halbzeit. „Wenn der Hotte den Mund aufmacht, dann halten erstmal alle die Klappe“, erzählt Opilski. Kein Wunder bei dem Ansehen, das er beim SV Thüle hat. Ein Spieler der ersten Mannschaft kommt hin und wieder sogar mit einem alten Trikot von Elberfeld aus dessen Oldenburger Zweitligazeiten zum Training. Das hat ihm damals Horst Elberfeld nach dem Spiel in den Fanblock gegeben.

Auch abseits des Platzes tut Elberfeld jede Menge für den SV Thüle. „Wir haben echt einen furzkleinen Verein, aber in den ist der Hotte so vernarrt, dass er praktisch jeden Tag auf dem Platz steht“, schildert Opilski. Elberfeld spielt als Stammspieler in der ersten Mannschaft, spielt in der Altherrenmannschaft und hat nebenbei auch noch die C-Jugend trainiert. Und das als mehrfacher Familienvater.

Für den SV Thüle ist er aber auf dem Platz am wichtigsten. „Der Typ ist mit der Birne immer noch professionell“, schwärmt Trainer Opilski. „Ich behaupte: ein Kopfballspiel wie Horst Elberfeld hat nicht jeder Profi in der ersten Liga.“ Die meisten seiner Tore erzielt Elberfeld also mit dem Kopf oder als Abstauber, aufgrund seines „unglaublichen Stellungsspiels“. Folglich füttern ihn die Flügelspieler des SV Thüle weiterhin gerne mit Flanken, denn sie wissen, dass irgendwo der „alte Herr“ steht und das Ding reinmacht. Mal sehen, ob das für einen weiteren Aufstieg reicht. Thüle steht aktuell auf Tabellenplatz zwei mit zwei Punkten Rückstand auf den BV Essen. Fit genug für einen erneuten Aufstieg ist Horst Elberfeld allemal.

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