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Rauch-&alkfrei |19.04.2019|12:00

Kreisklassefußball - das Bier bleibt zu

Alkohol und Rauchen - nein, danke! Diesen Weg geht der Kreisligist Nikolausberger SC.[Foto: privat]

Kreisklasse und ein kühles Bier – das gehört für viele untrennbar zusammen. Jedoch nicht beim Nikolausberger SC. Der Niedersächsische Verein, dessen Herrenmannschaft in der 1. Kreisklasse Süd spielt, folgt strikten Regeln: Zigaretten- und Alkoholkonsum während des Spiels ist untersagt.

Die Regeln aufgestellt hat Gero Scheuß, Abteilungsleiter Fußball beim Nikolausberger SC – vor allem zum Schutze der Jugend. Doch auch die Seniorenspieler sitzen in der Kabine auf dem Trockenen. FUSSBALL.DE hat mit ihm über die Akzeptanz und auch Kritik dieser außergewöhnlichen Vereinsphilosophie gesprochen.

FUSSBALL.DE: Wie kam es zum Rauch- und Alkoholverbot während des Spielbetriebs?

Gero Scheuß: Ich spreche ungern von einem Verbot. Die Gründe waren Missstände, die mir in meiner langjährigen Tätigkeit als Jugendtrainer bewusst wurden. Ich musste feststellen, dass Eltern und andere Zuschauer unmittelbar am Spielfeldrand rauchten. Bei Kleinfeldspielen sogar auf dem Spielfeld, worauf dann die Zigaretten ausgetreten wurden. Die Kinder waren dem Rauch direkt ausgesetzt. Da dachte ich mir: "Hier stimmt etwas nicht" und stellte mir die Frage, wie man dem begegnen kann. Ich wusste schnell, hier helfen nur klare Regeln. So herrscht seit nunmehr zehn Jahren Rauchverbot auf dem Sportgelände. Dafür haben wir einen Raucherbereich auf dem Parkplatz eingerichtet. Die Alkoholregel gilt nur, bis die Spieler geduscht und umgezogen sind.

Wie kam die Idee zu diesen Regeln an? Musste Ihrerseits viel Überzeugungsarbeit geleistet werden?

Scheuß: Nein. Im Verein war sofort die Unterstützung da und auch die Elternschaft zeigte großes Verständnis. Kritik gab es auch, jedoch nur von ganz wenigen. Die Umsetzung erfolgte natürlich nicht von einem Tag auf den anderen. Es war eine Entwicklung.

Wie gehen die Gäste mit den Regeln um?

Scheuß: Der Verzicht auf das Rauchen hat insgesamt mehr Respekt als Ablehnung eingebracht, hier ist die Resonanz komplett positiv. Der Alkoholkonsum ist jedoch Woche für Woche Thema. Er wird häufig belächelt und auch kritisiert. Mache sagen, sie wären mit mehr Zuschauern gekommen, wenn es zum Spiel ein kühles Bier gebe. Die meisten Vereine akzeptieren die Regeln allerdings. Die Gäste konsumieren dann Fassbrause, Apfelschorle, Wasser oder Softdrinks – und Wurst vom Grill. In Ausnahmefällen bekommen wir sogar positive Rückmeldungen. Es gab sogar schon Aussagen wie: "Ich würde das auch gerne so machen, bekomme es aber nicht durchgesetzt."

Und was sagen die Spieler selbst dazu?

Scheuß: Der Verzicht auf das Rauchen hat sich nahezu vollständig etabliert. Der ein oder andere macht sich zwar mal auf der Terrasse eine Zigarette an, wird dann aber höflich darauf hingewiesen, das zu unterlassen. Der Alkoholgenuss hingegen ist nach wie vor strittig. Die Spieler würden natürlich schon gerne in der Kabine ihr Bierchen trinken. Doch die Enthaltsamkeit beschränkt sich ja auf den Kabinengang. Nach dem Duschen dürfen die Spieler ihr verdientes Bier trinken. Für viele ist es ungewohnt, aber sie sagen: "Okay, das ist der Weg des Vereins." Kein Widerspruch ist unüberbrückbar.

Der Amateurfußball wird oft mit Bier verbunden. Sehen Sie sich als "Spaßbremse"?

Scheuß: Nein. Für mich persönlich sehe ich an erster Stelle meine Verantwortung. Grundsätzlich macht es ja dort Spaß, wo Regeln eingehalten werden und dennoch alle auf ihre Kosten kommen. Es gibt Kritiker, die mich als solche sehen. Für mich ist das jedoch kein Gradmesser.

Gab es Situationen, in denen die Regeln auf heftigen Widerstand stießen?

Scheuß: Es gab wenige Fälle, in denen Handgreiflichkeiten angedroht wurden. Davor schrecke ich jedoch nicht zurück. Mir ist es wichtig, dass die Regeln eingehalten werden. Dem Selbstverständnis, das Fußball und Biertrinken unmittelbar zusammengehören, möchte ich mich in keiner Weise fügen.

Weshalb sollte Ihre Philosophie anderen Vereinen als Vorbild dienen?

Scheuß: Weil beim Fußball – oder dem Angebot von Sport generell – neben Spaß auch die gesellschaftliche Verantwortung im Mittelpunkt steht. Durch das Vorleben unserer Regeln sollten sich andere aufgefordert fühlen, für Dinge einzutreten, die zunächst zwar unpopulär, jedoch trotzdem immens wichtig sind.

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