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Viraler Hit |18.12.2018|10:30

Kult-Schiri Heßling: "Ich habe kein Facebook"

Früher war es schön, da war alles noch so einfach - meint Heßling. [Foto: privat]

Klingelingeling, klingeling, gleich kommt der... Schiedsrichter. Heinz Heßling heißt er, fährt fast immer mit dem Fahrrad zum Spiel und hat es dank eines Beitrags in der TV-Sendung Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs zu bescheidenem Ruhm gebracht. Nach der Ausstrahlung im April dieses Jahres überschlugen sich in den sozialen Medien die Reaktionen auf den sprücheklopfenden Unparteiischen – der zugleich unsere Kultfigur der Woche ist.

Ein halbes Jahr später läuft der Mitschnitt noch einmal bei Sport Inside , doch da hat sich der Hype um Heinz Heßling schon gelegt. Unfassbare 2,3 Millionen Mal wurde das Video vom Kreisliga-B-Kick zwischen dem SV Haldern II gegen Viktoria Wesel bis heute aufgerufen, über 12.000 Kommentare sind auf Facebook zu lesen. Fast 1.200 Mal wurde der Beitrag, für den es fast 15.000 Likes gab, inzwischen geteilt. Wer von all dem nichts mitkriegt, ist: Heinz Heßling selbst. „Ich bin nicht auf Facebook “, sagt der 57-Jährige und winkt ab.

Heßling gefällt der "ehrliche Fußball"

Er ist "old school", und zwar im besten Sinne. Für Heinz Heßling zählen Werte wie menschlicher Umgang, Verlässlichkeit, soziales Engagement wie im Ehrenamt. Solch moderner Schnickschnack wie WhatsApp kommt ihm nicht ins Haus. Das steht in Hamminkeln, im Ortsteil Loikum, von wo aus Heinz Heßling mit seinem Gazelle Trecking-Bike losradelt – zum Beispiel nach Rees-Haldern, wie bei seinem großen Fernsehauftritt. „Auf 10.000 Kilometer komme ich im Jahr“, meint Heinz Heßling, der sein Geld als technischer Angestellter bei einer Textilfabrik in Hamminkeln-Dingden verdient.

„Früher war es schön, da war alles noch so einfach“

Und obwohl er gerne den Jüngeren in der Branche den Vortritt lässt, war er am vergangenen Wochenende mal wieder doppelt im Einsatz: Freitagabend VfR Mehrhoog gegen GW Vardingholt, am Samstag Olympia Bocholt gegen Fortuna Millingen, beides Kreisliga A. „Ehrlicher Fußball“, wie er einem wie Heinz Heßling gefällt. „Früher war es schön, da war alles noch so einfach“, sagt er dann ein wenig versonnen.

Er meint das Leben im Allgemeinen und die Schiedsrichterei im Besonderen. Trikot, Fußballschuhe, Karten und natürlich die Pfeife: Das muss ja wohl reichen, um ein Spiel sauber über die Bühne zu bringen. Das war schon damals so, als er sich entschied, seine aktive Spielerkarriere bei Blau-Weiß Dingden bereits in der A-Jugend zu beenden und zwölfter beziehungsweise 23. Mann zu werden. „Ich war ja auch nicht so richtig gut am Ball“, gibt Heinz Heßling lachend zu.

Ein Jahr 2. Liga

Erst - ab 1981 - pfeift er Jugendspiele und in der Kreisliga C, ehe er sogar bis in den Profifußball aufsteigt. 1993 wird Heinz Heßling vom DFB als Assistent in der 2. Bundesliga eingesetzt. Sein erstes Spiel im bezahlten Fußball ist Hannover 96 gegen 1860 München. Es bleibt ein kurzes Vergnügen für ihn „da oben“, wobei sich das Vergnügen in Grenzen hält. „Da fing es an, dass auch die Schiedsrichter Geld verdienen. Das war nichts für mich“, so das Urgestein vom Niederrhein. Auch mit den Funktionären hat er es nicht so und pfeift lieber wieder bei den Amateuren.

In der Oberliga Nordrhein, damals die dritte Spielklasse, geht es ja fast genau so heiß her wie eine Etage höher. „Die Schwatten gegen die Grünen, da war immer was los“, erinnert er sich. Gemeint ist das Bocholter Derby, 1. FC gegen Olympia. Heute trennen die beiden Klubs vielleicht nicht Welten, aber die „Schwatten“ spielen in der Oberliga Niederrhein um den Aufstieg in die Regionalliga und die „Grünen“ hat er ja gerade mal selber wieder in der Kreisliga A gepfiffen. Mit seiner kumpeligen Art kommt Heinz Heßling bei den Spielern und Zuschauern gut an. „Mustafa, denk ans Abspielen, nicht nur fummeln“, rät er dem  Dribbler vor dem Anstoß.

Die Hand Gottes

Wer schummeln will oder schauspielert, ist bei dem Gerechtigkeitsmenschen aufgeschmissen. „Das ist schon ein paar Jahre her, das war in den 80ern“, sagt Heinz Heßling, „da hat ein Abwehrspieler, der stand auf der Torlinie, einen Schuss des Gegners mit der Hand über die Latte gelenkt. Ich habe das natürlich gesehen, Elfer gegeben und ihn vom Platz gestellt. Aber der Junge wollte mir noch erzählen, es wäre sein Kopf und nicht die Hand gewesen.“

So ähnlich wie Maradona und die „Hand Gottes“, nur eben bei den Amateuren. Den Videobeweis braucht einer wie Kultschiri Heinz Heßling für solche Szenen nicht.

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