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Station Leipzig |21.11.2019|13:30

Lok-Torwart Schötterl: "Bin kein Wandervogel"

Torwart Berti Schötterl: "Eine überragende Erfahrung, in England Fußball zu spielen".[Foto: imago images/Beautiful Sports]

Schon zweimal war Berti Schötterl während seiner Karriere in England aktiv, unter anderem beim FC Fulham. Jetzt ist der 25 Jahre alte Torwart, der in sechs Jahren für zehn Vereine gespielt hat, zurück in Deutschland. Schötterl steht beim 1. FC Lok Leipzig in der Regionalliga Nordost zwischen den Pfosten. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht der Schlussmann über aufregende Jahre auf der Insel.

FUSSBALL.DE: Sechs Jahre, zehn Vereine. Mit erst 25 Jahren sind Sie als Fußballer bereits viel herumgekommen, Herr Schötterl!

Berti Schötterl: Das ist richtig. Mein Ziel war das aber nie. Man muss dazu ja auch sagen, dass ich alleine in meinen eineinhalb Jahren in England bei vier verschiedenen Vereinen war. Dort regelmäßig verliehen zu werden, ist normal und gehört zu Englands Fußballkultur. Das ist absolut positiv. So kommt man oft zum Einsatz und sammelt viel Spielpraxis.

Vom FC Fulham wurden Sie nacheinander an die unterklassigen Klubs Dartford FC, Woking FC und Met Police ausgeliehen. Wie lief das ab und wie würden Sie die Zeit auf der Insel beschreiben?

"Was mir auch gefallen hat: Fußballer in England zu sein, ist nicht so besonders wie in anderen Ländern. Ein Fußballprofi hat in der Gesellschaft den gleichen Stellenwert wie beispielsweise ein Tankwart"

Schötterl: Ich habe während der gesamten Zeit beim FC Fulham trainiert. Erst für die Abschlusseinheiten vor den Spielen bin ich dann zum jeweiligen Leihverein gegangen. Es war insgesamt eine überragende Erfahrung, in England Fußball zu spielen. Die besondere Härte, die fantastischen Fans und die unglaubliche Professionalität in der Vereinsarbeit - selbst bei Klubs aus der 6. Liga - haben mich beeindruckt. Was mir auch gefallen hat: Fußballer in England zu sein, ist nicht so besonders wie in anderen Ländern. Ein Fußballprofi hat in der Gesellschaft den gleichen Stellenwert wie beispielsweise ein Tankwart.

Schon zweimal führte Ihr Weg nach England - in der Jugend zum FC Watford und im Februar 2018 dann zum FC Fulham. Wie kam es dazu?

Schötterl: Ich hätte sogar noch früher die Möglichkeit gehabt, nach England zu wechseln. Ein Freund meines Vaters war Co-Trainer beim aktuellen Zweitligisten FC Barnsley. Zu dem Zeitpunkt war ich gerade 15 Jahre und ging auf ein Sportgymnasium in Nürnberg. Ich wurde zum Probetraining eingeladen und konnte dort überzeugen. Schon damals ist bei mir eine Liebe für den englischen Fußball entstanden.

Den Schritt nach England machten Sie aber zunächst nicht, sondern wechselten zur U 17-Bundesligamannschaft der SpVgg Greuther Fürth. Warum?

Schötterl: Ich hatte ein Angebot für die Academy des FC Barnsley vorliegen und wollte die Chance unbedingt wahrnehmen. Meine Eltern machten mir aber klar, dass erst einmal mein Abitur im Vordergrund stehe. Damit hatten sie auch Recht. Sie versicherten mir aber gleichzeitig, dass sie mich bei allen meiner Entscheidungen komplett unterstützen, sobald ich mit der Schule fertig bin. Also blieb ich zunächst in der Heimat und ging nach Fürth.

2012 war es dann soweit: Sie hatten Ihr Abitur in der Tasche und es zog Sie auf die Insel.

Schötterl: Mit dem Wechsel in den Nachwuchsbereich des FC Watford habe ich mir meinen großen Traum erfüllt. Glücklicherweise konnte ich erneut im Probetraining einen guten Eindruck hinterlassen. Ich habe während dieser Zeit bei einer Gastfamilie gewohnt. Es war eine riesige Erfahrung für mich, alleine weit weg von zuhause zu leben. Dass das Abenteuer nach nur einem Jahr endete, lag unter anderem daran, dass die italienische Unternehmerfamilie Pozzo den Verein übernahm. Die Pozzos sind auch Eigentümer des italienischen Erstligisten Udinese Calcio und des spanischen Erstligisten FC Granada. Sie setzten viel auf Spieler aus dem Ausland, die Jugendteams kamen zu kurz. Ich fand leider keinen Anschluss mehr und kehrte nach Deutschland zurück, um wieder zu spielen.

Weshalb entschieden Sie sich nach fünf Stationen in Deutschland - unter anderem beim NOFV-Oberligisten FC International Leipzig - dennoch wieder für einen Wechsel nach England?

Schötterl: Ich wollte es noch einmal versuchen und habe alte Kontakte aufleben lassen. Da ich nebenbei an einer Fernuniversität Europäische Betriebswirtschaftslehre studiere und meine Freundin mitkommen wollte, war ich auch nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Ich hatte bei mehreren Vereinen ein Probetraining - unter anderem beim FC Fulham, der einen Ersatztorwart für seine U 23 gesucht hat. Mir war bewusst, dass ich wahrscheinlich viel verliehen werde. Das wurde klar kommuniziert. Aber das war mir egal. Auch rückblickend bin ich glücklich, wie es gelaufen ist. Ich durfte für viele gute Teams spielen und habe die Zeit in England genossen.

Im August folgte die erneute Rückkehr nach Deutschland - es ging zum 1. FC Lok Leipzig in die Regionalliga Nordost. Wieso?

Schötterl: Grundsätzlich wäre ich gerne in England geblieben. Die Fußballkultur dort ist unvergleichbar und hat mich vom ersten Moment an gepackt. Die Rückkehr hatte vor allem private Gründe. Meine Mutter ist erkrankt und ich wollte ihr wieder näher sein. Deshalb habe ich mich nach Vereinen in Deutschland umgeschaut und mich Mitte August mit Lok Leipzig für einen großen Traditionsklub entschieden.

Sie waren zunächst als dritter Torwart hinter Benjamin Kirsten und Lukas Wenzel eingeplant. Mit vielen Einsätzen konnten Sie vermutlich nicht rechnen.

Schötterl: Mir war zunächst wichtig, vor dem Ende der Transferfrist bei einem deutschen Verein unterzukommen, um meine Familie öfter besuchen zu können. Dennoch habe ich mich für die Aufgabe beim 1. FC Lok gewappnet gefühlt. Dass der Trainer auf der Torwartposition vorerst keine Änderung vornehmen wollte, war verständlich. Die Saison lief nun einmal schon mehrere Wochen.

Jetzt aber sind Kirsten und Wenzel verletzt, seit drei Pflichtspielen stehen Sie im Tor. Eine unverhoffte Möglichkeit, sich zu beweisen, oder?

Schötterl: Ich halte mich immer topfit, egal wie häufig ich spiele. Für solche Momente, in denen man die Chance bekommt, zwischen den Pfosten zu stehen, lebt man als Ersatztorwart. Ich freue mich, dass ich aktuell meinen Teil zum Erfolg beitragen kann.

Sie blieben bisher nie länger als anderthalb Jahre bei einem Verein. Könnte sich das jetzt ändern?

Schötterl: Das ist auf jeden Fall mein Wunsch. Wer mich kennt, der weiß, dass ich absolut kein Wandervogel bin und auf der Suche nach meiner fußballerischen Heimat bin. Ich kann mir gut vorstellen, sie mit Leipzig gefunden zu haben. Das Team, die Fans, das Stadion und das Umfeld sind klasse, der Wohlfühlfaktor ist groß.

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