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Trainertalent |02.02.2020|16:50

Maaßen: "Mehr geht in der Regionalliga nicht"

Maaßen: "Ich werde ständig gefragt, ob wir Meister werden wollen. Klar möchten wir das".[Foto: imago images/Noah Wedel]

Enrico Maaßen (35) gilt als hoffnungsvolles Trainertalent. Mit dem SV Rödinghausen rangiert er in der Regionalliga West auf Platz eins. Im Westfalenpokal steht der SVR als Titelverteidiger im Halbfinale. Maaßens Ausbildung zum Fußball-Lehrer befindet sich auf der Zielgeraden. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht der Erfolgstrainer über Titelambitionen und das Topspiel bei Rot-Weiss Essen.

FUSSBALL.DE: Zum Auftakt ins Pflichtspieljahr 2020 gab es für Ihr Team einen recht mühsamen 2:1-Heimerfolg gegen den abstiegsgefährdeten SV Bergisch Gladbach 09. Ihr Fazit zum Spiel, Herr Maaßen?

Enrico Maaßen:  Es war das erwartet schwierige Spiel. Nach mehreren höherklassigen Gegnern während der Vorbereitung ging es zum Pflichtspielauftakt gegen einen vermeintlich "Kleinen". Wir wussten aber, dass sich Bergisch Gladbach vor der Winterpause stabilisiert hatte und diszipliniert verteidigt. Nachdem wir in der Anfangsphase einige gute Chancen vergeben haben, wurde es ein Geduldsspiel. In der zweiten Hälfte haben wir den gegnerischen Strafraum aber dermaßen belagert, dass irgendwann das Tor fallen musste. Wir sind froh, nach der spielfreien Zeit direkt wieder in die Spur gefunden zu haben.

Der SVR untermauerte damit seine Titel- und Aufstiegsambitionen. Aus 20 Spielen holte Rödinghausen 47 von 60 möglichen Punkten. Eine starke Ausbeute!

"Die Gesamtentwicklung ist klasse, das sieht jeder im Verein so. Keiner erwartet schon jetzt die Meisterschaft, aber es wird sich auch niemand dagegen sträuben"

Maaßen:  Wir sind sehr zufrieden. Ich werde ständig gefragt, ob wir Meister werden wollen. Klar möchten wir das. Wenn man nach dem 22. Spieltag Spitzenreiter ist, will man auch oben bleiben. Uns ist aber bewusst, dass auch einige andere Vereine ähnlich konstant sind wie wir. Konstanz ist das A und O. Wir müssen jede Woche unsere Leistungsgrenze erreichen, um auch am Ende die Chance zu haben, an der Spitze zu stehen.

Die Titelkonkurrenten Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen gewannen ebenfalls ihre Auftaktspiele, der drittplatzierte SC Verl war nicht im Einsatz. Gibt es einen spannenden Vierkampf um die Meisterschaft?

Maaßen:  Derzeit spricht viel dafür. Ob Verl, RWE oder RWO: Alle haben schon in der Hinserie gezeigt, dass sie ebenfalls das Zeug dazu haben, den Titel zu holen. Oberhausen konnte mit dem 3:0-Heimerfolg gegen die  U 23 von Borussia Mönchengladbach  direkt ein Ausrufezeichen setzen, Essen hat beim 1:0 bei der U 21 des 1. FC Köln einmal mehr knapp gewonnen. Es gibt Experten, die sagen, dass das nicht mehr lange gut geht und RWE diese engen Partien irgendwann nicht mehr für sich entscheidet. Ich sehe das anders. Wenn man so häufig mit nur einem Tor Unterschied als Sieger vom Platz geht, dann ist das auch eine Qualität. RWE hat einen bärenstarken Kader und ich bin mir sicher, dass die Essener bis Saisonende um die Meisterschaft mitspielen werden.

Der Aufstieg in die 3. Liga wäre der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Wie groß ist der Wunsch, es bereits in dieser Saison zu schaffen?

Maaßen:  Unsere bisherige Saisonleistung ist herausragend und wir genießen es, auf Platz eins zu stehen. Man darf nicht vergessen, wo wir herkommen. Wir haben jetzt drei Halbserien in Folge mit 30, 33 und zuletzt 38 Punkten abgeschlossen und dabei neue interne Rekorde aufgestellt, uns also kontinuierlich gesteigert. Die Gesamtentwicklung ist klasse, das sieht jeder im Verein so. Keiner erwartet schon jetzt die Meisterschaft, aber es wird sich auch niemand dagegen sträuben.  (lacht)

Neben dem Titelgewinn könnte sich der SVR zum dritten Mal in Folge für den DFB-Pokal qualifizieren. Auch dieses Ziel genießt höchste Priorität, oder?

Maaßen:  Wir wollen sowohl in der Liga als auch im Westfalenpokal das Maximum erreichen. Im Pokal stehen wir im Halbfinale und sind als einzig verbliebener Regionalligist jetzt der große Favorit. Ein Selbstläufer wird das aber nicht. Auch diesmal sind wieder einige Regionalligisten vorzeitig an unterklassigen Teams gescheitert.

In der Saison 2018/2019 kegelte Rödinghausen Dynamo Dresden aus dem Pokal-Wettbewerb. In der zweiten Runde lieferte sich mit der SVR mit Rekordpokalsieger FC Bayern München beim 1:2 einen Fight. Diesmal hatte Ihr Team den Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn 07 am Rande einer Niederlage, verlor erst nach Elfmeterschießen 5:7. Warum ist Ihre Mannschaft so unangenehm zu bespielen?

Maaßen:  Wir sind gut vorbereitet und haben einen Plan. Außerdem ist unser Kader in der Breite sehr ausgeglichen besetzt. Jeder bringt für unterschiedliche Spiele verschiedene individuelle Qualitäten mit. Wir sind taktisch variabel und bleiben grundsätzlich immer bei unserer Idee, Fußball zu spielen.

Für Sie geht es aktuell aber nicht nur um das Titelrennen und den Westfalenpokal. Sie absolvieren derzeit an der DFB-Akademie auch Ihre Ausbildung zum Fußball-Lehrer. Wie kommen Sie mit dem Stress zurecht?

Maaßen:  Es ist viel Aufwand, aber für mich kein Stress. Ich habe das Privileg, meinem Traumberuf nachgehen zu dürfen und einen der begehrten Plätze für den Lehrgang zum Fußball-Lehrer erhalten zu haben. Natürlich ist gutes Zeitmanagement notwendig, um alles unter einen Hut zu bekommen. Aber das ist kein Problem, wenn man seinen Job gerne macht.

Sie glauben also nicht, dass Ihre Doppelbelastung als Regionalligatrainer und angehender Fußball-Lehrer die sportlichen Ziele des SVR in Gefahr bringen könnte?

Maaßen:  Nein, da gibt es kein Risiko. Es ist ja auch so, dass ich mich jetzt schon in der finalen Phase des Lehrgangs befinde. Das heißt, ich werde mehr Zeit als in den vergangenen acht Monaten mit meinem Team zur Verfügung haben. Ich benötige nur noch einige Momente zum Lernen, um auch die anstehende Prüfungsphase erfolgreich zu absolvieren. Das wird sich einrichten lassen.  (lacht)

Am Samstag geht es mit dem Topspiel beim ersten Verfolger Rot-Weiss Essen weiter. Im Stadion an der Hafenstraße werden bis zu 15.000 Zuschauer erwartet. Wie groß ist die Vorfreude?

Maaßen:  Riesig. Für solche Spiele wird man Fußballer und Trainer. Wir haben es uns verdient, diese Partie als Spitzenreiter und damit Gejagter zu absolvieren. Es wird ein großes Spiel gegen einen Traditionsverein und ehemaligen Bundesligisten vor gewaltiger Kulisse. Mehr geht in der Regionalliga nicht.

Wie wichtig ist die Begegnung für den weiteren Saisonverlauf?

Maaßen:  Die Möglichkeit, sich mit einem Sieg ein wenig von RWE abzusetzen, ist für uns absoluter Luxus und kein Druck. Gewinnen wir, wäre das fantastisch, und es würde immer schwerer für Essen, uns einzuholen. Aber auch bei einer Niederlage stünden wir noch vor RWE und hätten weiterhin eine gute Ausgangssituation.

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