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Fanliebe extrem |18.08.2019|19:45

Mannschaftsfoto über dem Ehebett

Mannschaft und ihr Edelfan: Sechstligist FC An der Fahner Höhe mit André Bätz (v. M.).[Foto: Veronique Sophie Walter]

Das Mannschaftsfoto zu Beginn einer jeden Saison ist für den einen oder anderen Kicker etwas Besonderes. Sitzt die Frisur richtig? Stehe ich lieber in der ersten oder in der letzten Reihe? Beim Sechstligisten FC An der Fahner Höhe in Thüringen durfte André Bätz, Edelfan der ersten Mannschaft des Vereins, auf dem offiziellen Teamfoto mit dabei sein. FUSSBALL.DE hat mit Bätz über die Entstehung des Fotos, über den Fanclub und über einen Tattoo-Traum gesprochen.

FUSSBALL.DE: Herr Bätz, Sie sind Edelfan des FC An der Fahner Höhe und saßen beim Mannschaftsfoto in der ersten Reihe. Wie kam es überhaupt dazu?

Andre Bätz: Die ersten beiden Herren-Mannschaften des Vereins sorgen auf den jährlichen Weihnachtsfeiern für das Programm. Bei der letzten hatte das erste Männer-Team eine Versteigerung mit verschiedenen Gewinnen organisiert, unter anderem auch die Teilnahme an deren Mannschaftsfoto. Es kamen die ersten Gebote und irgendwann habe ich zu einem Spieler gesagt: "Pass auf, ich gebe dir jetzt 50 Euro und verspreche dir, dass ich das Bild über das Ehebett hängen werde." Dann war das Ding natürlich gegessen und ich habe den Gutschein bekommen.

War das eine spontane Schnapsidee oder entstand sie schon vorher?

"Der Verein ist für mich wie eine Familie. Man kennt jeden aus dem Vorstand und alle Spieler. Egal, wo ich hingehe, werde ich gegrüßt"

Bätz: Ich finde die Idee schon klasse. Als Nicht-Offizieller hast du schließlich gar keine Gelegenheit, auf Mannschaftsfotos zu kommen. Wenn die Spieler nach den Partien immer in unsere Fankurve kommen, machen wir zwar Bilder, aber so ist das eine feine Sache.

Sie sagten, Sie werden sich das Mannschaftsfoto über das Ehebett hängen. Hängt es bereits und wenn ja, was sagt Ihre Frau dazu?

Bätz: Noch nicht. Wir haben zwei Aufnahmen gemacht. Eines mit mir und eines ohne mich. Der Mannschaftsrat hat sogar beschlossen, dass nur das Bild, auf dem ich mit drauf bin, das offizielle ist. Ich habe um einen Abzug in der Größe 30x40 Zentimeter gebeten, auf dem die gesamte Mannschaft zuvor unterschreiben soll. Dieses kommt dann über das Ehebett. In den nächsten 14 Tagen wird es hängen. Meine Frau war überrascht, ist aber im Endeffekt genauso fußballverrückt wie ich. Sie fährt uns unter anderem seit sieben Jahren jedes Wochenende zu den Spielen und schaut gerne zu.

Ist Ihre Ersteigerung auch ein kleiner Liebesbeweis für den FC An der Fahner Höhe?

Bätz: Natürlich, wir haben schließlich seit zehn Jahren den Fanclub. Zwar gab es bei der Verlosung auch andere Gewinne, beispielsweise ein Kurzeinsatz im Testspiel gegen Carl Zeiss Jena. Der wäre für uns als Erfurter natürlich etwas Besonderes gewesen, aber das ersteigerte Mannschaftsfoto ist natürlich auch toll.

Wie würden Sie Ihre Beziehung zum Verein beschreiben?

Bätz: Der Verein ist für mich wie eine Familie. Man kennt jeden aus dem Vorstand und alle Spieler. Egal, wo ich hingehe, werde ich gegrüßt. Das ist nicht wie früher bei Erfurt – da kam die Mannschaft zum Abklatschen und das wars. Beim FC An der Fahner Höhe kennt dich halt jeder beim Namen. Das war auch der Grund, warum wir uns damals entschlossen haben, etwas Eigenes zu machen, weil bei Erfurt die Verbindung zur Mannschaft gefehlt hat. Das war bei RWE aufgrund der Massen verständlicherweise nicht gegeben. Das ist bei einem kleineren Verein natürlich anders.

Wenn der Verein wie eine Familie für sie ist. Ist dann auch ein "Familien-Tattoo" geplant?

Bätz: Ich habe seit sechs Jahren schon eins auf der Wade. Dort sind Vereinslogo, der Schriftzug "Blau-Weiße Teufel" und ein Teufel verewigt. Die andere Wade lass ich für einen besonderen Anlass frei. Wenn wir irgendwann mal im Thüringenpokal Carl Zeiss Jena schlagen sollten, dann kommt das Ergebnis auf die freie Wade  (lacht) .

In der Region sind Sie kein Unbekannter. Als Edelfan begleiten Sie die Mannschaft zu den Spielen. Seit wann unterstützen Sie den FC An der Fahner Höhe?

Bätz: Seit zehn Jahren. Da habe ich mich mit Freunden zusammengeschlossen, mit denen ich zuvor Spiele des FC  Rot-Weiß Erfurt  besucht habe. Wir haben entschieden, etwas Eigenes machen zu wollen. Da wir an den Wochenenden immer in Dachwig waren  (Spielort des Vereins) , hatte unsere Planung ein immenses Tempo. Wir haben mit dem damaligen Vereinspräsidenten gesprochen, und dann ging es schon los. Wir wollten es wie die größeren Fanclubs machen: Trommeln, Fahnen und Megafon. Innerhalb von zwei Wochen hatten wir Banner bestellt. Vom Schlagzeug meines Sohnes habe ich eine Drum abgebaut. Es ging alles ziemlich schnell.

Erinnern Sie sich noch an das erste Spiel mit dem Fanclub?

Bätz: Das werde ich nie vergessen. Wir sind damals nach Siemerode gefahren. Die waren nach elf Spieltagen ungeschlagen und wir haben sie mit 4:0 vom Platz gefegt. Am Ende der Saison sind sie zwar aufgestiegen, aber dass wir ihnen ihre erste Niederlage beigefügt haben, war schon etwas Besonderes.

Wie viele Kilometer kommen durch die Auswärtsfahrten pro Saison zusammen?

Bätz: Wenn ich über den Daumen peile, sind es sicherlich locker 6000 bis 7000 Kilometer. Und wir haben noch Glück, dass wir zentral in Thüringen liegen. In dieser Saison ist die weiteste Auswärtsreise zum Spiel beim  1. FC Sonneberg 04 . Da fahren wir 150 Kilometer pro Tour. Ansonsten hält sich das aber in Grenzen. Wenn es die Zeit zulässt, unterstützen wir auch gerne mal die zweite Mannschaft, die eine Liga tiefer in der Landesklasse spielt.

Was ist das Besondere, diese Mannschaft bei Heim- und Auswärtsspielen zu unterstützen?

Bätz: Für mich ist es in erster Hinsicht die Leidenschaft. Beim Fußball hat man so viele Gefühlsschwankungen: Freude, Euphorie, Leid, Trauer. In 90 Minuten kann da so viel passieren. Nach mehr als zehn Jahren bin ich immer noch aufgeregt und schon morgens am Spieltag total hibbelig. Ich freue mich wie ein kleines Kind. Man bekommt Herzrasen. Das ist einfach nur geil.

Neben dem Fantum haben Sie beim FCAdFH in der Vergangenheit diverse Ämter bekleidet. Sie waren Trainer und Schiedsrichter. Was waren die Gründe, dass Sie sich zusätzlich noch im Verein engagieren?

Bätz: Ich hatte die Jugend-Mannschaft meines Sohnes übergangsweise übernommen. Aus zeitlichen Gründen habe ich aber das Amt zu dieser Saison abgegeben. Meine Tochter spielt Handball und da möchte ich auch gerne hin und wieder ein Spiel verfolgen. Und Schiedsrichter wurde ich im vergangenen Jahr. Innerhalb des Vereins hatten wir zu wenige davon. Uns drohten Punktabzug und Geldstrafe, daher habe ich auch einfach noch den Schiedsrichterschein gemacht.

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