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Familienbande |21.09.2016|16:10

Martin Schmelzer: Kreisliga C und Spaß dabei

Wenn Martin Schmelzer nicht mit seinen Kumpels seinen Bruder und den BVB anfeuert, steht er für den VfL Kamen in der Kreisliga auf dem Platz. [Foto: Fotos Getty, privat; Collage FUSSBALL.DE]

Elf Klassen Unterschied sind es zwischen der Bundesliga und der Kreisliga C, mehr geht nicht im deutschen Fußball unter dem Dach des DFB von ganz oben nach ganz unten. Der eine spielt vor mehr als 80.000 Zuschauern für Borussia Dortmund, der andere mit ein paar Kumpels weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit für die dritte Mannschaft des VfL Kamen. Kein Problem für Martin Schmelzer, den jüngeren Bruder des BVB-Kapitäns Marcel Schmelzer – die neueste Folge unserer Serie Familienbande.

Als der kleine „Schmelle“ in seiner Heimatstadt Magdeburg Mitte der 90er Jahre mit dem Fußball spielen beginnt, gilt er als talentiert. Im Vergleich zu Marcel werden ihm sogar die besseren Anlagen nachgesagt. „Früher hat man gesagt, dass ich der technisch bessere Spieler gewesen sei, aber Marcel hatte immer den größeren Willen. Er hat alles für den Fußball getan und ist dafür belohnt worden“, sagt Martin Schmelzer und erklärt: „Ich habe irgendwann den Sprung nach oben verpasst, da hätte ich spätestens in der B-Jugend zumindest zum FC Magdeburg gehen müssen.“

Von 1996 bis 2002 spielen beide Schmelzers in einem Verein, bei Fortuna Magdeburg. Weil die Brüder aber zwei Jahre trennen, stehen sie nur ganz selten mal gemeinsam auf dem Platz. „Es ist vielleicht drei- oder viermal vorgekommen, dass ich hochgezogen wurde und wir dann in einem Team waren“, erinnert sich Martin Schmelzer.

Beide zieht es in den Westen

"In Kamen spiele ich nach wie vor mit sehr viel Spaß, da ist die Liga ziemlich egal. Ich bin zufrieden, so wie es gelaufen ist"

Bis dahin verbringen sie jede freie Minute beim Bolzen. „Bei uns hat sich natürlich alles um Fußball gedreht. Wir haben entweder bei uns auf der Wiese hinterm Haus oder auf einem kleinen Platz gekickt, wo Stangen zum Wäscheaufhängen standen“, sagt Martin Schmelzer, der auf der Sechserposition zu Hause ist. „Klar hat uns da auch mal ein Nachbar weggeschickt, aber dann sind wir halt woanders hingegangen. Oft haben wir auch bei unseren Großeltern im Garten gekickt."

Im Jahr 2002 wagt Marcel, mit 14, den Sprung zum „großen“ FCM, ehe er 2005 die Heimat in Sachsen-Anhalt verlässt und nach Dortmund ins Leistungszentrum der Borussia zieht. In der neuen Umgebung dauert es seine Zeit, bis sich der heutige Spielführer der Schwarzgelben durchsetzen kann, erst 2008 kommt er unter Trainer Jürgen Klopp zu seinem Bundesligadebüt.

Martin bleibt zunächst in Magdeburg, spielt von 2002 bis 2010 beim TuS Magdeburg und dann noch einmal eineinhalb Jahre für Fortuna Magdeburg in der Verbandsliga, ehe er Marcel Anfang 2012 in den Westen folgt. Dies allerdings nicht aus sportlichen, sondern aus beruflichen Gründen. Nach dem Schulabschluss absolviert er eine Ausbildung bei einem Personaldienstleister, der in ganz Deutschland Niederlassungen hat – eine auch in Dortmund. „Für mich war immer wichtig, dass ich mir alles selbst erarbeite und nicht vom Namen und den Beziehungen meines Bruders abhängig bin", betont Martin Schmelzer.

Neuanfang in der Kreisliga D

Weil er weiter im Verein kicken möchte, schließt sich Martin Schmelzer dem Bezirksligisten FC TuRa Bergkamen an, bleibt aber nur ein halbes Jahr lang am Nordbergstadion. „Danach habe ich erst einmal mit dem Vereinsfußball aufgehört, weil es in Bergkamen auch nicht so passte“, sagt der 26-Jährige. Erst zwei Jahre später tritt er erneut einem Verein bei, diesmal dem VfL Kamen. „Der Verein hat im Sommer 2014 Zeit eine ganz neue Truppe gegründet, die dritte Mannschaft, mit der wir ganz unten in der Kreisliga D angefangen haben“, sagt Martin Schmelzer. „Wir sind auch sofort aufgestiegen. In Kamen spiele ich nach wie vor mit sehr viel Spaß, da ist die Liga ziemlich egal. Ich bin zufrieden, so wie es gelaufen ist."

Im Fahrwasser des BVB schwimmt er dennoch mit, und zwar als Fan. Ob in der Bundesliga oder der Champions League - so oft es geht, ist Martin Schmelzer dabei und unterstützt seinen Bruder von der Tribüne aus: „Ich bin unheimlich stolz darauf, was Marcel erreicht hat und kriege immer noch eine Gänsehaut, wenn Nobby Dickel im Stadion seinen Namen ruft und er jetzt sogar die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führt."

Ganz sicher wieder in der kommenden Woche, wenn Marcel Schmelzer die größte Bühne des Vereinsfußballs betritt und der amtierende Champions-League-Sieger Real Madrid mal wieder in Dortmund gastiert. Zwei Tage vorher spielt Martin Schmelzer beim SuS Lünern II um Punkte.

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