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Regelfragen zum Elfmeter |16.02.2016|12:00

Messi-Elfmeter hätte nicht zählen dürfen

Da sowohl Suarez als auch ein Spieler von Celta de Vigo zum Zeitpunkt des Schusses dem Ball näher als 9,15 Meter waren, hätte der Strafstoß wiederholt werden müssen. [Foto: laola1.tv]

Im Netz überschlagen sich die Kommentare zum frechen Elfmetertrick von Lionel Messi und Luis Suarez. FUSSBALL.DE nimmt den kuriosen Strafstoß zum Anlass, um die Regeln rund um den Elfmeter zu beleuchten: vom Lattenschuss bis zur Vorteilsbestimmung.

Beim 6:1 des FC Barcelona gegen Celta de Vigo griffen zwei Superstars ganz tief in die Trickkiste. Lionel Messi legte sich den Ball für seinen Elfmeter zurecht, lief an und passte den Ball gefühlvoll schräg nach vorne. Kein direkter Abschluss, sondern eine geniale Vorarbeit. Den überraschenden Pass versenkte der heraneilende Luis Suarez entspannt im Tor. Arrogant oder genial? Regelkonform oder nicht? Im Internet wird die Szene fleißig diskutiert.

FUSSBALL.DE klärt mit DFB-Lehrwart Lutz Wagner die wichtigsten Regelfragen zum Elfmeter und gibt unter anderem die Antwort darauf, warum Suarez' Treffer strenggenommen nicht hätte zählen dürfen.

Die Elfmeter-Regeln im Überblick

Aluminium: Trifft der Elfmeterschütze nur den Pfosten oder die Latte, ohne dass der Torhüter den Ball berührt, und der Ball springt zurück ins Feld, darf der Spieler den Ball nicht erneut berühren. Eine Doppelberührung ist in den Regeln verboten. Ein Mitspieler des Schützen darf den Nachschuss hingegen verwandeln.

Berührt der Torhüter den Ball vor oder nach dem Latten-/Pfostentreffer ist es auch dem Schützen selbst erlaubt, den Ball erneut aufs Tor zu schießen.


Abspielen: Lionel Messi machte es vor. Solange der Elfmeterschütze den Ball nach vorne passt, ist es seinem Mitspieler erlaubt, den Ball im Tor zu versenken. Die Voraussetzung ist jedoch, dass sich der Mitspieler nicht zu früh in Richtung Strafraum bewegt. Strenggenommen hätte Barcelonas Elfertrick also nicht zählen dürfen, da Suarez und ein Spieler von Celta de Vigo dem Ball zum Zeitpunkt des Schusses näher standen als 9,15 Meter (siehe Bild). Der Strafstoß hätte folglich wiederholt werden müssen.

Generell verboten ist diese Taktik, wenn der Elfmeterschütze den Ball querlegt oder zurückspielt. Denn der Ball muss bei der Ausführung nach vorne gespielt werden.


Abstand: Alle Spieler – mit Ausnahme des Schützen – müssen zum Zeitpunkt des Schusses 9,15 Meter vom Ball entfernt sein. Diese Regel erfordert die kreisförmige Markierung am Strafraum. Außerdem dürfen sich Spieler nicht vor dem Ball aufhalten, selbst wenn sie den Abstand von 9,15 Meter einhalten.


Torhüter: Vor der Ausführung des Elfmeters muss sich der Torhüter auf der Torlinie befinden. Während ihm seitliche Bewegungen erlaubt sind, darf er sich erst zeitgleich mit dem Schuss nach vorne bewegen, um den Winkel zu verkürzen.


Vorteilsbestimmung: Auch beim Elfmeter findet die Vorteilsbestimmung Anwendung. Diese rückt in den Mittelpunkt, wenn entweder Spieler zu früh in den Strafraum laufen oder der Torhüter sich zu früh von der Torlinie bewegt. Alle möglichen Entscheidungen im Überblick:

  • Schütze trifft, ein oder mehrere Gegenspieler laufen zu früh in den Strafraum  → Tor (Vorteilsbestimmung)
  • Schütze verschießt, ein oder mehrere Gegenspieler laufen zu früh in den Strafraum  → Wiederholung
  • Schütze trifft, ein oder mehrere Mitspieler laufen zu früh in den Strafraum  → Wiederholung
  • Schütze verschießt, ein oder mehrere Mitspieler laufen zu früh in den Strafraum →kein Tor, indirekter Freistoß für die verteidigende Mannschaft (unter Beachtung der Vorteilsbestimmung: entstünde bspw. ein aussichtsreicher Konter, kann der Schiedsrichter das Spiel auch weiterlaufen lassen)
  • Schütze trifft, der Torhüter bewegt sich zu früh nach vorne  → Tor (Vorteilsbestimmung)
  • Schütze verschießt, der Torhüter bewegt sich zu früh nach vorne  → Wiederholung
  • Falls Spieler beider Mannschaften zu früh in den Strafraum laufen, wird der Elfmeter wiederholt, egal ob der Schuss im Tor landete oder nicht         

Schiedsrichter: In besonders kuriosen Fällen gerät beim Elfmeter sogar der Schiedsrichter in den Mittelpunkt. So geschehen bei der DjK Balzfeld. Beim Elfmeterschießen im Aufstiegsspiel schoss ein Spieler den Ball an den Pfosten, wovon er ans Bein des Schiedsrichters prallte, um anschließend ins Tor zu rollen. DFB-Lehrwart Lutz Wagner hatte damals auf FUSSBALL.DE aufgeklärt : "Die Prämisse beim Strafstoß heißt: Wirkung abwarten. Dies gilt zum Beispiel für den Fall, wenn der Ball gegen den Pfosten geht, dann gegen den auf der Torlinie befindlichen Torwart prallt und erst dann ins Tor. In diesem Fall wäre das Tor gültig.

Was hier (in Balzfeld) passierte, ist aber etwas anderes. Die Wirkung ist vorbei, denn der Ball bewegt sich einige Meter vom Tor weg in die Richtung des Schiedsrichters, der weit weg steht. Allein er ist die Ursache, dass der Ball ins Tor geht. Dies hat nichts mehr mit der eigentlichen Strafstoßausführung zu tun." Also kein Tor.

Die gleiche Aktion hätte bei einem Elfmeter in der regulären Spielzeit allerdings eine andere Konsequenz gehabt: nämlich Tor. Da der Ball nach dem Kontakt mit dem Pfosten wieder im Spiel gewesen wäre, hätte die Regel gegriffen: "Der Schiedsrichter ist Luft."

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