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Teamansprache |31.07.2019|13:00

Motivator Okyere: "Menschen inspirieren"

Alexander Okyere (Mitte): "Fußball findet zum größten Teil im Kopf statt. Da will ich dabei sein."[Foto: FC Bayern Alzenau/Andreas Trageser]

Wie kommt ein Fußballer aus der 4. Liga in die Schlagzeilen, obwohl er gar nicht gespielt hat? Alexander Okyere vom Aufsteiger FC Bayern Alzenau ist dies mit seiner eindrucksvollen Motivationsrede vor dem Saisonstart in der Regionalliga Südwest gelungen. Vor der Partie beim Meisterschaftsanwärter FC 08 Homburg "pushte" der 19-Jährige sein Team in der Kabine dermaßen, dass der vermeintliche Underdog sensationell 2:1 gewann. Das Video sorgte im Internet für jede Menge Aufmerksamkeit und Klicks.

Für Okyere, der zuvor in der Staffel Süd/Südwest der A-Junioren-Bundesliga für Eintracht Frankfurt am Ball war, ist das nichts Ungewöhnliches. Schon bei der Eintracht fiel der Rechtsverteidiger durch seine Motivationskünste im Abstiegskampf auf. Erst danach und vielleicht auch deshalb wurde sein jetziger Trainer Angelo Barletta auf ihn aufmerksam. Bei Instagram betreibt Alex Okyere einen Channel mit dem Titel "@comebackmotivation". Die Anzahl der Follower verdoppelte sich innerhalb kürzester Zeit. Im FUSSBALL.DE -Interview spricht er über seine Leidenschaft, Vorbilder und Zukunftspläne.

FUSSBALL.DE: Wie kam es, dass Sie als 19-Jähriger in der Kabine das Wort ergriffen haben, Herr Okyere?

Alexander Okyere: Nach der Rede unseres Trainers Angelo Barletta wollte ich die Mannschaft noch einmal auf die schweren 90 Minuten in Homburg einschwören.

"Viele andere im Team hatten mich so noch nicht erlebt, waren allesamt total verblüfft".

Wie haben vor allem die Neuzugänge auf Ihren Auftritt in der Kabine reagiert?

Okyere: Torhüter Daniel Endres, Serkan Firat, Dren Hodja und viele andere im Team hatten mich so noch nicht erlebt, waren allesamt total verblüfft. Daniel Endres, der schon unzählige Profispiele auf dem Buckel hat, sagte mir hinterher, dass er noch nie eine so geile Ansprache gehört hat.

War das mit dem Trainer abgestimmt und war er in der Kabine dabei?

Okyere: Ja und Nein. Er hat mich auch aufgrund meiner Motivationskünste zu sich ins Team geholt und gibt mir volle Rückendeckung. In der Kabine war er aber nicht dabei.

Das müssen Sie erklären!

Okyere: Ich war zu meiner Zeit in der A-Junioren-Bundesliga bei Eintracht Frankfurt schon durch meine Ansprachen positiv aufgefallen. In der Saison 2017/2018 kämpften wir mit der Eintracht um den Klassenverbleib. Erst am letzten Spieltag haben wir es aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem SV Wehen Wiesbaden geschafft.

Und wie ist Angelo Barletta auf Sie aufmerksam geworden?

Okyere: Ex-Profi Armin Kraaz, der jetzt bei der Eintracht das Fußball-Leistungszentrum leitet, hatte sofort mein Potenzial erkannt, mich nach dem Klassenverbleib in einem Interview gelobt und gesagt, dass ich großen Anteil daran habe. Das hat sich herumgesprochen. Den Kontakt zu Angelo Barletta hat dann mein älterer Bruder Kofi Asamoah hergestellt, der damals von Barletta bei den Offenbacher Kickers trainiert wurde.

Waren Sie in der Aufstiegs-Saison schon beim FC Bayern Alzenau der "Motivations-Guru"?

Okyere: Tatsächlich. Im ersten Heimspiel in der Hessenliga gegen den VfB Ginsheim stand ich nicht im Kader, war aber auf der Platzanlage. Ich bin auch für die Musik in der Kabine zuständig, stelle daheim eine Playlist zusammen. Kurz vor Spielbeginn fragte mich Angelo, ob ich nicht eine Ansprache halten möchte. Nach dem 4:2-Sieg waren alle im Team von meinem Auftritt begeistert. Ich bin im Team voll akzeptiert, obwohl ich in der gesamten Aufstiegssaison nur ein Spiel absolviert habe.

Haben Sie in Sachen Motivator ein besonders Vorbild?

Okyere: Mein größtes Vorbild ist Eric Thomas, der in Amerika als Motivationstrainer ganz berühmt ist. Aber auch die Art von Jürgen Klopp finde ich super. Erfolg kann nur im Team funktionieren.

Verfolgen Sie eine ähnliche Karriere wie Ihr Vorbild Eric Thomas?

Okyere: Das ist mein Ziel. Ich möchte die Menschen inspirieren und kann mir durchaus vorstellen, dass im Fußball neben Sportpsychologen später auch noch Motivationstrainer benötigt werden. Fußball findet zum größten Teil im Kopf statt. Da will ich dabei sein.

Sie betreiben den Instagram-Channel "comebackmotivation". Wie kam es dazu?

Okyere: Meine Mannschaftskollegen sind schuld daran (lacht) . Sie haben mich animiert, meine Ansprachen auch auf anderen Plattformen zu verbreiten. Nach ihrer Ansicht kann oder soll ich nicht nur sie, sondern auch andere Fußballer dazu bringen, alles für den Erfolg zu tun. Mit meinem ehemaligen Teamkollegen Noah Schmitt, mit dem ich zusammen zur Schule gegangen bin und auch bei der Eintracht gespielt habe, betreibe ich diese Seite seit Anfang des Jahres. Vor dem Homburg-Video hatte ich 1900 Follower, jetzt sind es fast 3000.

Was lösen die Ansprachen bei Ihnen aus?

Okyere: Ich lege mir vorher kein Konzept zurecht. Es kommt auf die Situation an. Ich sage in diesen Momenten genau das, was ich denke. Durch Teamgeist, Willen und Leidenschaft haben wir uns in der vergangenen Saison gegen wesentlich finanzstärkere Vereine durchgesetzt und den Aufstieg geschafft. Wir sind ein kleiner Verein, dürfen uns aber nicht kleiner machen, als wir sind.

Wer hat das Homburg-Video aufgenommen?

Okyere: Das war purer Zufall. Tarik Sejdovic, der aktuell verletzt ist, hat das Video in der Kabine aufgenommen. Ich habe es gar nicht bemerkt. Als ich mir das Video ansah, habe ich Gänsehaut gekriegt. Daniel Endres, der bei Kickers Offenbach eine Legende ist, hat das Video geteilt und danach verbreitete es sich wie ein Lauffeuer.

Wie lauten Ihre Ziele für diese Saison?

Okyere: Sportlich will ich mich in die Mannschaft arbeiten und so viele Spiele wie möglich machen. Ich will der Mannschaft aber vor allem zum Erfolg verhelfen - ob nun mit meinen Qualitäten auf dem Platz oder mit meinen Ansprachen.

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