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Startschuss |21.07.2020|13:00

Neu: Frauen und Mädchen kicken auf Schalke

Vorfreude: Der FC Schalke 04 bringt erstmals eine Frauenmannschaft an den Start.[Foto: Heiko Buschmann]

Fast 250 Kilometer ist Leonie mit ihrem Vater gefahren, um 90 Minuten zu laufen, passen und ein wenig zu kicken. Es ist allerdings nicht irgendein Spielchen hier an diesem 18. Juli, einem Samstag.

Der FC Schalke 04 hat zum Sichtungstraining für seine neu gegründete Frauen- und Mädchenfußball-Abteilung gebeten. Über 200 Bewerbungen sind seit dem 1. Juli eingegangen, die Marcel Neuer, der ältere Bruder des Weltmeisters Manuel Neuer, im Rahmen seiner Aufgabe als Mitarbeiter einer Abteilung im Verein, die Corporate Social Responsibilty (CSR) heißt, sorgfältig geprüft und bearbeitet hat.

100 Mädchen und Frauen im Alter zwischen zwölf und 45 Jahren sind an diesem Tag zum Vorspielen auf dem Schalker Trainingsgelände mit bestem Blick auf die nahe Arena gekommen. Viele aus Gelsenkirchen und Umgebung, manche aber auch mit einer halben Tagestour hinter sich. "Ich wollte mal etwas neues ausprobieren", sagt Leonie.

Die 14-Jährige spielt seit ihrem achten Lebensjahr Fußball, bisher bei MF oder beim RSV Göttingen. Um für Schalke zu spielen, ist manchen kein Weg zu weit. An den kommenden beiden Samstagen finden zwei weitere Sichtungstrainings für weitere über 100 Kickerinnen statt, die besten 50 dürfen bleiben und ab Mitte September dann im königsblauen Trikot um Punkte spielen.

"Da sind sogar einige dabei, die in der Jugend-Bundesliga gespielt und anscheinend nur darauf gewartet haben, ihre Karriere jetzt auf Schalke fortsetzen zu können"

Start ganz unten - in der Kreisliga B

"Wir wussten ja vorher nicht, wer sich bei uns anmeldet und sind sehr positiv überrascht, sowohl von der Resonanz allgemein als auch von dem Niveau beim Sichtungstraining hier", betont Boris Liebing. "Da sind sogar einige dabei, die in der Jugend-Bundesliga gespielt und anscheinend nur darauf gewartet haben, ihre Karriere jetzt auf Schalke fortsetzen zu können."

Der 42-Jährige, im Verein unter anderem auch für die Walking-Footballer zuständig, wird die erste Frauenmannschaft des FC Schalke 04 trainieren. Außerdem geht zur Saison 2020/2021 ein Perspektivteam in den Spielbetrieb. "Wir wollen bewusst ganz unten anfangen und sehen uns nicht in Konkurrenz zu den bestehenden Frauen- und Mädchenfußball-Abteilungen der anderen Vereine in Gelsenkirchen und Umgebung", bemerkt Bodo Menze.

Der 67-Jährige ist mit Blick auf die altehrwürdige Glückauf-Kampfbahn aufgewachsen, in der Schalke in seiner Glanzzeit in den 1930er- und 40er-Jahren eine Deutsche Meisterschaft nach der anderen in den Ruhrpott holte. Seit 1964 ist er S04-Mitglied, spielte in der Jugend für die "Knappen" und war nach seiner Ausbildung an der Sporthochschule Köln zum Fußballlehrer Trainer beim Fußballverband Niederrhein in Duisburg. Ab 1991 baute er die seinerzeit dahin dümpelnde Nachwuchsabteilung des Bundesligisten komplett neu auf und stellte hauptamtliche Trainer ein. Einer von ihnen: Norbert Elgert, Entdecker und Förderer unter anderem der Weltmeister Manuel Neuer, Benedikt Höwedes, Mesut Özil und Julian Draxler oder Bayern-Neuzugang Leroy Sané.

Fast drei Jahrzehnte später ist Menze nun wieder bei einem Schalke-Projekt von Beginn an federführend dabei - und öffnet sich bewusst dem Breitensport. Neben dem Profifußball hat der Klub auch eine Basketball-, Handball-, Leichtathletik-, Tischtennis- und Ski-Abteilung, außerdem gibt es Esports, Blindenfußball sowie eine Schiedsrichter-Abteilung um Marcel Neuer.

Die Überlegungen, wie viele andere Bundesligisten auch Frauenfußball ins Programm aufzunehmen, gibt es schon länger. Dabei wurden auch Kooperationen mit anderen Vereinen geprüft, die sich bereits in dem Bereich etabliert haben. Unter anderem gab es Gespräche mit dem ambitionierten Regionalligisten 1. FFC Recklinghausen, doch der Schalker Weg ist ein anderer. "Wir wollen kein Nachwuchsleistungszentrum werden, sondern an einem Ort, wo Fußball so viel bedeutet, Mädchen und jungen Frauen eine spielerische Heimat geben", erklärt Peter Knäbel.

Popp lernte auf Schalke

Der Ex-Profi, in der Jugend bei Borussia Dortmund sowie beim VfL Bochum ausgebildet und später 108-mal in der Bundesliga am Ball, ist Senior Direktor der "Knappenschmiede". Wie Menze weiß er, dass die Strukturen stimmen müssen, um etwas entwickeln zu können. So kickte einst eine gewisse Alexandra Popp, Olympiasiegerin von 2016 und Serienmeisterin mit dem VfL Wolfsburg, als Schülerin der Gesamtschule Berger Feld im Schalker Fußballprojekt für talentierte Mädchen und Jungen.

Gespielt werden soll künftig in der Glückauf-Kampfbahn, "der Wiege des Vereins", wie Bodo Menze sagt. Es wäre ein weiterer historischer Moment an diesem geschichtsträchtigen Ort, eben das erste Spiel eines Frauenfußball-Teams des FC Schalke 04.

Rein sportlich steckt der Klub dann allerdings in einer Zwickmühle. Zwar will man den Amateurvereinen in Gelsenkirchen wie Horst 08, SSV Buer oder Erle 08 mit ihren Frauen- und Mädchenfußball-Abteilungen nicht das Wasser abgraben, aber als Schalke 04 hat man halt einen gewissen Ruf zu verteidigen. "Wenn wir haushoch gewinnen, ist es komisch. Wenn wir haushoch verlieren, natürlich auch", nickt Boris Liebing.

Bolzplatztraining im Schatten der Zeche

Fußballerinnen, die hier beim ersten Anlauf durchs Raster fallen, haben übrigens dennoch eine weitere Chance, sich ins Notizbuch der Schalker Talentspäher zu kicken. Schalke lädt nämlich in den Schulferien auf den Bolzplatz. Noch dreimal bis einschließlich zum 6. August findet jeweils an Donnerstagen morgens um 10 Uhr auf zwei verschiedenen Bolzplätzen im Schatten der ehemaligen Zechen Hugo und Consolidation ein ungezwungenes Training für Mädchen von sechs bis 15 Jahren statt. Außerdem geben eben dort jeden Montag, Mittwoch und Freitag lizenzierte Trainer der "Knappenschmiede" und S04-Fußballschule kostenlose Einheiten für Mädchen und Jungs im Alter U 10 und U 15.

Ob sich die 14-jährige Leonie gleich für das Schalker Perspektivteam empfehlen konnte, wird sich erst nach dem 1. August entscheiden. Ansonsten muss sie vielleicht noch einmal den weiten Weg von Göttingen nach Gelsenkirchen auf sich nehmen, um beim Bolzplatztraining dabei zu sein. Ob gar ein Umzug von Niedersachsen ins Revier in Frage käme, um für Schalke zu spielen? "Warum nicht?", sagt sie und ihr Papa lächelt.

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