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Familienbande |10.08.2016|14:15

Niklas Ginter: Eher großer Bruder als Berater

Zwei Brüder, zwei Fußballer: Niklas (Bild Mitte, links) und Matthias Ginter begannen als Fans des SC Freiburg mit dem Fußball. Gemeinsam bejubelten sie 2014 in Rio de Janeiro den Weltmeistertitel (Bild rechts oben). Niklas Ginter, einst in Freiburg auf dem Sprung in den Profifußball (Bild rechts unten), musste seine Karriere mittlerweile beenden. Im Moment ist Matthias bei den Olympischen Spielen in Rio auf Medaillenjagd (Bild links). [Foto: Fotos Getty, privat; Collage FUSSBALL.DE]

Matthias Ginter debütierte mit 18 Jahren in der Bundesliga, zwei Jahre später wurde er in Brasilien Weltmeister. Sein älterer Bruder Niklas dagegen musste seine Träume von der Profikarriere schon mit 22 aufgeben. Als Berater des Olympia-Kickers hat er es dennoch in den großen Fußball geschafft. Die neueste Folge unserer Serie „Familienbande“.

Es ist der 29. Mai 2009, als der SC Freiburg zum zweiten Mal den DFB-Junioren-Vereinspokal gewinnt. Der Gegner von Oliver Baumann, Oliver Sorg, Jonathan Schmid und Co. ist Borussia Dortmund mit Mario und Fabian Götze, den die von Christian Streich betreuten Jungs aus dem Schwarzwald mit 6:5 im Elfmeterschießen bezwingen. Unter den Torschützen in der regulären Spielzeit, die 2:2 endet, ist Niklas Ginter. Drei Jahre später holt auch sein jüngerer Bruder Matthias für den inzwischen fünfmaligen DFB-Junioren-Vereinspokal-Gewinner und -Rekordsieger Freiburg den Pott.

Doch während Borussia Dortmunds Profi „Matze“ inzwischen Weltmeister ist und heute abend in Brasilien mit der deutschen Olympia-Mannschaft der Männer gegen Fidschi um den Einzug ins Viertelfinale kämpft, hat sich sein Bruder Niklas aus dem aktiven Fußball schon verabschiedet.

Insolvenz mit Waldhof

"Matthias ist größer und war schon immer athletischer. Mir hat die Schnelligkeit gefehlt, um Profi zu werden"

Mit 18 Jahren noch auf dem Sprung in den Profifußball, mit 22 ein halber Sportinvalide: Die Fußballerkarriere von Niklas Ginter hat schnelle, jähe Wendungen erlebt. Als Knirps schießt der in Freiburg geborene heute 26-Jährige beim SC March seine ersten Bälle. Über den FC Denzlingen geht es in der B-Jugend ins Nachwuchsleistungszentrum des SC Freiburg. „Mein Bruder war ein Spätzünder“, urteilte „Matze“ vor vier Jahren im Interview mit Spox , als er im beschaulichen Schwarzwald selbst gerade zum Überflieger avancierte.

Während Matthias mit 18 Jahren für den SC Freiburg in der Bundesliga debütiert, ist für Niklas Ginter die Karriere schon fast vorbei. Aus der Freiburger Jugend wechselt er zum damaligen Regionalligisten Waldhof Mannheim, der nach der Saison Insolvenz anmeldet und seine Spieler nicht mehr bezahlen kann.

Niklas Ginter schließt sich dem SV Endingen in der Verbandsliga Südbaden an, wo sein Vater Thomas früher einmal Trainer war. Mit 21 erleidet der zentrale Mittelfeldkicker einen Kreuzbandriss, schon vorher hat er häufiger Probleme mit einer komplizierten Leistenverletzung. Eine Station und einen weiteren Kreuzbandriss später, beim FC Denzlingen , ist für ihn mit 22 Jahren Schluss. „Ich habe für mich entschieden, dass die Gesundheit vorgeht und legte dann den Fokus voll auf mein Studium und meine berufliche Zukunft“, sagt Niklas Ginter und meint: „Wenn die Verletzungen und die Insolvenz in Mannheim nicht gewesen wären, hätte ich es vielleicht in die 3. Liga geschafft, aber höher nicht.“

Scout bei der Borussia

Technisch seien er und sein Bruder zwar beide gleich gut gewesen, „aber Matthias ist größer und war schon immer athletischer. Mir hat die Schnelligkeit gefehlt, um Profi zu werden.“ Missgunst gegenüber dem „kleinen“ Bruder ist Niklas fremd, im Gegenteil: „Ich bin stolz darauf, was er erreicht hat, und natürlich war der WM-Gewinn 2014 für unsere gesamte Familie das Highlight schlechthin.“ Nach dem Finale im berühmten Maracana-Stadion stürmte Niklas an die Seitenbande, um mit seinem Bruder, dem frisch gebackenen Weltmeister, den deutschen Sieg zu feiern.

Niklas Ginter aber geht seinen eigenen Weg, das duale Sportmanagement-Studium an der IBA-Freiburg, einer Privatuni, ist zu der Zeit weit fortgeschritten und die Perspektive, auch anderweitig im Fußball seine Erfüllung zu finden, nicht schlecht. Sein Ausbildungsbetrieb während des Studiums ist der SC Freiburg, aber als Matthias im Sommer 2014 das heimische Nest in Richtung Dortmund verlässt, wagt Niklas ebenfalls einen Neuanfang – allerdings bei der anderen Borussia. „In Mönchengladbach habe ich zwei Jahre als Scout gearbeitet und wertvolle Erfahrungen im Fußball gesammelt“, berichtet Niklas Ginter.

Die Wege der Brüder haben sich zwar nie richtig getrennt, doch inzwischen hat sich ihr Kreis wieder geschlossen. Seit Sommer dieses Jahres ist Niklas Ginter für die International Sports Management GmbH tätig, eine Beraterfirma. Einer der Kunden der ISMG ist: Matthias Ginter. Niklas: „Wir betreuen meinen Bruder im Team mit meinen Kollegen Gordon Stipic-Wipfler und Dirk Pietroschinsky. Und dass ich nun zum Team dazugehöre, ändert nichts an unserem Verhältnis. Ich sehe mich auch nicht als sein Berater, sondern bin nach wie vor einfach sein Bruder.“

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