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Ex-Torjägerin |18.09.2019|10:30

Oberliga-Trainerin Grings: "No risk, no fun"

Inka Grings (links): "Die Saison ist noch lang und unsere Entwicklung im Prozess."[Foto: imago images / Herbert Bucco]

Sieben Spiele, sieben Siege: Besser hätte der Saisonstart in die Oberliga Niederrhein für den SV Straelen und Trainerin Inka Grings nicht laufen können. Die Ex-Nationalspielerin und zweimalige Europameisterin war dem Verein auch nach dem Abstieg aus der Regionalliga West treugeblieben. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht die 40-Jährige über Ihren Job im Männerfußball.

FUSSBALL.DE: Sieben Siege in sieben Spielen. Mal ehrlich: Hätten Sie mit einem solchen Saisonstart gerechnet, Frau Grings?

Inka Grings: Nein, in der Form sicherlich nicht. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga West hat sich unser Kader stark verändert. Wir haben eine fast komplett neue Mannschaft. Mit den ersten Siegen ist dann unser Selbstvertrauen gestiegen. Wir bilden uns aber nichts auf den Start ein und bleiben bescheiden. Die Saison ist noch lang und unsere Entwicklung im Prozess.

Wie lange dauerte es, bis Sie den Abstieg verarbeitet hatten?

"Mein persönliches Ziel ist es, im Profibereich als Trainerin zu arbeiten"

Grings: Den Klassenverbleib am letzten Spieltag nicht geschafft zu haben, war sehr bitter. Ich habe erst einmal eine Woche vom Fußball abgeschaltet. Danach haben Präsident Hermann Tecklenburg und ich gute Gespräche geführt, ob wir die Zusammenarbeit fortsetzen. Mir war wichtig, dass ich auch in der Oberliga mit den Rahmenbedingungen arbeiten kann, die ich mir vorstelle. Da in unserer Mannschaft einige Studenten und Auszubildende spielen, können wir oft auch vormittags trainieren. Pro Woche stehen in der Regel fünf Einheiten auf dem Programm.

Ist der Wiederaufstieg das erklärte Ziel?

Grings: Nach dem Saisonstart mit sieben Siegen aus sieben Spielen etwas anderes zu sagen, wäre nicht glaubhaft. Wir betreiben Videoanalyse, erfassen die Laufdaten unserer Spieler und werten Sprints aus. Diesen Aufwand betreibt man nicht nur als Hobby. Mein persönliches Ziel ist es, im Profibereich als Trainerin zu arbeiten. Unsere Spieler sind ebenfalls ehrgeizig und wollen den maximalen Erfolg herausholen.

Wo sehen Sie die Gründe für den optimalen Start?

Grings: Wir haben nicht nur eine individuell starke, sondern auch homogene Mannschaft. Die Charaktere passen gut zueinander. Da wären beispielsweise Talente wie der 20-jährige Maximilian Funk oder erfahrene Spieler wie Adli Lachheb, der in seiner Karriere 72 Spiele in der 2. Bundesliga absolviert hat. Alle haben gemeinsam, dass sie bei meinen Erwartungen und meiner Arbeitsweise voll mitziehen. Damit sind wir nah am Profibereich.

Ihre Mannschaft hat in sieben Spielen bereits 25 Treffer erzielt. Macht sich bei der Spielweise die ehemalige Stürmerin in Ihnen bemerkbar?

Grings: Wir legen tatsächlich einmal die Woche besonderen Wert auf das Torschusstraining. Wir wollen mutig nach vorne spielen. Dabei ist es mein Naturell, Dinge auszuprobieren. Ganz nach dem Motto: No risk, no fun. Ich habe aber auch schon in meiner Trainerkarriere gelernt, dass die Chemie zwischen den Mannschaftsteilen stimmen muss. Eine Defensive, die der Mannschaft Struktur und Halt gibt, ist ebenfalls sehr wichtig.

Schauen die Spieler zu Ihnen als ehemalige Nationalspielerin, zweimalige Europameisterin und vielfache Torschützenkönigin auf?

Grings: In den Gesprächen mit den Zugängen habe ich schon gemerkt, dass die Spieler über meine aktive Karriere Bescheid wissen und es sie reizt, von meiner Erfahrung zu lernen. Ich habe im Fußball schon alle Facetten erlebt. Das allein macht aber noch keine erfolgreiche Trainerin aus mir. Allerdings reagiere ich in bestimmten Situationen vielleicht anders als jemand, der diese Erfahrungen nicht sammeln durfte.

Sie sind die einzige Frau, die aktuell eine Männermannschaft in den obersten fünf Ligen trainiert. Sehen Sie sich in einer Vorreiterrolle?

Grings: Ich bin in erster Linie Trainerin, die Spaß daran hat, ihren Beruf auszuüben. Wenn meine Leidenschaft anderen Frauen dabei hilft, sich ebenfalls für den Fußball zu begeistern und als Trainerin arbeiten zu wollen, freut mich das. Was das angeht, wandelt sich die Gesellschaft. Mein Eindruck ist, dass der Männerfußball sich mehr für Frauen öffnet.

Martina Voss-Tecklenburg, Ehefrau von Straelens Präsident Hermann Tecklenburg und Trainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, war als Teammanagerin auch schon beim SV Straelen tätig. Wie häufig tauschen Sie sich aus?

Grings: Wir haben ein sehr privates Verhältnis. Wir reden nicht unbedingt über den SV Straelen, sondern mehr über Fußball im Allgemeinen. Wenn ihr etwas auffällt, gibt sie mir eine Anregung. Genauso kann ich mich an sie wenden, wenn mir etwas auf dem Herzen liegt. Martina, mit der ich gemeinsam in der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gespielt hatte, und ihren Ehemann Hermann kenne ich nun schon seit mehreren Jahrzehnten. Hermann Tecklenburg war im April eigentlich für die Position als Sportliche Leiterin beim SV Straelen auf mich zugekommen. Nach den Gesprächen war dann aber klar, dass ich Trainerin werde.

Am Sonntag steht das Spitzenspiel beim drittplatzierten 1. FC Monheim an. Wie schätzen Sie die Aufgabe ein?

Grings: Die Vorfreude ist riesig. Genau das sind die Spiele, die wir haben wollen. Am vergangenen Wochenende gelang Monheim beim Tabellenzweiten SpVg Schonnebeck ein 2:2. Wir stellen uns also auf einen spielstarken Gegner ein. Auch wenn es sich nach einem 4:0 gegen den FC Kray vielleicht nicht so anhört, müssen wir unsere fahrlässigen Phasen noch weiter abstellen.

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