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|16.05.2018|17:20

Playoff-Profi Pisot: "Es wird heiß hergehen"

David Pisot (l.): "Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen"[Foto: Imago]

Zwei Spiele oder mindestens 180 Minuten: Danach fällt zwischen dem Karlsruher SC, dem Tabellendritten der 3. Liga, und dem FC Erzgebirge Aue, der in der 2. Bundesliga auf Platz 16 gelandet war, die Entscheidung, wer in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga antreten darf. Den ersten Schritt dahin können beide Vereine am Freitag (ab 18.15 Uhr, live im ZDF, Eurosport Player und Eurosport 2 HD Xtra) im Hinspiel der Relegation machen. Der KSC kann dabei mit Abwehrspieler David Pisot auf einen echten "Experten" für die Entscheidungsspiele zurückgreifen. Der 30 Jahre alte Innenverteidiger nimmt bereits zum dritten Mal an der Relegation zwischen 2. und 3. Liga teil: Die Erinnerungen sind einmal positiv, einmal negativ.

Im DFB.de - Drittligainterview der Woche spricht David Pisot mit Mitarbeiter Dominik Dittmar über seine bisherigen Erfahrungen in der Relegation, den psychologischen Vorteil des Drittligisten und die anstehenden Duelle mit dem FC Erzgebirge Aue.

DFB.de: Am Freitag steigt das Hinspiel der Relegation gegen den FC Erzgebirge Aue. Ist die Aufregung im Team schon spürbar, Herr Pisot?

David Pisot: Bei uns überwiegt eindeutig die Vorfreude. Wir haben das erreicht, was wir uns gewünscht haben und wofür wir die gesamte Spielzeit hart gearbeitet haben. Nun sind wir extrem motiviert, die erfolgreiche Saison auch noch mit dem Aufstieg zu krönen.

DFB.de: Der Saisonstart verlief äußerst schleppend. Erst im Laufe der Hinserie nahm der KSC Fahrt auf. Ab wann haben Sie daran geglaubt, dass die Teilnahme an der Relegation noch möglich ist?

Pisot: Ich habe zu jeder Zeit daran geglaubt. Selbstverständlich hatten wir mit nur sechs Punkten aus den ersten sieben Spielen keinen guten Start. Allerdings wusste ich, welche Qualität in unserem Team steckt. Unter Trainer Alois Schwartz haben wir dieses Potenzial dann auch auf den Platz bekommen.

DFB.de: Sie haben bereits zweimal an einer Relegation zwischen der 2. Bundesliga und der 3. Liga teilgenommen. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Partien mit dem FC Ingolstadt 04 und dem VfL Osnabrück?

Pisot: Mit dem FC Ingolstadt 04 waren wir in der Saison 2009/2010 auch erst relativ spät auf den dritten Platz vorgerückt. Nach dem 1:0 im Heimspiel haben wir dann mit einem 2:0 bei Hansa Rostock den Aufstieg perfekt gemacht. Es war einfach ein überragendes Gefühl. Den schlechteren Ausgang habe ich aber auch schon miterlebt. Mit dem VfL Osnabrück konnten wir zwar das Hinspiel gegen Dynamo Dresden 1:0 gewinnen. Allerdings hatten wir noch einen Handelfmeter verschossen und dann im Rückspiel 0:2 das Nachsehen.

DFB.de: Welche Tipps haben Sie für Ihre Mitspieler?

Pisot: Vor allem dürfen wir uns nicht verrückt machen lassen. In der Relegation müssen wir im Vergleich zu den Ligaspielen nichts Besonderes machen, sondern "nur" unsere Qualitäten auf den Platz bringen. Mit unserem Defensivverhalten und unserem Umschaltspiel sind wir in der Lage, uns im Hinspiel eine gute Ausgangssituation zu erarbeiten.

DFB.de: In bislang neun Relegationsduellen konnte sich der Drittligist siebenmal durchsetzen. Hat der bislang unterklassige Teilnahme einen Vorteil?

Pisot: Zumindest einen psychologischen. Der Zweitligist hat deutlich mehr zu verlieren, im Verein geht es oft um Existenzen. Als Drittligist kann man dagegen auf eine gute Saison zurückblicken und mit Selbstvertrauen in die Entscheidungsspiele gehen. Unser Trainer Alois Schwartz hat gesagt: Wir dürfen die Relegationsspiele bestreiten, während Erzgebirge Aue nachsitzen muss.

DFB.de: Wo sehen Sie die größten Unterschiede im Vergleich zu Punktspielen?

Pisot: Die Aufmerksamkeit ist noch einmal größer. Die Partie wird bundesweit zu sehen sein, die Stadien sind ausverkauft. Die Anspannung ist auch etwas größer. Allerdings wollen wir diese in einen positiven Druck umwandeln.

DFB.de: Wäre ein Aufstieg mit dem KSC für Sie als gebürtiger Karlsruher etwas Besonderes?

Pisot: Definitiv. Für mich hat sich im Sommer mit meinem Wechsel zurück nach Karlsruhe der Kreis geschlossen. Auch nach meiner Zeit in der U 17 habe ich den KSC immer verfolgt. Wenn wir jetzt auch noch den Aufstieg schaffen sollten, wäre das ein extrem schönes Erlebnis. Mit nun 30 Jahren ist es für mich nicht selbstverständlich, eine solche Chance noch einmal zu bekommen.

DFB.de: Das 2:3 im letzten Ligaspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena war aber sicherlich nicht der Abschluss, den Sie sich gewünscht hatten, oder?

Pisot: Das haben wir uns selbstverständlich anders vorgestellt. Wir sind zunächst gut in die Partie gekommen und früh in Führung gegangen. Allerdings haben wir danach zu naiv gespielt und viele Möglichkeiten zugelassen. Das war für uns völlig untypisch. Die Partie ist aber abgehakt. Ich bin davon überzeugt, dass uns das nicht erneut passieren wird.

DFB.de: Der KSC blieb in dieser Spielzeit in bemerkenswerten 21 Partien ohne Gegentor. Wird die Defensive auch gegen Aue besonders wichtig sein?

Pisot: Gerade wegen der Auswärtstorregel müssen wir kompakt stehen. Mit einem Treffer auf dem gegnerischen Platz kann schließlich schon ein Unentschieden für die 2. Bundesliga ausreichen. Aber auch in der Offensive haben wir uns mit acht Treffern in den vergangenen vier Partien sehr gut präsentiert. Neben den spielerischen Elementen wird es aber auch auf die Mentalität ankommen. In der Relegation müssen wir die Zweikämpfe noch intensiver führen. Da wird es in den Duellen heiß hergehen.

DFB.de: Wie schätzen Sie den FC Erzgebirge Aue ein?

Pisot: Erzgebirge Aue verfügt über eine spielstarke Mannschaft. Das Team ist am letzten Spieltag unglücklich auf den Relegationsplatz abgerutscht, obwohl Aue beim 0:1 in Darmstadt deutlich mehr Ballbesitz und die besseren Chancen hatten. Mit Pascal Köpke und Dimitrij Nazarov verfügt der FC Erzgebirge über gute Offensivleute, die außerdem noch eine KSC-Vergangenheit haben. Christian Tiffert und Sebastian Hertner kenne ich aus meiner Zeit beim VfB Stuttgart.

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