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Joker stechen |21.05.2018|17:00

Pokalsieger Hastedt: Am liebsten gegen Werder

Erstmals im DFB-Pokal dabei: der BSC Hastedt.[Foto: imago/Nordphoto]

Als Neuling in der Bremen-Liga spielte der BSC Hastedt mit dem dritten Tabellenplatz bereits eine herausragende Saison. Die Krönung gelang dem Team der Zwillingsbrüder Gökhan und Samet Deli aber am "Finaltag der Amateure": Durch einen souverän herausgespielten 3:0 (1:0)-Erfolg gegen den Ligakonkurrenten Blumenthaler SV gewann Hastedt, vor zwei Jahren noch Bezirksligist, den Bremer Landespokal und darf sich nun im August im DFB-Pokal auf ein Heimspiel gegen einen Erst- oder Zweitligisten freuen.

"Wir wollten unbedingt die Ersten sein, die mit Hastedt in den DFB-Pokal einziehen. Selbst der Vorgängerverein Hastedter TSV hatte das während seiner langen Geschichte nie geschafft", sagt Gökhän Deli, der um vier Minuten jüngere Zwilling, gegenüber FUSSBALL.DE. Sein Wunschgegner für die Hauptrunde ist auch schon klar: "Es wäre das Geilste, wenn wir im DFB-Pokal den Bundesligisten SV Werder Bremen zugelost bekämen. Unsere heimische Sportanlage liegt nur 400 Meter vom Bremer Weserstadion entfernt. Wenn dort ein Tor fällt, kriegt das bei uns jeder mit."

"Wir wollten unbedingt die Ersten sein, die mit Hastedt in den DFB-Pokal einziehen"

Dabei hatte das Bremer Pokalfinale vor 2400 Zuschauern auf der Platzanlage des Landesligisten TuS Komet Arsten (Egon-Kähler-Straße) für den BSC Hastedt zunächst alles andere als gut begonnen. Verletzungsbedingt musste Kapitän und Abwehrspieler Sedat Yücel, der einst beim FC Oberneuland schon Regionalliga-Erfahrung gesammelt hatte, nach nur 20 Minuten ausgewechselt werden. Für ihn kam Dickson Onyeulo.

Vom Ausfall seines Spielführers zeigte sich der BSC aber nicht geschockt. Im Gegenteil! Hastedt blieb am Drücker - und belohnte sich mit dem Führungstor. Ausgerechnet Angreifer Elmehdi Faouzi (33.), der aus der Jugend des Blumenthaler SV hervorgegangen war und noch bis 2016 für den BSV am Ball war, sorgte für das umjubelte 1:0.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit musste auch Blumenthal einen personellen Rückschlag hinnehmen. Torjäger Tim Pendzich blieb mit Knieproblemen in der Kabine und musste von außen mit ansehen, wie Hastedt die Partie weiterhin bestimmte. Die logische Folge waren die beiden weiteren Treffer. Erst lief der eingewechselte Affamefuna-Michael Ifeadigo (70.) völlig alleine auf das Blumenthaler Tor zu, umkurvte BSV-Schlussmann Jascha Tiemann und schob die Kugel über die Linie. Kurz vor Schluss beseitigte dann Florent Aziri (88.) auch die letzten Zweifel am Hastedter Triumph und sorgte für ausgelassenen Jubel beim Oberliga-Neuling.

Verschiebt Torjäger Saghey-Bi-Ria sein Karriereende?

Gut möglich, dass jetzt auch Hastedts Torjäger Iman Saghey-Bi-Ria sein eigentlich schon verkündetes Karriereende noch einmal überdenkt. Der 33-Jährige spielte früher für den iranischen Profiklub Paykan Teheran. Der Deutsch-Iraner, der bereits dreimal zu Bremens „Amateurfußballer des Jahres“ gewählt wurde, ist eine echte Tormaschine. Für seinen ehemaligen Verein Bremer SV traf er in insgesamt 125 Spielen 155-mal, sicherte sich 2012 (28 Tore), 2013 (44) und 2014 (48) dreimal in Folge die Torjägerkrone. In der gerade abgelaufenen Saison waren es ebenfalls beachtliche 25 Treffer. "Ich bin einfach überglücklich, dass wir den Pokal hochverdient gewonnen haben. Jetzt hoffen wir auf ein Duell mit einem Erstligisten. Wir werden sehen, ob ich dann noch dabei bin", so Saghey-Bi-Ria nach dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Der Blumenthaler SV verpasste die Chance, erstmals nach 1981 wieder in den DFB-Pokal einziehen. Damals unterlag der achtmalige Bremer Pokalsieger - der letzte Titel liegt allerdings schon exakt 40 Jahre zurück - in der ersten Runde dem SC Pfullendorf 0:2.

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