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Kultfiguren des Amateurfußballs|22.08.2014|09:00

Rainer Gangelhoff: Hombergs "Herr der Dinge"

Ein Mann und sein Verein: Rainer Gangelhoff und der VfB Homberg. [Foto: Rüdiger Zinsel]

Wer erleben will, was fußballverrückt bedeutet, sollte beim VfB Homberg vorbeischauen. Denn hier wirkt Rainer Gangelhoff. Der 57-Jährige ist Betreuer und Zeugwart beim Oberligisten und gilt als Urgestein des Vereins aus dem Duisburger Westen. "Ich bin eigentlich jeden Tag für den Verein da. Es gibt immer was zu tun. Viermal pro Woche ist Training, da bin ich natürlich auch für unsere Spieler da. Aber der Höhepunkt ist der Spieltag – da muss alles reibungslos funktionieren", sagt die "gute Seele" des Fünftligisten.

Keiner kennt die Jungs aus der "Ersten" so gut wie Rainer Gangelhoff. "Der eine will sein Pausengetränk mit Kohlensäure, der andere ohne. Dann gibt’s den Feinschmecker, der wünscht ein spezielles Iso-Getränk. Und der nächste bevorzugt Apfelschorle als Fitmacher", plaudert "Gangel" aus dem Nähkästchen. Den Wünschen kommt er gerne nach. Alles im Service inbegriffen. "Ist egal – alle sollen versorgt sein", sagt er nur.

"Definitiv unverzichtbar"

Genauso gut sortiert zeigt sich der "Herr der Dinge" in Sachen Ausrüstung: "Die Trikots werden schon am Vorabend des Spiels sortiert, damit vor dem Match alles zügig läuft. Und die richtigen Fußballschuhe habe ich sowieso immer griffbereit", erzählt Rainer Gangelhoff. Die Kickstiefel hat der fußballverrückte Homberger auch viele Jahre selbst geschnürt. "Angefangen habe ich in der Jugend bei Hochheide 08. Später habe ich 15 Jahre für den SV Scherpenberg gespielt – bis Bezirksliga", berichtet der einstige Mittelfeld-Allrounder. "Nach der aktiven Zeit habe ich bei den Alten Herren des VfB Homberg angeheuert. Seitdem bin ich auch Betreuer der Ersten Mannschaft." Er spricht über eine Spanne von 21 Jahren.

"Er hat einmal drei Wochen lang gefehlt, da haben wir so richtig gespürt, was er leistet"

In dieser Zeit hat er sich weit mehr als nur etabliert. Abteilungsleiter Wolfgang Graf weiß, was er an Zeugwart Gangelhoff hat. "Der Rainer ist definitiv unverzichtbar!", sagt er. "Er hat einmal drei Wochen lang gefehlt, da haben wir so richtig gespürt, was er leistet. Wir haben seine vielen Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt und die Situation mit Mühe und Not gemeistert." In welche Verlegenheit der Betreuer sein Klub stürzte, macht er selbst klar. "Ich habe 21 Jahre lang kein einziges Spiel unserer 'Ersten' versäumt; kein Punktspiel, kein Testspiel, kein Freundschaftsspiel – nichts!", erzählt Rainer Gangelhoff stolz. Aber dann ist es passiert: "Ich musste wegen einer akuten Rückenwirbel-Entzündung ins Krankenhaus. Mann, waren das Schmerzen! Runter bis ins Bein. Da konnte ich nicht mehr, lag zwei Wochen im Homberger 'Bethesda'," erklärt der "Unverzichtbare" seinen Ausfall. "Selbst auf der Arbeit hatte ich vorher noch nie 'nen Krankenschein", berichtet der gelernte Klempner und Installateur, der viele Jahre in der Entsorgung eines großen Werkes tätig war und seit dessen Schließung seine Brötchen als Zeitungsbote verdient.

Treu ist Rainer Gangelhoff nicht nur dem Amateursport. Wenn sich "Gangel" dem Homberger PCC-Stadion an der Rheindeichstraße nähert, kündigt ein ganz besonderer Sound den nahenden Zeugwart an: Mit seinem schwarzen Mofa – Marke "Hercules" mit zwei Gängen – ist er seit Jahrzehnten unterwegs. "Ich horte seit Jahren die Ersatzteile dafür – kann man ja immer mal brauchen", sagt er und lässt auch hier den Zeugwart erkennen.

Bully-Wunsch

In aller Bescheidenheit äußert der Zeugwart aber auch mal einen Wunsch. Natürlich für seinen Klub. "Dass der VfB in der neuen Saison eine gute Rolle in der Liga spielt", sagt er und hält damit Maß. Etwas größer ist da fast schon ein anderer Gedanke. "Wir bräuchten mal so einen alten Wagen, einen Bully oder so, damit ich alle Klamotten zusammen abtransportieren kann. Jetzt muss das Zeug manchmal auf mehrere Autos verteilt werden", sagt er.

Inzwischen - drei Monate nach seiner unfreiwilligen Auszeit - ist der "Herr der Dinge" wieder fit. Die Zeit im Krankenhaus war fußballerisch doppelt schlimm für Rainer Gangelhoff. Denn nicht nur der VfB Homberg musste auf seine Dienste verzichten, auch seine andere "große Liebe" konnte er nur aus der Distanz verfolgen. "Ich bin absoluter Fan von Borussia Mönchengladbach", sagt der 57-Jährige mit leuchtenden Augen. "Das fing alles in der guten alten Zeit an – Netzer, Heynckes, Vogts. Schon damals war ich bei jedem Spiel dabei. Das geht bis heute so, bei Überschneidungen mit dem VfB gibt es ja Radio: Konferenzschaltung bei WDR 2", lässt er den Traditionalisten erkennen. Den gibt er übrigens auch in seinem Kerngeschäft. "Heute haben die ja alle ihre bunten Schuhe. Da blicken manche Spieler selbst nicht mehr durch. Aber ich weiß immer, welche Treter zu wem gehören. Zum Beispiel unser Jüngster: Der ist der einzige, der in den guten alten Schwarzen mit den weißen Streifen kickt."

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