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Letzte Chance |30.01.2020|15:30

Rankovic: Peinlichster Moment bei Guardiola

Vladimir Rankovic (M.): "Ich bin einfach froh, wieder kicken zu dürfen".[Foto: FC Memmingen]

Vladimir Rankovic (26) wurde beim FC Bayern München ausgebildet, spielte dort zusammen mit den Nationalspielern Emre Can (Deutschland) und Alessandro Schöpf (Österreich). Nach Profistationen bei Hannover 96, Erzgebirge Aue und Hansa Rostock kickt Rankovic ab sofort für den FC Memmingen in der Regionalliga Bayern. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht er über geplatzte Träume und die letzte Chance.

FUSSBALL.DE: Nach einigen Profistationen sind Sie nun für den FC Memmingen am Ball. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen, Herr Rankovic?

Vladimir Rankovic: Ich war während des zurückliegenden halben Jahres vereinslos. Damit hatte ich niemals gerechnet. Mit meiner Vita war ich mir sicher, im vergangenen Sommer einen Verein in der 3. Liga oder zumindest einen ambitionierten Regionalligisten zu finden. Jetzt bin ich einfach froh, wieder kicken zu dürfen. Außerdem war mir wichtig, in der Nähe meiner Frau zu bleiben, die schwanger ist. Wir erwarten im März ein Mädchen.

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Familienglück! Sie wohnen mit Ihrer Frau in Ihrer Geburtsstadt München?

"Das Besondere am Fußball ist, dass man nie weiß, was als Nächstes passiert"

Rankovic: Das ist richtig. Meine Frau hat fast durchgängig in München gelebt, weil sie dort arbeitet. Seit meinem Wechsel nach Hannover im Jahr 2014 waren wir immer weit voneinander entfernt. Es ist schön, dass sich das jetzt ändert. Von München aus bilden wir beim FC Memmingen eine Fahrgemeinschaft. Wir haben einige Spieler im Kader, die in München wohnen.

Ausgebildet wurden Sie neun Jahre lang beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München. Wie war die Zeit beim FCB?

Rankovic: Es gab für mich als Münchner nichts Schöneres, als im Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern zu spielen. Ich hatte viele hochklassige Mitspieler und Trainer. Wir haben unter anderem das Finale um die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft erreicht. Es war eine erfolgreiche und lehrreiche Zeit.

Von Ihren damaligen Teamkollegen haben einige den Durchbruch geschafft, unter anderem Nationalspieler Emre Can sowie die Bundesligaprofis Philipp Max vom FC Augsburg und Alessandro Schöpf vom FC Schalke 04. Haben Sie zu einigen Weggefährten beim FC Bayern noch Kontakt?

Rankovic: Ich habe mich immer mit allen Mannschaftskollegen gut verstanden, private Freundschaften gab es aber kaum. Zu Alessandro Schöpf hatte ich noch einige Jahre Kontakt, mit der Zeit dann aber auch immer weniger. Das ist im Fußballgeschäft normal, wenn man unterschiedliche Wege geht.

Wer war der beste Fußballer, mit dem Sie im Bayern-Nachwuchs je zusammenspielen durften?

Rankovic: Emre Can. Er kam in der U 17 zu uns und war ein Jahr jünger als die anderen. Dennoch wirkte bei ihm alles so einfach und lässig. Es hat den Anschein gemacht, dass ihm alles sehr leicht fällt. Sein Talent war riesig und ich habe damals sofort gesehen, dass er irgendwann mal ein erfolgreicher Profi wird. Bei ihm passte schon früh das Gesamtpaket - er ist körperlich robust, technisch versiert und hat ein exzellentes Spielverständnis.

Während Ihrer Zeit beim FC Bayern haben Sie unter der Regie von Pep Guardiola auch bei den Profis mittrainiert. Als was für einen Trainer haben Sie ihn kennengelernt?

Rankovic: Pep Guardiola ist ein detailverliebter Trainer, der es schafft, jeden einzelnen Spieler besser zu machen. Er vermittelt seinem Team eine unglaubliche Pass-Sicherheit und lässt beinahe ausschließlich mit dem Ball trainieren. Von Ausdauerläufen hält er nicht viel. Ich habe die Trainingseinheiten unter Guardiola genossen - auch wenn er für den peinlichsten Moment meiner Karriere gesorgt hat. (lacht)

Erzählen Sie uns mehr.

Rankovic: Ich hatte mein zweites Training bei den Profis, wir waren in der Allianz Arena. An dem Tag bin ich gerade einmal 19 Jahre alt geworden und war entsprechend sehr nervös. Auf einmal kam Pep Guardiola zu mir und sagte mir, dass ich aufstehen und eine Rede vor der Mannschaft halten solle. Auf gut Deutsch gesagt, hätte ich mir beinahe in die Hose gemacht. (lacht)

Was haben Sie gesagt?

Rankovic: Nicht viel. Ich habe mich bedankt, dass ich die Chance bekomme, bei den Profis mitzutrainieren und war dann froh, als es endlich vorbei war.

Zu einer großen Profikarriere reichte es für Sie bisher nicht. Wie traurig sind Sie darüber?

Rankovic: Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich wäre es nicht. Jeder strebt danach, so hoch wie möglich zu spielen. Ich war nah dran, im Profibereich langfristig Fuß zu fassen. Es ist insgesamt unglücklich gelaufen. Als ich 2014 zu Hannover 96 wechselte, war Tayfun Korkut dort Trainer. Ich habe schnell gemerkt, dass ich bei ihm keine Chance haben werde und deshalb den Wunsch nach einer Ausleihe geäußert. Bei Erzgebirge Aue habe ich viel gespielt und erstmals das Gefühl gehabt, im Profifußball angekommen zu sein. Dann hat mich aber eine Schambeinentzündung aus der Bahn geworfen und ich war lange verletzt. Es war schwer für mich, wieder zurückzukommen. In Hannover wurde ich zur U 23 geschickt. Deshalb ging ich 2017 in die 3. Liga zu Hansa Rostock.

Beim FC Hansa kamen Sie immerhin zu 40 Drittliga-Einsätzen, in Memmingen spielen Sie nun vorerst wieder in der 4. Liga. Sehen Sie den FCM als eine Zwischenstation an oder könnten Sie sich auch vorstellen, länger zu bleiben?

Rankovic: Das Besondere am Fußball ist, dass man nie weiß, was als Nächstes passiert. Allerdings ist das auch der Grund, warum ich die Station in Memmingen nun als letzte Möglichkeit ansehe, mich im höherklassigen Fußball zu etablieren. Ich bin mittlerweile 26 Jahre alt und gründe mit meiner Frau in wenigen Monaten eine kleine Familie. Es wird nicht mehr alles auf die Karte Fußball gesetzt. Im Sommer werde ich entscheiden, welchen Weg ich in der Zukunft gehen möchte. Spiele ich regelmäßig und bin mit Memmingen erfolgreich, kann ich mir durchaus vorstellen, dem höherklassigen Fußball treu zu bleiben. Ist das aber nicht der Fall, dann muss ich mich wohl damit abfinden, dem professionellen Fußball "Lebewohl" zu sagen. Dann werde ich mir Arbeit suchen, um mich um meine Familie kümmern zu können.

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