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Beim Ex-Klub |20.02.2019|09:45

Sané-Trainer: "Musste ihm Freiheiten lassen"

Denis Tahirovic (l.) trainierte Leroy Sané bereits in ganz jungen Jahren.[Foto: imago]

Er spielt bei einem der besten Klubs der Welt, sein Marktwert steht aktuell bei 100 Millionen Euro und für die Hälfte dessen hat ihn sein ehemaliger Verein in die stärkste Liga der Welt verkauft: Leroy Sané hat sich in den vergangenen Jahren von einem der heißesten Versprechen des Fußballs zu einem internationalen Topstar entwickelt. Am Mittwoch (21 Uhr) kehrt er mit seinem aktuellen Arbeitgeber, dem englischen Meister Manchester City, zu seinem Ex-Klub Schalke 04 zurück.

Als der heute 23-Jährige noch ein kleiner Junge ist, lernt ihn Denis Tahirovic kennen. Schon als Leroy Sané bei der  SG Wattenscheid 09  bei den Minis kickt, weiß der 33-jährige Kroate: "Das wird mal einer!" Gemeinsam mit Julia Wöstenhoff trainiert Tahirovic den Draufgänger im Nachwuchs des heutigen Regionalligisten und später auch noch in der Schalker Knappenschmiede.

Vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League sprach FUSSBALL.DE mit dem Ex-Profi, der nach seiner aktiven Zeit in der U 23 der Königsblauen mit Stationen in Slowenien, Kroatien, Ungarn, Bosnien-Herzegowina und Montenegro zu einem Weltenbummler in Sachen Fußball wird, ehe er 2013 nach Deutschland zurückkehrt und unter anderem bei den Amateurklubs  FC KraySSVg Velbert  und  FSV Duisburg  als Trainer beziehungsweise Sportlicher Leiter tätig wird.

FUSSBALL.DE: Denis Tahirovic, was können Sie uns über den kleinen Leroy Sané und seine Anfänge einst in Wattenscheid erzählen?

"Er war ein richtiger Straßenfußballer. Ihm war es egal, ob er privat mit seinen Kumpels auf dem Bolzplatz gekickt hat oder im Verein, wenn es um Punkte ging"

Denis Tahirovic:  Leroy ist vor allem durch seine Unbekümmertheit aufgefallen. Er war ein richtiger Straßenfußballer, der einfach immer nur kicken wollte. Ihm war es egal, ob privat mit seinen Kumpels auf dem Bolzplatz oder im Verein, wenn es um Punkte ging. Man musste ihm einfach seine Freiheiten lassen, dann war er am besten. Er war dribbelstark, schnell und vor allem sehr torgefährlich. Einfach ausgedrückt: überragend!

Und dann hat er die Gegner im Alleingang schwindelig gespielt?

Tahirovic:  So war es! Wir haben ja mit Wattenscheid im RevierCup auch gegen Schalke, Dortmund und Bochum gespielt. Normalerweise hattest du gegen den Bundesliga-Nachwuchs keine Chance, weil die eigentlich durchgehend die besseren Spieler hatten, aber wir hatten Leroy...

Sie haben zu der Zeit ja noch selbst in der Wattenscheider Jugend gespielt. Wie wurden Sie sein Trainer?

Tahirovic:  Leroy wurde mit fünf Jahren bei den 09-Minikickern angemeldet und hat dann bis zur U 9 in Wattenscheid gespielt. Weil ich gerne selber früh meine Erfahrungen als Trainer machen wollte, bin ich unter Julia Wöstenhoff Co-Trainer geworden. Als Leroy neun Jahre alt war, habe ich ihn dann mit nach Schalke genommen, wo ich in der zweiten Mannschaft gespielt habe und weiterhin bis zur U 12 sein Jugendtrainer war. Ich kann mich noch genau an eine typische Szene mit ihm bei einem Jugendturnier in Stuttgart erinnern. Wir hatten Anstoß und er guckt mich an, was er machen soll. Ich habe ihm zugenickt, er ist sofort losgedribbelt und hat direkt drei Sekunden später das Tor gemacht. So war Leroy, man musste ihn einfach laufen lassen.

Sein Vater Souleyman war selbst Fußballprofi und seine Mutter als Olympiamedaillen-Gewinnerin in der Rhythmischen Sportgymnastik ebenfalls erfolgreiche Sportlerin. Welchen Anteil haben die Eltern an seinem Werdegang?

Tahirovic:  Natürlich einen sehr großen, aber für Leroy war es auch wichtig, dass ihn seine Eltern in Ruhe haben machen lassen. Sie haben ihn gefördert, aber er sollte früh eigenständig werden. Als er nach Schalke gewechselt ist, musste er zum Beispiel schon mit 12 oder 13 mit der Straßenbahn zum Training fahren. Manchmal hatte er seine Klamotten schon an und nur die Fußballschuhe und einen Ball in seiner Tasche. Nach dem Training wollte er dann nicht duschen, sondern sofort wieder nach Hause und weiter mit seinen Freunden kicken. Als wir ihm gesagt haben, dass es dazu gehört, gemeinsam mit den Mitspielern in die Kabine zu gehen und eben dort zu duschen, hat er das dann auch verstanden und direkt umgesetzt. Ein echter Teamplayer! Aber außerhalb des Fußballplatzes ließ er gerne auch mal den Clown raushängen, dadurch wollte jeder seiner Mannschaftskameraden in der 'Nachspielzeit' mit ihm die Zeit verbringen  (lacht) .

Auf Schalke ist er trotzdem erst im zweiten Anlauf so richtig durchgestartet.

Tahirovic:  Da hatte er plötzlich viele richtig gute Jungs in seiner Mannschaft, was ihn fußballerisch noch einmal einen richtigen Schub gegeben hat. Doch auch da war es wichtig, ihn laufen zu lassen und ihn nicht zu sehr mit taktischen Vorgaben zu belasten. Als er auf Schalke nicht mehr so richtig zum Zuge kam, ist er für drei Jahre nach Leverkusen gegangen und erst in der U 17 nach Schalke zurückgekehrt und dort Profi geworden. Sein großer Förderer Norbert Elgert hat immer viel Wert auf Disziplin und Teamspirit gelegt, das war für einen Freigeist wie Leroy auch mal problematisch. Letztlich hat ihm auch Norbert Elgert größtmögliche Freiheiten gelassen, so sind die Schalker dann auch 2015 Deutscher A-Juniorenmeister geworden.

Da hatte er sein Bundesliga-Debüt schon hinter sich und ist mit einem Paukenschlag – seinem Tor im Champions-League-Achtelfinale bei Real Madrid – auf der ganz großen Bühne des Fußballs gelandet. An welche Mitspieler in seiner Jugend erinnern Sie sich, denen einen ähnliche Karriere vorhergesagt wurde?

Tahirovic:  David Schroven! Das war ein Riesentalent, er hat mit Leroy in der U 11 von Schalke zusammengespielt. David hat man noch viel mehr als Leroy zugetraut, es in die Bundesliga zu schaffen, aber er ist irgendwann in seiner Entwicklung stehen geblieben. David spielt heute bei Wattenscheid 08 in der Landesliga, während Leroy Nationalspieler ist und bei einem der besten Klubs der Welt ist. So geht es halt manchmal im Fußball.

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