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Pokalcomeback |09.10.2020|09:00

Sensation in Havelberg: Pokalsieg nach 0:4

Party bis zum nächsten Morgen: Die SpVgg Havelberg/Kamern feiert ihren Pokalcoup.[Foto: FSV Havelberg 1911]

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Dass dieses geflügelte Wort insbesondere für den Landespokal Sachsen-Anhalt zu gelten scheint, haben die Fußballer der SpVgg Havelberg/Kamern eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dem Underdog aus der Kreisoberliga gelang am vergangenen Wochenende nicht nur ein überraschender Sieg gegen Landesligist TuS Magdeburg-Neustadt , sondern zudem ein Comeback in der Schlussviertelstunde, das seinesgleichen sucht.

Dabei waren die höherklassigen Gäste aus der Landeshauptstadt innerhalb von fünf Minuten mit 3:0 in Führung gegangen. Nach einem weiteren Treffer kurz vor der Pause schien alles auf ein Weiterkommen des klaren Favoriten hinauszulaufen. Besonders über den vierten Gegentreffer ärgerte sich Havelbergs Torhüter Matthias Rollenhagen gewaltig, da er zuvor eine Flanke gehörig falsch eingeschätzt hatte. Der Frust darüber sei zunächst groß gewesen. "Ich war bloß zur Ansprache des Trainers in der Kabine, danach bin ich wieder raus, weil ich nach diesem dummen Gegentor keinen hören und sehen wollte", erzählt der Schlussmann FUSSBALL.DE . Der Rest der Mannschaft stellte sich darauf ein, das Spiel mit Würde zu Ende zu bringen und das Kapitel Landespokal damit fürs Erste zu schließen. "Ich glaube, wir haben alle gedacht, das Ding ist durch", erinnert sich Mittelfeldspieler Christoph Przyborowski.

Was sich dann jedoch in der zweiten Halbzeit abspielte, ist zweifelsohne als "Pokalwunder" zu bezeichnen. In der Schlussphase brachte Przyborowski den Kreisoberligisten mit zwei Treffern (73./88.) auf 2:4 heran. Der 29-Jährige hatte dabei einen besonderen Glücksbringer am Spielfeldrand, seine Tochter. "Ich habe ihr im Vorhinein gesagt, dass ich zu ihr komme und wir abklatschen, wenn ich treffe. Beim ersten Tor habe ich sie nicht gesehen, aber beim zweiten Treffer bin ich zu ihr", so Przyborowski zu FUSSBALL.DE . "Meine Teamkollegen haben dann aber direkt gerufen: 'Komm, weiter!'. Ich habe mir nur gedacht, 'was soll denn jetzt noch passieren?'". An die Wende wollte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht glauben.

Torwart-Tor und Rote Karte ermöglichen Comeback

"Unser Ziel ist über den Landespokal in den DFB-Pokal einzuziehen und dann nach Europa"

Ausgerechnet Torwart Rollenhagen legte dann in der ersten Minute der Nachspielzeit noch einen drauf und traf zum 3:4 aus Sicht der Gastgeber. Es war nach eigener Aussage der Mut der Verzweiflung, der den Keeper nach vorn trieb. "Wir hatten einen Freistoß in aussichtsreicher Position. Und ich habe mir gedacht, entweder wir machen jetzt ein Tor und gehen dann noch auf das vierte, oder wir kassieren halt eins", beschreibt Rollenhagen seine Gedanken auf dem Platz. Dass sich kein Magdeburger um ihn kümmerte, ist der Abgebrühtheit des Torhüters zu verdanken. "Ich habe mich rotzfrech in die Mitte gestellt, tief ins Abseits rein, um nicht gedeckt zu werden." Der anschließende Freistoß wurde ins Zentrum gelenkt und auf einmal stand Rollenhagen völlig blank. "Da sich noch immer keiner für mich zuständig gefühlt hat, habe ich das Ding angenommen und eingeschoben." Es war für Rollenhagen als Torhüter das erste Tor aus dem Spiel heraus.

Aber damit noch nicht genug. Kapitän Toni Leppin traf ebenfalls in der Nachspielzeit und machte damit die Gästeführung wett. Das wahnsinnige Comeback war geschafft. Przyborowski war in den Schlussminuten nach eigenem Empfinden völlig im Tunnel: "In den paar Minuten ist so viel passiert, da war so viel Aufregung dabei, dass ich selbst nicht mehr weiß, wie mein zweites Tor vorbereitet wurde. Auch an die beiden anderen Treffer kann ich mich nicht erinnern. Ich habe, ehrlich gesagt, kaum etwas behalten davon".

Der Traum vom Duell mit dem 1. FC Magdeburg

In der Verlängerung gelang beiden Mannschaften kein weiterer Treffer. Letztlich musste die Entscheidung also im Elfmeterschießen fallen, wo der Außenseiter beim 9:8 n.E. das glückliche Ende für sich hatte. Dass eine gehörige Portion davon das Weiterkommen erst möglich gemachte hatte, geben beide Kicker unverhohlen zu. Przyborowski meint sogar: "Wir haben in diesem Spiel wahrscheinlich das Glück für die komplette Saison aufgebraucht!". Insbesondere, dass die Magdeburger nach einer Roten Karte wegen Notbremse bereits nach 37 Minuten in Unterzahl waren, verhalf der Spielvereinigung zu ihrem Comeback. "Das war auf jeden Fall ein entscheidender Faktor", sagt Rollenhagen. "So war es möglich in der letzten Viertelstunde nochmal Kräfte zu mobilisieren."

Dass die Pokalnacht noch lang andauerte, dürfte niemanden verwundern. Einige Havelberger feierten noch bis um sechs Uhr in der Früh. In der nächsten Runde, die am Samstag ausgespielt wird, geht es übrigens gegen Germania Halberstadt aus der vierten Liga. Dann wird der Klassenunterschied noch gewaltiger sein. Dabei ist auch Rollenhagens Traumgegner noch im Rennen, der Drittligist 1. FC Magdeburg. Muss das Pokalabenteuer also noch mindestens eine Runde weiter gehen? Rollenhagen haut auf diese Frage noch einen raus: "Unser Ziel ist sowieso über den Landespokal in den DFB-Pokal einzuziehen und dann ab nach Europa". Eine Ansage, die natürlich nicht zu ernst zu nehmen ist. Am kommenden Wochenende steht vor allem das Erlebnis Pokal im Vordergrund, wie der Keeper umgehend deutlich macht: "Wir wollen das so lange wie möglich genießen". Und wer weiß schon, was kommen wird. Der Pokal hat schließlich seine eigenen Gesetze.

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