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OFC-Sportchef |03.06.2020|14:00

Sobotzik: "Dem Bieberer Berg gerecht werden"

Thomas Sobotzik: "Die sportliche Realität passt nicht mit der vor der Saison beschlossenen Zielsetzung zusammen"[Foto: imago images / Hartenfelser]

Platz acht, 23 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer, künftigen Drittligisten und DFB-Pokal-Halbfinalisten 1. FC Saarbrücken: Das ist die Ausbeute des Traditionsvereins Kickers Offenbach in der wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Spielzeit in der Regionalliga Südwest. Anspruch und Wirklichkeit klaffen am Bieberer Berg weit auseinander.

"Die sportliche Realität passt nicht mit der vor der Saison beschlossenen Zielsetzung zusammen, um die vorderen Plätze mitzuspielen", sagt Thomas Sobotzik, Geschäftsführer Sport beim OFC, ohne Umschweife im Gespräch mit FUSSBALL.DE . "Bei 23 Zählern Abstand zur Tabellenspitze reden wir nicht über Nuancen, die gefehlt haben, sondern Welten. Daher haben wir uns zu größeren personellen Änderungen entschlossen."

So werden gleich neun zum 30. Juni auslaufende Verträge, darunter von Ex-Bundesligaprofi Moritz Hartmann (unter anderem 44 Erstligaeinsätze für den FC Ingolstadt 04), nicht verlängert. Die Vereinbarung mit dem ehemaligen Zweitligaspieler Richard Weil wird sogar schon vorzeitig zum Monatsende aufgelöst.

Zehn von 13 Sommer-Zugängen schon wieder weg

"Bei 23 Zählern Abstand zur Tabellenspitze reden wir nicht über Nuancen, die gefehlt haben, sondern Welten"

Beide gehören damit auch zu den zehn OFC-Spielern, die schon nach weniger als einem Jahr nicht mehr für die Kickers auflaufen. Schon zur Winterpause hatte sich der ehemalige Bundesligist von einigen Sommerzugängen wieder getrennt. Darunter waren auch bekannte Namen wie Kevin Pezzoni (80 Bundesligaspiele für den 1. FC Köln) oder Nejmeddin Daghfous (144 Einsätze in der 2. Bundesliga für den 1. FSV Mainz 05, SC Paderborn 07,  VfR Aalen , Würzburger Kickers und SV Sandhausen).

"Ich kann und will die Gedanken der früheren Sportlichen Leitung gar nicht bewerten", hält sich Sobotzik mit Kritik an der Personalplanung bewusst zurück. Zu Saisonbeginn standen schließlich mit dem damaligen Cheftrainer Daniel Steuernagel und dem Technischen Direktor Sead Mehic noch andere Personen in der Verantwortung. "Was ich allerdings seit meinem Amtsantritt Mitte November gesehen habe, hat bei mir zu dem Entschluss geführt, dass wir uns sportlich anders aufstellen sollten. Dabei sind wir rein nach dem sportlichen Aspekt gegangen - völlig unabhängig von bekannten Namen", sagt der 45 Jahre alte Sportchef.

Mit Marco Fritscher steht auch der erste Zugang für die nächste Spielzeit fest. Der 25 Jahre alte Rechtsverteidiger absolvierte in der aktuell unterbrochenen Saison der  Regionalliga Bayern  22 Partien für den 1. FC Schweinfurt 05 und gehörte dabei immer zur Startformation der Unterfranken. "Marco war in einer Spitzenmannschaft der Regionalliga Bayern absoluter Leistungsträger", sagt Sobotzik, der als Aktiver selbst 135 Bundesligaspiele für Eintracht Frankfurt, den FC St. Pauli und den 1. FC Kaiserslautern bestritt. "Als pfeilschneller und zweikampfstarker Rechtsverteidiger hat er bei seinen vorherigen Stationen auch immer wieder wegen seiner Torgefahr auf sich aufmerksam gemacht."

Außerdem stammt Fritscher als gebürtiger Hainburger (etwa 14 Kilometer entfernt) auch noch aus dem Kreis Offenbach, bringt daher viel Identifikation mit. "Schon als kleiner Junge hatte der OFC bei mir immer einen hohen Stellenwert", sagt Marco Fritscher. "Ich war oft im Stadion und habe das Team angefeuert. Deshalb bin ich sehr froh, nun hier zu sein. Ich kann es kaum erwarten, endlich loszulegen." Worte, die Sobotzik gerne hört.

Am Mittwoch gab der Verein zudem die Verpflichtung von Malte Karbstein bekannt. Der 22 Jahre alte Innenverteidiger kommt von Werder Bremen II nach Offenbach. Für Werder absolvierte er in der abgebrochenen Saison als Kapitän 20 der 25 Punktspiele. Auch für die weiteren Positionen formuliert Sobotzik "klare Anforderungskriterien". Sobotzik weiter: "Jeder Spieler muss auch zwischenmenschlich zu uns passen. Unser Trainer Angelo Barletta legt großen Wert auf eine verschworene Gemeinschaft und ist von seiner Art her nah an der Mannschaft dran. Auf dem Platz wollen wir mit fußballerischen Komponenten zum Erfolg kommen."

Sobotzik: "Sind gegenüber den Fans in der Pflicht"

Ein wesentlicher Aspekt ist dabei auch die Unterstützung der Fans. "In der Corona-Krise ist uns noch mehr bewusst geworden, dass wir in einem Umfeld arbeiten dürfen, das seinesgleichen sucht", erklärt der Geschäftsführer.

Auf Anregung der Anhänger hatten die Kickers beispielsweise damit begonnen, sogenannte "Geistertickets" zu verkaufen. Insgesamt wurden im Rahmen der Aktion "Volle Hütte" 8000 Karten für die sieben nicht mehr ausgetragenen Heimspiele verkauft. Mit dem Erwerb von 100 "Geistertickets" gehörte auch Ex-Nationalspieler und Weltmeister Rudi Völler, der seine Spielerkarriere einst beim OFC begonnen hatte und jetzt als Geschäftsführer Sport für den Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen tätig ist, zu den prominenten Unterstützern. Gegen die Rheinländer ist für den 18. Juni auch noch ein imaginäres "Geisterspiel" geplant. Die Einnahmen werden ebenfalls an die Kickers fließen.

"Unsere Anhänger und der Bieberer Berg stehen für Einsatz, Leidenschaft und Hingabe. Dem wollen wir gerecht werden. Wir sind gegenüber den Fans in der Pflicht, ihre Wertschätzung für Kickers Offenbach sportlich zurückzuzahlen", formuliert Sobotzik.

Daher sollen bereits in der kommenden Saison die vorderen Tabellenplätze angepeilt werden. "Wir wollen um den Aufstieg in die 3. Liga auf jeden Fall ein Wörtchen mitreden, auch wenn die  SV 07 Elversberg  und der  TSV Steinbach Haiger  den Vorteil haben, auf eine eingespielte Mannschaft zurückgreifen zu können", stellt Thomas Sobotzik klar. "Das heißt aber nicht, dass das nicht durch harte Arbeit aufzuholen wäre. Es gibt keine Regel, ob eine Mannschaft kürzer oder länger benötigt, um sich zu finden."

Trotz der Corona-Krise ist der OFC-Geschäftsführer optimistisch, dass der künftige Kader schon in naher Zukunft weitere Konturen bekommen wird. "Die Pandemie hat uns alle vor große Herausforderungen gestellt. Ich habe aber berechtigte Hoffnungen, dass die ergriffenen Maßnahmen den angepeilten Saisonstart Anfang September möglich werden lassen", kündigt Sobotzik an. "Unser Trainingsauftakt ist für den 22. Juni geplant. Bis dahin soll möglichst schon 90 oder 95 Prozent des Kaders stehen."

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