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Familienbande |07.05.2017|16:58

Spielleiter Nagelsmann: "Ja, bin der Bruder!"

Zweimal Nagelsmann: Hoffenheim-Trainer Julian (links) und sein älterer Bruder André, der als Spielleiter im bayerischen Fußballkreis Rhön tätig ist. [Foto: Imago, BFV / Collage: FUSSBALL.DE]

Bayern München, Borussia Dortmund oder doch lieber weiter Hoffenheim: Julian Nagelsmann, jüngster Trainer in der Bundesliga und Shootingstar unter den deutschen Fußballlehrern, kann sich seinen künftigen Arbeitgeber wohl unter den besten Adressen im deutschen Fußball aussuchen. Während der 29-Jährige seine TSG auf das „Endspiel“ um den direkten Einzug in die Champions League am Samstag bei Borussia Dortmund vorbereitet, beschäftigt sich knapp 200 Kilometer weiter nordöstlich von Sinsheim sein Bruder André mit dem nächsten Spieltag im Fußballkreis Rhön – die neueste Folge unserer Serie Familienbande.

Der 1. Mai war für André Nagelsmann im Wortsinne ein „Tag der Arbeit“. Um 10 Uhr startete in Brendlorenzen die Finalrunde im Kreispokal der U 15-Junioren, am Nachmittag stieg um 17 Uhr dann in Wollbach das Kreispokal-Finale der Senioren zwischen dem heimischen TSV Wollbach/KG und dem TSV Rannungen. Nur zwei Termine, die Nagelsmann im Blick haben musste.

Der 40-Jährige ist seit dem 1. Dezember 2016 Spielleiter des Fußballkreises Rhön. Gut 150 Fußballvereine sind in dem unterfränkischen Bezirk im Bayerischen Fußballverband gemeldet, viel zu tun also für André Nagelsmann. „So ein Amt ist natürlich mit Arbeit verbunden, aber das wurde mir auch vorher so gesagt. Wenn man aber vernünftig eingearbeitet ist, ist der Aufwand nicht viel größer als vorher“, sagt er und bemerkt: „Die Wahrnehmung ist eine andere. Man wird deutlich öfter angesprochen, weil sich die Vereine mit ihren Anliegen doch eher direkt an den Kreisspielleiter wenden.“

Weil er schon länger im Fußballkreis tätig ist, kennen ihn dort die meisten Menschen. Das Kopfkino, das sich bei dem Namen Nagelsmann abspielt, ereilt Fremde aber zwangsläufig. Er ist Beamter beim Zoll in Schweinfurt, auf seinen inzwischen berühmten jüngeren Bruder wird er dort täglich angesprochen. „Nagelsmann ist ja kein so häufiger Name“, weiß André Nagelsmann und verrät: „Meine Arbeitskollegen haben mir zum 40. Geburtstag ein T-Shirt geschenkt mit dem Aufdruck: 'Ja, ich bin der Bruder!'“ André Nagelsmann ist davon nicht genervt, sondern „sehr stolz darauf, was er erreicht hat“.

"Einerseits haben wir intern ein ganz normales Bruderverhältnis, allerdings kann ich mit ihm, wenn er zu Hause auf Familienbesuch ist, natürlich nicht mehr ganz normal in ein Café gehen"

Julian Nagelsmann, am 23. Juli 1987 in Landsberg am Lech geboren, kickt zunächst vor der Haustür beim FC Issing – wo ihm sein älterer Bruder André in der F-Jugend als Co-Trainer die ersten Spielzüge beibringt. Später wechselt Julian Nagelsmann zum FC Augsburg und mit 15 Jahren zu 1860 München. Die U 17 der „Löwen“ führt er als Kapitän und darf als Stammspieler in der Junioren-Bundesliga von einer Profikarriere träumen, bevor er schon mit 20 Jahren wegen einer schweren Knieverletzung seine Fußballschuhe an den Nagel hängen muss. Zurück in Augsburg wird Julian Nagelsmann in der Jugend des FCA zunächst Co-Trainer unter Thomas Tuchel, ehe er noch einmal für zwei Jahre in der Nachwuchsabteilung von 1860 München anheuert.

Auch in Hoffenheim ist er ab 2010 zunächst für die U 17 und dann die U 19 zuständig, mit der er 2014 als jüngster Trainer überhaupt mit 26 Jahren den A-Junioren-Meistertitel holt. Parallel dazu absolviert er die Fußball-Lehrer-Lizenz und wird schließlich am 11. Februar 2016 – als Nachfolger von Huub Stevens, vermeintlich einem Trainer der alten Schule – der jüngste Chefcoach in der Bundesliga. Nachdem er in der vergangenen Saison Hoffenheim spektakulär vor dem Abstieg rettet, führt „Greenhorn“ Nagelsmann die TSG nun mit hochmodernem Angriffsfußball in den Europapokal.

Als Soldat im Ausland

André Nagelsmann hingegen bleibt zeit seines Lebens dem örtlichen Amateurfußball verbunden. Sehr viel später als sein Bruder Julian, „erst mit elf oder zwölf Jahren“, schließt er sich dem FC Issing an. „Ich bin aber nicht lange als Spieler dabei geblieben, sondern Schiedsrichter geworden. Freunde aus dem Verein haben mich dazu überredet“, berichtet André Nagelsmann. Mit 17 leitet er in der Schiedsrichtergruppe Schöngau seine ersten Spiele, muss aber bald darauf die Pfeife beiseite legen. Als Bundeswehr-Soldat ist er im Ausland stationiert und fängt erst im Jahr 2002 wieder als Schiedsrichter an. „Ich habe Spiele bis zur Herren-Kreisliga gepfiffen und parallel dazu Tätigkeiten als Funktionär übernommen“, sagt André Nagelsmann.

Sein letzter Einsatz als Schiedsrichter ist aber nun auch schon eine Weile her, „das war im Winter bei einem Junioren-Hallenturnier“. Das Amt des Kreis-Spielleiters lässt eben kaum noch Zeit für die Schiedsrichterei – außerdem fährt er gerne mal nach Hoffenheim, um nach Julian zu schauen. „Einerseits haben wir intern ein ganz normales Bruderverhältnis, allerdings kann ich mit ihm, wenn er zu Hause auf Familienbesuch ist, natürlich nicht mehr ganz normal in ein Café gehen“, sagt André Nagelsmann. „Er würde ja von jedem erkannt werden.“

Das ist der Preis des Ruhms. Julian Nagelsmann kann damit umgehen und sein älterer Bruder André sowieso – auch wenn es von den Arbeitskollegen mal ein launiges T-Shirt gibt.

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