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Mit Bauchgefühl |18.02.2020|15:00

Sportfoto des Jahres: So reagierte der Schiri

Siegerfoto in der Kategorie Amateur- und Jugendfußball: "Da ich keinen Computer besitze, hat mir ein Kollege das Foto ausgedruckt."[Foto: Robert Michael]

Mit dem "Sportfoto des Jahres" in der Kategorie Amateur- und Jugendfußball, das ihn bei der Leitung eines E-Jugendspiels zeigt, wurde Schiedsrichter Claus-Dieter Nacke (64) über Nacht bundesweit bekannt. Schon seit 36 Jahren ist er als Unparteiischer aktiv. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht der Rentner, der seit 1980 Mitglied beim FV Laubegast 06 in Dresden ist, über den frechen Fototitel "Mit Bauchgefühl", seine Motivation seit 36 Jahren und sein gutes Auge.

FUSSBALL.DE: Wie fielen die Reaktionen auf das "Sportfoto des Jahres" aus, Herr Nacke?

Claus-Dieter Nacke: Ich wusste zunächst von gar nichts. Bei einem Anruf wurde mir dann mitgeteilt, dass ich auf dem Sportfoto des Jahres im Bereich Amateur- und Jugendfußball zu sehen bin. Ich konnte es erst gar nicht glauben, habe mich dann aber sehr darüber gefreut.

Bekommt das Bild bei Ihnen zu Hause einen Ehrenplatz?

"Ich konnte es erst gar nicht glauben, habe mich dann aber sehr darüber gefreut"

Nacke: Da ich keinen Computer besitze, hat mir ein Kollege das Foto ausgedruckt. Noch weiß ich nicht, wo ich es aufstellen werde. Aber es bekommt auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Wohnzimmer.

Wie oft wurden Sie auf das Foto angesprochen?

Nacke: Meine Schiedsrichter-Kollegen haben mir auf der jüngsten Versammlung gratuliert. Sonst gab es gar nicht so viele Reaktionen, weil ja bei den meisten Veröffentlichungen mein Name auch gar nicht auftauchte.

Wie sind Sie Schiedsrichter geworden?

Nacke: Jeder Verein muss Schiedsrichter stellen. Wenn das nicht passiert, sind unter anderem Strafgelder fällig. Da unser Verein damals dringend jemanden gesucht hatte und sehr viel zur Kasse gebeten wurde, hatte ich mich gemeldet. Das war vor 36 Jahren. Seitdem bin ich dabeigeblieben.

Warum macht es Ihnen so viel Spaß, jedes Wochenende auf dem Platz zu stehen und zu pfeifen?

Nacke: Man hat Kontakt zu vielen Menschen und trifft auf dem Fußballplatz alte Bekannte. Mir bereitet das Schiedsrichter-Leben sehr viel Freude.

Der Titel des Fotos lautet "Mit Bauchgefühl". Konnten Sie darüber lachen?

Nacke: Auf jeden Fall. Ich fand das lustig und durchaus treffend.

Mal augenzwinkernd gefragt: Ist ein gutes Auge oder die Laufarbeit für einen Schiedsrichter wichtiger?

Nacke: Ich wiege etwas mehr als 100 Kilogramm. Ein bisschen Sport tut mir ganz gut.  (lacht)  Vor vier Jahren bin ich am linken Knie operiert worden, seitdem ist es mit der Laufarbeit vorbei. Ich pfeife nur noch Spiele auf dem Kleinfeld, habe aber über die Jahre so viel Erfahrung gesammelt, dass ich nach wie vor mit gutem Auge problemlos ein E- oder D-Jugendspiel leiten kann.

Wie würden Sie sich als Schiedsrichter charakterisieren?

Nacke: Ich rede viel mit den Spielern und würde mich als Kumpel-Typ bezeichnen.

Welchen Tipp würden Sie jungen Nachwuchs-Schiedsrichtern geben?

Nacke: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Fairness sind wichtige Elemente. Viele Schiedsrichter der jüngeren Generation hören bei etwas Gegenwind viel zu schnell auf.

Welches Spiel ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Nacke: Noch zu DDR-Zeiten war ich einmal als Linienrichter bei einem Turnier von Dynamo Dresden dabei. Später habe ich auch Spiele der Alten Herren und der Traditionsmannschaft von Dynamo gepfiffen. Mit Hans-Jürgen "Dixie" Dörner oder Hans-Jürgen Kreische habe ich zwei ganz Große des ehemaligen DDR-Fußballs persönlich kennengelernt.

Pfeifen Sie jedes Wochenende?

Nacke: Nein. Erst im März geht es wieder los. Dann bekomme ich mitgeteilt, wo ich eingesetzt werde. 15 Spiele sind Pflicht. Ich komme ungefähr auf 25 Begegnungen im Jahr.

Von welchem Bundesliga-Schiedsrichter können Sie sich am meisten abschauen?

Nacke: Bibiana Steinhaus und Deniz Aytekin finde ich gut. Auch die Partien des ehemaligen Schweizer Schiedsrichters Urs Meier habe ich gerne verfolgt.

Was sind die dümmsten Sprüche, die Sie bis jetzt als Schiri gehört haben?

Nacke: Manchmal werde ich gelobt und oft auch angepflaumt. "Hör endlich auf" muss ich mir auf Grund meines Alters von draußen anhören. Nach einem Freizeitspiel hat man auch mal mein Fahrrad und meine Sporttasche auf ein Dach geworfen. Der betreffende Verein ist dafür bestraft worden. Wenn die Jugendlichen oder die Eltern nach einem Spiel zu mir kommen und mich für meine Leistung loben, bin ich zufrieden.

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