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Challenge-Sieger|13.12.2020|18:00

Traum-Kabine: "This is Zwetschgenstadion"

Ein Hauch von Anfield in Lüttgenrode: "Unser Trainer ist Liverpool-Fan, für ihn haben wir uns diese Überraschung einfallen lassen".[Foto: SG Lüttgenrode]

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In unserer zweiten Advents-Challenge haben wir die außergewöhnlichsten Kabinen Deutschlands gesucht und erneut zahlreiche Einsendungen erhalten. Gewonnen hat diesmal die SG 1955 Lüttgenrode mit ihrer Heimkabine. Eric Kiene, Kapitän der Herren-Mannschaft, hat mit uns über das vereinseigene "Wohnzimmer" gesprochen.

FUSSBALL.DE: Herr Kiene, Sie haben eine außergewöhnliche Kabine, die einiges zu bieten hat. Was ist Ihr persönliches Highlight?

Eric Kiene: Es gibt einige Highlights. Unsere Soundanlage kommt allerdings besonders gut an. In der Decke befinden sich festinstallierte Lautsprecher, die sowohl bei der Spielvorbereitung musikalisch einstimmen als auch nach Heimsiegen in der Zeit vor Corona genutzt wurden, um Kabinenpartys zu feiern. Das ist wirklich ein absolutes Highlight, insbesondere in Kombination mit unserer Ambiente-Beleuchtung.

Die Kabine kann bei Bedarf vollständig in blaues Licht getaucht werden. Es gibt allerdings auch einen mehrfarbigen Modus.

"Einige hatten Tränen in den Augen, weil wir etwas geschaffen haben, was wirklich nicht alltäglich ist"

Kiene: Das blaue Licht ist tatsächlich zur Einstimmung vor dem Spiel gedacht. Wenn wir die Kabine betreten, ist sie schon ganz in Blau gehüllt und mit der weißen Wand als Kontrast ist das sehr passend. Blau und Weiß sind schließlich unsere Vereinsfarben. Wenn es aber in den Partymodus übergeht, lassen wir die LED-Lichter bunt blinken.

Sie haben sogar etwas Rasen in der Kabine! Wie kommt man auf eine solche Idee?

Kiene: Es sieht tatsächlich aus wie echter Rasen, ist aber Kunstrasen! (lacht) Wir hatten überlegt, wie wir ein weiteres Highlight einbauen könnten, das natürlich auch den Fußball widerspiegelt. Bei den Fliesenarbeiten haben wir uns dann entschieden, einige Fliesen auszusparen und entsprechend den Kunstrasen einzusetzen.

Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass jeder Platz mit Polstern und einem eigenen Fach ausgestattet ist. Außerdem hängen an jedem Platz zwei Fotos. Was hat es damit auf sich?

Kiene: Die Kabine wird sowohl von unserer D-Jugend als auch von unserer Herrenmannschaft genutzt. Jeder Platz "gehört" sozusagen einem Herrenspieler und einem positionskonformen Nachwuchskicker. Die Fotos symbolisieren im Grunde eine Patenschaft. Beide sind gleichermaßen dafür verantwortlich, dass der Platz nach einer Trainingseinheit oder nach einem Spiel für den anderen ordentlich hinterlassen wird. So achtet man ein bisschen aufeinander. Und mit dem eigenen Fach hat auch jeder die Möglichkeit, seine eigenen Sachen wegzupacken, damit sie nicht wüst in der Kabine rumfliegen.

Hinzu kommt, dass über jedem Platz ein Ball angebracht ist, und zwar auf sehr kreative Weise.

Kiene: Ja richtig! (lacht) Der Grundgedanke ist erneut der, dass jeder seine Sachen pflegt. Wir hatten erlebt, dass gefühlt nach jeder Trainingseinheit ein Ball weniger im Ballsack war als zuvor, weil einfach mal einer irgendwo liegengelassen wurde und keiner darauf geachtet hat. Also hat jeder einen eigenen Trainingsball bekommen und hat dafür zu sorgen, dass der nach der Einheit wieder am Platz ist. Wir konnten die Bälle aber nicht einfach aufs Regal legen, dann wären sie hin und her gerollt. Wir haben lange überlegt, wie wir die befestigt bekommen, sodass das Ganze auch noch recht schick aussieht.

Die Lösung?

Kiene: Einer aus unserem Orga-Team meinte, "mit dem Deckel eines Nutella-Glases müsste es doch funktionieren einen Ball zu fixieren". Und es funktioniert! Also haben wir einen Aufruf gestartet, dass jeder ein Glas Nutella leer essen sollte – auch wenn es nicht ganz gesund ist. Wir haben die Deckel festgeschraubt und die Bälle so befestigt. Und dass es sich um Nutella-Deckel handelt, fällt tatsächlich nicht auf!

Sie haben auch ein Schild aufgehängt, mit einer Abwandelung des berühmten Liverpool-Slogans "This Is Anfield". In Lüttgenrode sagt man "This Is Zwetschgenstadion".

Kiene: Das Schild hängt über der Ausgangstür der Kabine. Unser Trainer ist leidenschaftlicher Liverpool-Fan, für ihn haben wir uns diese Überraschung einfallen lassen. Es ist auch das letzte Stück, das wir in der Kabine angebracht haben. Unser "Stadion" – es ist natürlich eher ein Sportplatz – heißt Zwetschgenstadion, weil ringsherum Zwetschgenbäume wachsen, so ist das Schild entstanden. Nachdem wir das über die Tür gehängt hatten, ist uns aber aufgefallen, dass es so hoch hängt, dass nicht jeder das Schild vor dem Gang auf den Platz berühren kann. Es ist trotzdem Kult geworden. Und der eine schafft es mit einem Sprung, den anderen muss man hochheben, das ist ja auch ganz witzig!

Die Kabine ist bis ins Detail liebevoll eingerichtet. Man muss aber betonen, dass sie nicht immer so schick aussah.

Kiene: Ganz sicher nicht! Das Gebäude steht in dieser Form schon seit 1926 und war früher einmal ein Schweinestall. Der wurde nach 1955 von der neugegründeten Sportgemeinschaft zum Sportheim umfunktioniert. Aus einer Laune heraus, haben wir uns gefragt, "was verbirgt sich eigentlich hinter den alten Paneelen?" Wir haben also eine herausgenommen und dahinter war keine Dämmung, sondern einfach die nackte Wand. Das gab auch die Antwort darauf, warum der energetische Aufwand so hoch war. Wir haben in der Folge die Paneele abmontiert und gedämmt.

Das war jedoch erst der Anfang.

Kiene: Es hat sich die sogenannte "SOKO Kabinenbau" gebildet, in der sich die Experten mit der meisten baufachlichen Ahnung zusammenschlossen, denn natürlich braucht man für so ein Projekt ein paar kluge Köpfe. Die haben dann Helfer mit ins Boot geholt, wenn sie der Meinung waren, dass sie ein paar tatkräftige Hände gebrauchen konnten. Es haben auch nicht nur Fußballer ihre Expertise eingebracht, sondern auch Freunde und Bekannte von Fußballern. Es sind auch neue Freundschaften entstanden. Insgesamt stecken rund 1000 Arbeitsstunden in der Renovierung der Kabine. Wir haben das allerdings innerhalb von sechs Wochen geschafft, weil wir uns dachten, wir können nicht ein halbes Jahr werkeln und haben keine Kabine für die Mannschaften.

Sie sind ein relativ kleiner Verein mit nur zwei Fußballmannschaften, neben der ersten Herren noch eine D-Jugend. Umso bemerkenswerter ist diese Leistung.

Kiene: Ja und darauf sind wir auch wirklich stolz! Vor allem, weil man gemerkt hat, wie die handelnden Personen immer mehr zusammengewachsen sind. Unser Trainer hat seinen Hochzeitstag in der Kabine verbracht und hat gemalert, weil der Maler nur an dem Tag konnte. Was daraus geworden ist, haben wir vorher alle nicht für möglich gehalten. Auch die Alteingesessenen, die die erste Kabine eingerichtet hatten, waren zunächst skeptisch gewesen. Und am Ende waren die Augen groß, einige hatten auch Tränen in den Augen, weil wir etwas geschaffen haben, was wirklich nicht alltäglich ist.

Sie bezeichnen die Kabine als Ihr Wohnzimmer. Klingt nach mehr als nur Fußballstätte zum Umziehen und Duschen.

Kiene: Absolut. Wir verbringen hier viel Zeit, auch nach den Trainingseinheiten. Wir sitzen einfach zusammen, sprechen über das nächste Spiel oder schauen über den Kabinenfernseher ein Spiel der Champions League. Wir sind nochmal stärker zusammengewachsen, weil die Kabine jetzt nicht mehr nur der Ort ist, wo man sich rasch umzieht und froh ist, schnellstmöglich wieder an der frischen Luft zu sein. Es ist stattdessen für alle ein Raum geworden, in dem man gern und viel Zeit verbringt, das ist sehr schön.

Die Einrichtung der Kabine hat also insbesondere der Herren-Mannschaft einen neuen Spirit gegeben?

Kiene: Ja, der ist spürbar! Und wir haben tatsächlich auch mehr Neuzugänge, auch jüngere Spieler, die ein Augenmerk darauflegen, wie groß der Wohlfühlfaktor innerhalb des Teams oder des Vereins ist. Und sobald die Spieler das erste Mal die Kabine zum Probetraining betreten, sind sie sowieso begeistert. Dann werden die Augen ebenso groß wie bei uns allen, als wir die fertiggestellte Kabine das erste Mal gesehen haben. Das ist schon auch ein Alleinstellungsmerkmal.

Jetzt muss man natürlich fragen, haben Sie die Gästekabine ebenfalls so edel eingerichtet?

Kiene: (lacht) Es gab witzige Diskussionen darüber, ob wir es unseren Gästen besonders schön machen sollten oder nicht, aber wir konnten uns darauf einigen, dass die Kabine für die Gäste auch einladend sein sollte und deswegen haben wir auch da Zeit und Mühe investiert. Um die Gästekabine zu vergrößern, haben wir sogar einen Teil unseres Klubhauses geopfert. Die feinen Details haben wir natürlich nicht eingearbeitet, das ist ja auch nicht notwendig.

Schon morgen startet unsere dritte Advents-Challenge. Seid gespannt, worum es am 3. Advent geht!

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