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Parkinson |16.06.2017|09:50

Trotz Parkinson: Schunk lässt nicht locker

BVB-Fan, Sammler, Trainer und "Kultfigur der Woche": Horst Schunk, genannt Ede. [Foto: Duddeck (3) / Collage: FUSSBALL.DE]

Die Krankheit Parkinson ist kein seltenes Phänomen mehr. Berühmte Fälle sind der Schauspieler Ottfried Fischer und Box-Legende Muhammad Ali. Obwohl die Erkrankung als unheilbar gilt, sind Ärzte sich einig, dass Sport die Symptome wie Zittern und Muskelsteifheit positiv beeinflussen kann. Der Oberhausener Fußballtrainer Horst Edmund Schunk, der von allen nur „Ede“ genannt wird, ist das beste Beispiel. Seit mehr als 40 Jahren ist er im niederrheinischen Amateurfußball eine feste Größe. Der Co-Trainer der Sportfreunde Königshardt ist unsere FUSSBALL.DE-Kultfigur der Woche.

Als sein Arzt ihm die Diagnose Parkinson mitteilte, konnte „Ede“ Schunk vor Schreck zwei Tage lang nichts essen. Er wollte das nicht wahrhaben, denn er war erst 36 Jahre alt und stand gerade am Anfang seiner Trainerkarriere. Der gesundheitliche Rückschlag warf ihn nicht aus der Bahn. Etwa 27 Jahre später ist er immer noch am Ball. Der 63-Jährige ist wieder beim aktuellen Landesligisten Königshardt tätig und assistiert dort seinem ehemaligen Jugend-Spieler Lars Mühlbauer. Zudem kümmert er sich um die Junioren-Mannschaften.

Heute geht es Schunk wesentlich besser als er sich das damals erhofft hätte. „Wenn ich mir andere Schicksale ansehe, kann ich nur sagen: Toi, toi, toi! Einige Bewegungen, die auch im Fußball wichtig sind, fallen schwer. Ich bin aber zufrieden, wenn es in diesem schleichenden Rhythmus weitergeht “, erzählt der Familienvater im Gespräch mit FUSSBALL.DE . Wie gut es ihm vergleichsweise geht, wurde ihm bewusst, als er unlängst auf einer Kur andere Patienten traf: „Einige bewegten sich wie Roboter, dabei war die Erkrankung erst im Frühstadium."

Seine Zufriedenheit verdankt der erfahrene Trainer vor allem seiner großen Leidenschaft, dem Fußball. „Mein Arzt hat gesagt, ich solle Sport treiben, so lange es geht“, erinnert sich der B-Lizenz-Inhaber. Unmittelbar nach der Diagnose sei er zwar „am Boden zerstört“ gewesen und versuchte sich in anderen Sportarten wie Tennis. Vom Fußball kam er aber nicht los und übernahm die A-Jugend der Spvgg. Sterkrade-Nord , wo er auch später Co-Trainer der ersten Mannschaft wurde.

"Einige Bewegungen, die auch im Fußball wichtig sind, fallen schwer. Ich bin aber zufrieden, wenn es in diesem schleichenden Rhythmus weitergeht"

Am besten ablenken kann sich Schunk während der Spiele. In jeder Stresssituation fängt er jedoch an zu zittern. Er macht deutlich, dass er beim Sport stets auf seine Gesundheit achtet: „Ich gehe nicht bis an die Leistungsgrenze, denn die Grenze ist schwierig zu bestimmen.“

Dass für Schunk bei allem Ehrgeiz der Spaß im Vordergrund steht, bestätigt sein Neffe Timm Wüsten. Der 30-Jährige, der schon mit dem KFC Uerdingen im Finale um die Jugendmeisterschaft stand, wurde in Sterkrade von seinem Onkel trainiert: „Der 'Ede' ist eine echte Stimmungskanone und konnte auch Chaoten gut rumbekommen. Nebenbei organisiert er Tombolas. Das ist für einen Trainer einmalig.“

Nicht immer fühlte sich Schunk so wohl wie heute. Die ersten Jahre waren für den Ex-Spieler des STV Hünxe am schlimmsten. Aufwärts ging es erst, als der Justizbeamte beruflich vom Außendienst in den ruhigeren Innendienst wechselte und von da an weniger Tabletten nehmen musste. Mit seinem Schicksal geht „Ede“ offen um und informiert seine Spieler darüber. „Es bringt nichts sich zu verstecken“, meint Schunk und berichtet von positiven Erfahrungen mit dem „Outing“: „Die meisten Jungs hatten damit kein Problem. Im Gegenteil: Viele wollten mehr darüber wissen.“

Mehr über seine Lebensgeschichte erfährt man im Buch Fußball, mein Leben / oder ein Leben für den Fußball: Eine sportliche Autobiographie eines Fußballbesessenen . Das Werk enthält auch viele sportliche Anekdoten, zum Beispiel, dass er ein Internat in Niedersachsen besuchte und daher erst mit 14 bei der Spvgg. Sterkrade-Nord mit Fußball begann. Oft verließ er die Sterkrader und kehrte doch immer wieder dorthin zurück. „Dieser Verein ist wie ein Magnet für mich“, sagt „Ede“. Kein Wunder – seine Wohnung liegt nur 100 Meter vom Sportplatz der Nordler entfernt. Das Ende war jedoch unschön. Trainer Mühlbauer wurde entlassen, „Ede“ folgte ihm „aus Enttäuschung über die Art und Weise“ nach Königshardt. Der BVB-Anhänger feierte mit Nord mehrere Aufstiege. Über den letzten berichtete sogar das Fernsehen. In der Saison 12/13 verdrängte man in einem Herzschlagfinale den SC 20 Oberhausen vom ersten Platz der Bezirksliga.

Die Idee eine Biographie zu schreiben hatte Schunk schon lange: „Ich habe bereits als Jugendlicher Zeitungsartikel und Bilder gesammelt. Später kam der Wunsch, das in einem Buch festzuhalten.“ Schunk sammelte nicht nur Artikel, sondern auch Fundstücke, beispielsweise die ersten Fußballschuhe, ein Autogramm seines Idols Lothar Emmerich oder einen Fußball aus den Sechziger Jahren.

Nun möchte Schunk aufhören, zum fünften Mal, wie er sagt. Aber: Timm Wüsten kennt seinen Onkel gut und macht Hoffnung auf dessen baldige Rückkehr: „Er wird sich ein Jahr ausruhen und dann zurückkehren. Er hat das immer so gemacht.“

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