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Sportmentalcoach|07.08.2020|16:00

Udegbe: Regionalligakeeper und Profimotivator

Robin Udegbe und der Umgang mit Spielern: "Ich würde mir wünschen, dass wir in Deutschland schon weiter wären".[Foto: der-sportmentalcoach.de]

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"Erfolg beginnt im Kopf": So lautet sein Motto, es steht auf der Startseite seiner Homepage „der-sportmentalcoach.de“. Er will Sportler besser machen, und zwar nicht mit Training für die Beine, sondern für den Geist. Wie er seine Klienten anreden muss, weiß er ganz genau, schließlich stand oder steht er mit ihnen gemeinsam auf dem Platz. Robin Udegbe, seit Kindesbeinen Fußballer und neuer Torhüter des Regionalliga-Rückkehrers SV Straelen, hat schon früh über den Tellerrand des nächsten Spiels hinausgeschaut. Inzwischen lassen sich auch Bundesligaprofis von dem Sportmentaltrainer beraten. Ein Interview über Fußball und Psychologie.

FUSSBALL.DE: Robin Udegbe, wann haben Sie für sich festgestellt, dass es Ihnen nicht reicht, sich 'nur' mit den körperlichen Anforderungen des Spiels zu beschäftigen?

Robin Udegbe:  Das war schon als Jugendlicher so. Mir reichte es nie, mich nur körperlich fit zu machen. Ich habe gespürt, dass ich eine gewisse Empathie und emotionale Intelligenz mitbringe. Ich wollte zunächst für mich herausfinden, wie ich mich als Torhüter verbessern kann und habe mich daher auch mit mentalen Aspekten auseinandergesetzt. Später, als ich Profi war, habe ich die Zeit abseits des Platzes genutzt, um mich fortzubilden. So ein Tag hat ja mehr als drei, vier Stunden, da kann man gut noch etwas fürs Gehirn tun.

Fußballer, die den Kopf einschalten und im schlimmsten Fall auch noch Bücher lesen, sind den Mitspielern doch suspekt, oder?

"Man sagt ja so schön Torhüter und Linksaußen – und da ist ist in gewisserweise auch etwas dran"

Udegbe:   (lacht) Na ja, früher war das sicher so, aber das hat sich zum Glück geändert. Fußballer mit einer gewissen Intelligenz sind heute ja keine Außenseiter mehr. Der Fußball an sich ist in den letzten Jahren viel komplexer geworden, neben dem Mannschaftstraining sind andere Dinge wichtiger geworden: individuelle Fitness, Ernährung und eben auch vom Kopf her die Einstellung an sich zum Sport.

Noch so ein Klischee: Sind Torhüter eigentlich verrückter als Feldspieler?

Udegbe: (lacht)  Man sagt ja so schön Torhüter und Linksaußen – und da ist ist in gewisserweise auch etwas dran. Es fängt ja schon damit an, dass man als einziger die Hände benutzen darf und sich bereitwillig den Schüssen seiner Gegenspieler in den Weg stellt. Torwart zu sein bedeutet, schon fast eine andere Sportart zu betreiben. Besonders das Torwartspiel ist mental unglaublich komplex und bedarf einer extremen Fokussierung und Antizipation. Der Spielraum für Fehler ist winzig und wird zumeist bestraft. Man ist in jeder Hinsicht die letzte Instanz.

Mit welchen Anliegen kommen Ihre Klienten zu Ihnen und was geben Sie ihnen dann mit auf den Weg?

Udegbe:  Das ist ganz verschieden. Ich versuche zuerst immer herauszufinden, wie sie sich selber wahrnehmen und an ihrem Selbstbewusstsein zu arbeiten. Dadurch, dass ich im Laufe meiner Karriere schon eine Menge verschiedene Situationen im Fußball selbst durchgemacht habe, kann ich viel von diesen Erfahrungen weitergeben. Durch mein Psychologie-Studium an der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort habe ich zudem das wissenschaftliche Fundament erlernt, um Dinge, die man auf den ersten Blick vielleicht nicht sehen kann, besser einordnen und beurteilen zu können.

Seit dem Rücktritt von 2014-Weltmeister André Schürrle ist wieder die Diskussion darüber entfacht, wie im Profifußball mit den Spielern umgegangen wird. Wie denken Sie darüber, dass in dem Business anscheinend doch alles dem Erfolg untergeordnet wird?

Udegbe:  Ich würde mir tatsächlich wünschen, dass wir da in Deutschland schon weiter wären. Es herrscht im Fußball noch eine gewisse Tabuisierung, sich zu öffnen und zu seinen Fehlern zu stehen. Das ist zum Beispiel in den USA ganz anders, da ist es schon seit langem völlig normal, dass ein Mentalcoach zum Trainerstab gehört. Das Beispiel Schürrle zeigt, dass wir dieses Thema noch stärker ins Bewusstsein bringen sollten. Zu meinen Klienten gehören viele Spieler, die aber eben lieber nicht damit in die Öffentlichkeit gehen wollen, was auch vollkommen in Ordnung ist.

Sie sind in Kiel aufgewachsen, haben beim kleinen TSV Russee angefangen und sind über Holstein Kiel als Jugendlicher nach Düsseldorf gewechselt – über 500 Kilometer von zu Hause entfernt. Waren Sie schon immer ein starker Charakter, der gerne auf eigenen Füßen steht und seine Dinge selbst in die Hand nimmt?

Udegbe:  Ja, das kann man so sagen! Natürlich ist es schwer, mit 15 Jahren seine Familie und seine Freunde zu verlassen und für den Fußball aus meiner Komfortzone zu gehen. Ich bin durch diesen Schritt aber früh selbstständig geworden und habe gelernt, mich durchzukämpfen. Allerdings bin ich auch in Düsseldorf gut aufgenommen worden, habe dort in einer Gastfamilie gewohnt und bei der Fortuna ganz viele neue, nette Leute kennengelernt.

Von Düsseldorf ging es für Sie in der U 19 zu Rot-Weiss Essen, dann über den SC Düsseldorf-West nach Venlo in die niederländische Ehrendivision. Was haben Sie von Ihrer ersten Auslandsstation fürs Leben mitgenommen?

Udegbe:  Das war mit 20 Jahren wieder eine ganz neue Erfahrung für mich, der Schritt ins Ausland und in den Profifußball. Ich wollte oben angreifen und habe in Venlo von Top-Profis wie meinem Vorbild Dennis Gentenaar, der vorher ein Jahr für Borussia Dortmund in der Bundesliga gespielt hat und auch bei Ajax Amsterdam war, oder dem späteren nigerianischen WM-Teilnehmer Ahmed Muhsa oder Bas Dost als Gegenspieler beim SC Heerenveen viel gelernt. Das war eine tolle Zeit.

Nach zwei Engagements beim KFC Uerdingen und über drei Jahren im Tor von Rot-Weiß Oberhausen sind Sie nun in Straelen gelandet. Ein kleiner Dorfklub, aber mit großen Möglichkeiten...

Udegbe:  Das ist kein Nachteil, denn hier packen alle mit an, es herrscht ein großer Zusammenhalt. Der Verein hat sich sehr um mich bemüht, in den Gesprächen mit Präsident Hermann Tecklenburg waren wir sofort auf einer Wellenlänge. Sein visionäres und lebensbejahendes Denken hat mich begeistert und so war ich schnell von dem Gesamtprojekt überzeugt. Für mich ist es ein neues, spannendes Kapitel. Ich war jetzt zehn Jahre lang Profi und kann in Straelen den Fußball und meinen Beruf als selbstständiger Mentalcoach sehr gut miteinander vereinbaren, dafür bin ich sehr dankbar.

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