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Kurzpass kurios |21.02.2019|14:00

Von ruhenden Bällen und harten Strafen

Erzielte vier Standard-Tore in einem Spiel: die Mannschaft der Fvgg Kastel 06.[Foto: Fvgg. Kastel 06/privat]

Während die Fußballvereinigung Kastel 06 in der Kreisoberliga Wiesbaden durch vier Standard-Treffer für Furore sorgte, begeistert Landesligist TSV Winsen abermals mit seinen Social-Media-Postings. Auch in dieser Woche haben wir für euch wieder Nicht-Alltägliches aus dem Amateurfußball in unserer Rubrik Kurzpass kurios.

„Da mische ich mich nicht ein!“

Gleich im ersten Rückrundenspiel konnte die Fußballvereinigung Kastel 06 ihrem Namen alle Ehre machen und einen deutlichen 6:0-Heimsieg feiern. Im Topspiel der Kreisoberliga Wiesbaden musste sich der Türkische SV Wiesbaden deutlich geschlagen geben. Dies nicht zuletzt, da die Hausherren ganze vier (!) Standard-Tore erzielten.

Bereits in der fünften Spielminute war es Philipp Schollmayer, der den Torreigen mit einem sehenswerten direkten Freistoßtreffer eröffnete. Nur vier Minuten vergingen, bis Kapitän Fabio Tallarigo einen fälligen Elfmeter souverän verwandelte. Auf zwei herausgespielte Tore folgte ein weiterer direkter Freistoß: Zwei mögliche Schützen blickten Richtung Tor. Der eine täuschte an, lief aber über den Ball. Dann trat Kevin Krämer an und traf zum 5:0. Zum krönenden Abschluss fehlte nur noch ein indirekter Freistoß. Diesmal brachte Okan Akyüz die Kugel vor den Kasten, wo abermals Krämer einnetzte. Sah aus wie einstudiert – war es aber nicht.

"Mir ist es wichtig, dass wir nie jemand anderen beleidigen"

Kastel-Coach Christian Neumann lässt seinen Jungs im Hinblick auf Standards nämlich alle Freiheiten. „Hin und wieder erzielen wir schon mal Standard-Tore. Aber vier in einem Spiel – das war schon ein Sonderfall“, erklärt der Trainer. Obwohl er weiß, wie wichtig und teilweise sogar spielentscheidend solche Treffer nach ruhenden Bällen sein können, wurden diese nicht explizit trainiert, verrät Neumann. Und auch die Schützen werden bei der FVgg. Kastel 06 nicht vorher festgelegt. „Wir haben drei, vier gute Schützen. Ich überlasse es den Jungs, vor oder während des Spiels zu klären, wer antritt“, erklärt Neumann und fügt hinzu: „Wer sich gut fühlt, soll zum Strafstoß antreten. Da mische ich mich nicht ein!“ Die "Raushalte-Taktik" des Übungsleiters scheint aufzugehen, denn Kastel 06 ist aktuell Tabellenvize und visiert den Aufstieg an. „Wenn man schon oben steht, möchte man die Saison natürlich auch mit der Meisterschaft vergolden“, zeigt sich Neumann zuversichtlich.

Landesligist: Social Media erstklassig

Der Landesligist TSV Winsen ist vor allem für seine Social-Media-Auftritte bekannt. Auf Twitter , Facebook und auch Instagram werden meist ironische Beiträge erstellt. Manchmal auf Kosten anderer, häufig auch über den Verein selbst. FUSSBALL.DE hat mit Maximilian Schmidt, dem Verantwortlichen für die sozialen Medien und Öffentlichkeitsarbeit des Vereins, gesprochen.

Bekannt wurde der TSV Winsen mit einem Tweet, der ihn zum vielleicht berühmtesten Amateurklub Deutschlands machte: „Wir werden eine Verpflichtung von Marco Reus intern diskutieren und dann eine Entscheidung fällen. Der Vorstand“, hieß es am 21. Oktober 2014. So mischte sich der Klub aus der Lüneburger Heide in das damalige Transferbuhlen zwischen dem BVB und dem FC Bayern um Reus ein. Seitdem hat sich die Reichweite in den sozialen Netzwerken verzehnfacht. „Auch unsere Zuschauerzahlen sind über die Jahre stetig gewachsen“, sagt Max Schmidt. „Unsere Trikots haben sich besser verkauft, auch eine Auflage von T-Shirts mit eigenem Design hat sich komplett ausverkauft.“ Die Ideen für die Beiträge hat Max Schmidt meistens selbst, lässt sich aber natürlich auch vom Team inspirieren. „So wie wir in der Kabine flachsen, machen wir das auch im Internet: Mal machen wir uns über andere lustig, häufig aber auch über uns selbst“, betont der 30-Jährige. „Mir ist es wichtig, dass wir nie jemand anderen beleidigen, deshalb sind unsere Witze nie unter der Gürtellinie!“

Bei den Beiträgen werden die Vereine in den Fokus genommen, die sich aufgrund der momentanen (Tabellen-)Situation nahezu aufdrängen. „Im Moment bieten sich Schalke oder Stuttgart gut an, in der vergangenen Saison habe ich viel über den HSV gepostet, obwohl ich selbst HSV-Fan bin“, sagt der Mittelfeldspieler des TSV Winsen. So geht momentan der Post: „Bei Verspätungen müssen unsere Akteure in dieser Spielzeit zur Strafe eine Bundesligapartie vom FC Schalke 04 in voller Länge gucken... Es folgt eine Übersicht aller seitdem unpünktlichen Akteure“ durch die Decke.

Auch mit Kritikern geht er in einer sehr humorvollen Art um: Zwei Usern, die sich immer wieder beschwert hatten, seine Beiträge wären schlecht, schickte er prompt zwei Freikarten für ein Spiel des TSV Winsen. „Von den Zweien habe ich danach kein Wort mehr gehört. Aber natürlich kommen mit solch einer Reichweite immer wieder Leute, die irgendwas zu bemängeln haben. Das ist ja ganz normal und eigentlich kann man schon fast stolz darauf sein, weil es zeigt, dass sich die User mit meinen Beiträgen beschäftigen“, erklärt Schmidt.

Das Geschäft in den sozialen Netzwerken ist allerdings nicht unkompliziert, weiß er: „Vor allem auf Twitter sind die Trends immer sehr polarisierend, die Meinungen zu Themen wie auch zu unseren Beiträgen schwanken extrem. Wir sind immer wieder auf die Lokalpresse angewiesen, um unsere Reichweite zu vergrößern.“ Diese Reichweite hat unter anderem schon dazu geführt, dass der TSV Winsen ein Testspiel gegen den Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen spielen konnte. Das Spiel verloren sie zwar deutlich, dafür aber ist der Landesligist jedenfalls in den sozialen Medien erstklassig.

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