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FV Mittelrhein|17.05.2018|13:23

Vorschau auf das Bitburger-Pokalfinale 2018

[Foto: FVM]

Fuat Kilic und Olaf Janßen betreten am Pfingstmontag gemeinsam Neuland. Weder Kilic, Coach des Regionalligisten Alemannia Aachen, noch Janßen, sein Trainerkollege vom Ligarivalen FC Viktoria Köln, haben in ihrer Laufbahn schon einmal ein Endspiel im Bitburger-Pokal im Bonner Sportpark Nord erlebt. Das wird sich am 21. Mai, um 17 Uhr ändern. Dann nämlich steigt in der größten Arena der Bundesstadt zum siebten Mal das Finale des Wettbewerbs und dann heißt es Alemannia Aachen gegen FC Viktoria Köln.

Alfred Vianden hat alle sechs bisherigen Endspiele dort verfolgt. Der Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) spricht also aus Erfahrung, wenn er den beiden Trainern ein Highlight verspricht. „Wir haben hier immer tolle Spiele erlebt“, sagte Vianden, der erneut auf eine große Kulisse hofft. Bislang seien rund 2000 Tickets veräußert worden, bis zum Ende des Vorverkaufs könnten es doppelt so viele sein, sagte er. „Und dann kommt es auf das Wetter am Finaltag an.“

Die Worte, die der FVM-Präsident an die Journalisten richtete, die zur Pressekonferenz in den Sportpark Nord gekommen waren, nahmen die Trainer der beiden Finalisten zum Anlass, kurz ihre Blicke durch das Stadion schweifen zu lassen. Überall wird eifrig gewerkelt. Die Banner am Fuße der Tribünen künden bereits vom bundesweit zum dritten Mal ausgetragenen Finaltag der Amateure, in den auch das Endspiel in Bonn eingebunden ist. Der Rasen ist frisch gedüngt und bis zum Anpfiff sollen die Ränge noch einmal gereinigt und das Grün in perfekten Zustand versetzt werden, wie der Leiter des Sport- und Bäderamtes der Stadt Bonn, Stefan Günther versprach.

Kilic und Janßen vernahmen diese Ankündigung mit einem Nicken. Ihre Blicke und wohl auch ihre Gedanken galten in diesem Moment schon wieder dem Tisch, der vor ihnen aufgebaut worden war. Oder besser gesagt, dem großen silbernen Pokal darauf. Dem Pott, mit seinen geschwungenen Henkeln und seinem schweren Sockel, um den es am Montag geht. Beide Coaches wollen unbedingt den Sieg im Bitburger-Pokal 2018 erringen. „Denn Titel bleiben“, findet Janßen, „das sage ich vielleicht auch, weil ich in meiner Karriere bislang kaum Titel gewonnen habe.

Einige Spieler seiner Mannschaft sind ihm in dieser Hinsicht ein Stück voraus. Mit den Cup-Erfolgen 2014, 2015 und 2016 avancierte der FC Viktoria zum Seriensieger. Keine andere Mannschaft hat so oft in Bonn gewonnen und noch nie hat der Klub dort verloren. Für die Spieler des Vereins aus dem rechtsrheinischen Köln dürfte der Sportpark Nord also Wohnzimmer-Charme besitzen. Dies soll natürlich so bleiben. „Dieser Wettbewerb hat für uns einen extrem hohen Stellenwert“, sagt Janßen. Die bundesweite Übertragung der Partie via Livestream auf dem Portal sportschau.de und per Konferenzschaltung im Fernsehprogramm der ARD, der mögliche Titelgewinn und die damit verbundene Teilnahme an der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals – das alles spornt an.

Das sieht auch Alemannia-Trainer Kilic nicht anders. Und das bestimmt seine Erwartungen an die eigene Elf. Ehrlicher Fußball, das ist es, was der Coach von seinen Akteuren fordert. Sie sollen sich zerreißen für das große Ziel. „Der Titel wäre unglaublich wichtig für die Mannschaft, den Verein und das Umfeld“, sagt Kilic. Damit meint er die Einnahmen und den Schub für die Reputation des Klubs und die Chance für die Spieler auf ein bisschen Unsterblichkeit. Zum ersten Mal seit 2013 (1:2 gegen Fortuna Köln) haben sie den Finaleinzug des Traditionsklubs perfekt gemacht. Nun können sie den Pott zum siebten Mal nach 1993, 1994, 1997, 1999, 2002 und 2006 in die westlichste Großstadt der Republik holen.

„Wir sind zwar Außenseiter, aber wir wollen alles reinwerfen“, sagt Kilic. Seine Elf müsse ein richtig unangenehmer Gegner sein, so der Trainer, dessen Akteure allerdings im Vergleich zum Personal des Finalgegners über deutlich weniger Erfahrung aus höheren Ligen verfügen. Zudem kommt das Team nicht unbedingt mit Rückenwind nach Bonn. Denn die Formkurve zeigte zuletzt nicht mehr nach oben. In Aachen ist man dennoch stolz auf eine sorgenfreie Regionalliga-Saison, die auf Rang sechs beendet wurde. „Außerdem haben die Spieler alle Aufgaben im Pokal mit Ernsthaftigkeit und dem nötigen Glauben absolviert“, sagt Kilic. Er hat ein starkes Kollektiv geschaffen, aus dem Kapitän Nils Winter und zwei Torjäger herausragen: Der technisch versierte Mergim Fejzullahu (15 Regionalliga-Treffer) und der robuste Junior Torunarigha (9). Zudem kann die Alemannia bei Standards für viel Gefahr sorgen.

Der Kontrahent aus Köln-Höhenberg besticht derweil durch individuelle Klasse und spielerische Stärke. Inzwischen sei Ballbesitz-Fußball die DNA seiner Mannschaft, sagt Janßen. Zudem sind Spieler wie Regisseur Mike Wunderlich, die Offensivkräfte Simon Handle und Timm Golley in der Lage, mit feinen Einzelaktionen oder gelungenen Kombinationen für Treffer zu sorgen. Und wenn der 1,64 Meter kleine Kevin Holzweiler seinen Turbo zündet, haben die meisten Gegner erhebliche Mühe zu folgen. 85 Tore in den 34 Meisterschaftspartien sind ein eindrucksvoller Beleg der Klasse der Kölner Offensive. In der Abwehr wiederum profitiert das Team von der enormen Erfahrung Tobias Willers‘.

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Seit Mitte September haben die Kölner nicht mehr verloren. Dem erneuten Gewinn der Meisterschaft stand dennoch mit dem KFC Uerdingen ein Rivale im Wege, der noch einen Tick besser war. Doch die Niederlage im Fernduell mit den Krefeldern am letzten Spieltag sei abgehakt, sagte Janßen. Größere Sorgen bereitet ihm der mögliche Ausfall von Wunderlich. Er zog sich Anfang Mai beim 4:0 in Aachen eine muskuläre Verletzung im Oberschenkel zu. Ob, und wenn ja in welcher Verfassung er zurückkehrt, ist offen. Ohne Wunderlich in Topform fehlt dem Spiel der Viktoria der Dreh- und Angelpunkt. Und vor allem einer der torgefährlichsten Akteure. „Angesichts seiner Qualität ist es kaum möglich, Mikes Fehlen vollends zu kompensieren“, sagt Janßen. 

Doch er wird sich auf beide Varianten vorbereiten. Genau wie sein Trainerkollege aus Aachen. Denn beide wissen, dass sie zwar am Montag, um 17 Uhr gemeinsam Neuland betreten werden, aber nur einer am Abend den Sportpark Nord als strahlender Gewinner verlassen wird.  

Text & Fotos: Wolfram Kämpf

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