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Serie "Familienbande" |29.06.2016|13:50

Waldochs träumen vom Finale Deutschland-Polen

Kamil Waldoch (links) im Trikot des FC Kray; rechtes Bild: Vater Tomasz 2002 im Clinch mit dem französischen Superstar Zinedine Zidane. [Foto: Fotos Getty, Tillmann; Collage FUSSBALL.DE]

Er ist in Danzig in Polen geboren, aber in Bochum mitten im Ruhrpott aufgewachsen: Kein Wunder, dass in Kamil Waldochs Brust zwei Herzen schlagen, wenn das Heimatland seiner Eltern und das Land, in dem sich der Sohn des früheren polnischen Nationalmannschafts-Kapitäns (unter anderem bei der WM 2002) und langjährigen Bundesligakickers Tomasz Waldoch längst heimisch fühlt, im Fußball aufeinandertreffen. Bei der EM in Frankreich könnte das nach dem 0:0 zwischen Polen und Deutschland in der Gruppenphase ja noch einmal passieren ... Die neueste Folge unserer Serie Familienbande.

„Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust“, gibt Kamil Waldoch zu. „Mein Elternhaus ist zwar polnisch, aber ich bin in Deutschland aufgewachsen und habe auch beide Staatsbürgerschaften.“ Das 0:0 in der Gruppenphase hat er gar nicht gesehen, der Urlaub ging vor, „aber vielleicht trifft man sich ja im Finale wieder“, sagt der 23-Jährige und lacht. Polen im EM-Endspiel? Das würde sein Vater Tomasz sofort unterschreiben.

Er hat im Revier so etwas wie Legendenstatus. 248 Bundesligapartien hat der stets zuverlässige Verteidiger zwischen 1994 und 2006 für den VfL Bochum und den FC Schalke 04 absolviert. Mit den Gelsenkirchenern holte er sogar zwei Titel (jeweils den DFB-Pokal 2001 und 2002), erlebte aber 2001 als Schalker Kapitän auch das Drama der Vier-Minuten-Meisterschaft. Der inzwischen 45 Jahre alte Vater dreier Kinder hat im Fußball fast alles erlebt und seinem Sohn ziemlich große Fußstapfen hinterlassen. „Ich wurde immer mit dem Namen meines Vaters assoziiert. In jungen Jahren kann das vielleicht auch etwas Druck gemacht haben“, erinnert sich Kamil Waldoch daran, dass er als Jugendspieler bei Turnieren oftmals unter besonderer Beobachtung stand.

Mit neun Jahren in die „Knappenschmiede“

"Ich kann nach vier Jahren Regionalliga und einem Jahr Oberliga gut einschätzen, wo ich stehe"

Damals spielte er für Schalke 04, bereits mit neun Jahren hatte er sich der „Knappenschmiede“ angeschlossen, nachdem er beim kleinen SC Altenbochum die erste Schritte auf dem Fußballplatz erfolgreich hinter sich gebracht hatte. Kamil Waldoch durchlief alle Nachwuchsteams der Königsblauen, spielte mit der Schalker U 17 und der U 19 in der Junioren-Bundesliga. Der Weg in den Profifußball war gleich doppelt vorgezeichnet, durch die Vita des eigenen Vaters und die eigene Ausbildung als Fußballer.

Doch mit dem Sprung in den Seniorenfußball geriet die Laufbahn des Verteidigers ins Stocken. Statt wie so viele begnadete Schalker Talente – etwa die Weltmeister Manuel Neuer, Mesut Özil, Benedikt Höwedes oder Julian Draxler – so richtig durchzustarten, blieb Kamil Waldoch in der Warteschleife U 23 hängen. Auch aufgrund eines Kreuzbandrisses kam er in zwei Jahren im S04-Unterbau, wo sein Vater als „Co“ sogar zwischenzeitlich sein Trainer war, nicht über 23 Regionalliga-Einsätze hinaus.

Es folgten Stationen bei Schwarz-Weiß Essen und beim FC Kray , ehe Kamil Waldoch sich in diesem Sommer Rot Weiss Ahlen anschloss. „Nach dem Abstieg mit Kray, wo ich zwei schöne Jahre hatte und mich sehr wohl gefühlt habe, wollte ich unbedingt wechseln und weiter in der Regionalliga spielen. Ahlen hat eine gute Saison gespielt und das Finale im Westfalenpokal erreicht, daher ist das für mich sportlich eine Verbesserung“, sagt der 23-Jährige. Der Zug nach ganz oben dürfte trotzdem abgefahren sein, da macht sich Kamil Waldoch nichts vor. „Natürlich träumt man als Fußballer immer ein wenig davon, Profi zu werden, zumal bei dem eigenen Vater als Vorbild“, hebt er an, um einzuschränken: „Auch ich hoffe noch ein klein wenig darauf, aber ich kann nach vier Jahren Regionalliga und einem Jahr Oberliga gut einschätzen, wo ich stehe.“

BWL im Fernstudium

Wo er steht, das ist nämlich bestimmt nicht die berühmte Sackgasse, in der so viele talentierte Fußballer enden, die nur eines im Kopf haben. „Für mich war schon nach dem Abitur klar, dass ich nicht alles auf die Karte Fußball setzen und mich weiter fortbilden möchte“, erklärt Kamil Waldoch. „Daher habe ich ein Fernstudium aufgenommen und bin damit inzwischen fast fertig.“ Um die sportliche und akademische Laufbahn unter einen Hut zu bringen, schrieb sich der Deutsch-Pole an der IUBH Bad Honnef ein und studiert BWL mit dem Schwerpunkt Hotelmanagement und Marketing. „Das Angebot kam mir sehr entgegen, da dort sehr wenig Präsenz gefordert ist und man eben das meiste zu Hause machen kann. So ist viel Selbstmotivation gefragt, aber die habe ich", sagt Kamil Waldoch.

Das gilt auch uneingeschränkt für seine Arbeit auf dem Fußballplatz, egal ob in der Regionalliga oder vielleicht doch noch mal eine Etage höher. In Ahlen hat am vorigen Samstag die Vorbereitung auf die neue Saison in der Regionalliga West begonnen, zum täglichen Training fährt Kamil Waldoch, der nach wie vor im Elternhaus in Bochum wohnt und drei seiner neuen Mitspielern eine Fahrgemeinschaft bildet, ins etwas mehr als 60 Kilometer entfernte Ahlen. Nach dem Training muss er sich an diesem Donnerstag beeilen, wenn er das Viertelfinale Polen gegen Portugal sehen will. „Ich freue mich, dass Polen zum ersten Mal bei einer EM so weit gekommen ist und im Viertelfinale steht, für Deutschland ist das ja normal“, weiß er und schätzt: „Portugal ist zwar im Viertelfinale ein starker Gegner, aber nicht unschlagbar. Deutschland hat es da gegen Italien schwerer."

Kommen beide Mannschaften weiter, wartet auf die Polen im Halbfinale Wales oder Belgien und auf Deutschland Gastgeber Frankreich oder das Sensationsteam aus Island. Es wäre der letzte Schritt vor dem Wiedersehen zwischen Polen und Deutschland – ein „Traumfinale“, zumindest im Hause Waldoch.

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