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WM-Held Günter Hermann|20.07.2015|10:00

Weltmeister Hermann will Bremen aufmischen

Will wieder nach oben: Weltmeister Günter Hermann. [Foto: Foto imago; Collage FUSSBALL.DE]

Er gehörte zu den 22 Helden von Rom, die vor 25 Jahren Weltmeister wurden. Auch wenn Günter Hermann bei der Fußball-WM in Italien kein einziges Spiel bestritt, blieb ihm das Großturnier in bester Erinnerung. „Ob man nun gespielt hat oder nicht. Es ist einfach schön, dabei gewesen zu sein“, erzählt der 54-Jährige im Gespräch mit FUSSBALL.DE. „Die Kameradschaft war einzigartig. Irgendwie war jeder mit jedem befreundet.“ Mittlerweile ist der Ex-Profi auf die Bank zurückgekehrt – dieses Mail allerdings die Trainerbank. Mit dem FC Oberneuland ist er gerade in die Landesliga aufgestiegen. Und das soll noch lange nicht das Ende sein.

Anfang Juli genoss Hermann das Treffen der 90er-Weltmeister am Kalterer See in Südtirol: „Es ist schön, die Leute nach so vielen Jahren wiederzusehen. Man spricht über die alte Zeit und lässt die alten Geschichten wieder aufleben.” Der einstige Mittelfeldspieler, der in seiner Karriere insgesamt zwei Länderspiele bestritt, zählt in der öffentlichen Wahrnehmung zu den eher unbekannten Gesichtern des WM-Triumphs von Rom. Bedauern tut er das nicht. Der gebürtige Rehburger (Niedersachsen) muss nicht zwingend im Mittelpunkt stehen.

Im Gegensatz zu vielen alten Weggefährten, wie zum Beispiel Jürgen Klinsmann und Lothar Matthäus, entschied er sich nach der aktiven Laufbahn gegen eine Tätigkeit im Profifußball. Der zweifache Familienvater bevorzugte ein ruhigeres Leben: „Für mich war es wichtig, viel Zeit mit der Familie verbringen zu können. Außerdem wollte ich unbedingt selbstständig sein. Ich muss nicht das große Geld verdienen, brauche auch den ganzen Stress nicht. Ich wollte machen, wozu ich Lust hatte.”

Selbstständigkeit statt Profifußball

"Wir wollen wieder die zweite Macht hinter Werder Bremen sein"

Gesagt, getan: Im Jahre 1996, als Hermann seine Karriere bei Hannover 96 für beendet erklärte, eröffnete er den Günter Hermann Sport-Shop. Noch heute ist er gelegentlich hinter der Kasse des Geschäftes in Osterholz-Scharmbeck anzutreffen. Bis 2017 möchte er sich aus dem Berufsleben zurückziehen und seinem Sohn die Führung übergeben. „Heute würde ich kein Sportgeschäft mehr eröffnen. Es geht nur noch um Rabatte. Der Markt ist total übersättigt und die Preise fallen immer tiefer“, bedauert er.

Dennoch genoss der langjährige Bundesligaprofi stets seine Tätigkeit im Geschäft. Nette Begegnungen mit Fußball-Fans haben die Arbeitstage bereichert. „Einmal kam ein Fan extra aus Berlin angereist, um ein Autogramm von mir zu holen“, erzählt er lachend. „Ich habe ihm ein Foto von Diego Maradona und mir unterschrieben und geschenkt. Er hat sich so gefreut, dass er vor mir auf den Fußboden gefallen ist.“ Es hätte durchaus die Möglichkeit gegeben, auch später noch in den Profifußball einzusteigen. Der SV Werder Bremen, wo er von 1982 bis 1992 spielte, unterbreitete ihm Jobangebote als Scout und als A-Jugendtrainer. Doch Hermann wollte seine Freiheit, die ihm die Selbstständigkeit bietet, nicht aufgeben. Stattdessen machte er eine beachtliche Trainerkarriere im Amateurfußball.

Nach seiner ersten Trainertätigkeit beim Rotenburger SV begann Günter Hermann im Jahre 2001 beim VSK Osterholz-Scharmbeck. Und zwar mit großem Erfolg: Er führte den Verein von der Bezirksliga bis in die Oberliga Nord, stand dort insgesamt fast 13 Jahre lang an der Seitenlinie. Das Ende der Zusammenarbeit verlief unrühmlich. Rund zwei Monate nachdem Günter Hermann erklärt hatte, im Sommer 2014 als Trainer zurücktreten zu wollen, wurde er vom Verein vorzeitig freigestellt. „Für mich war eigentlich klar, dass ich danach nichts mehr mache“, erzählt er. „Ich war nicht mehr so motiviert. Über die Jahre hatte sich einfach viel verändert. Alles geht nur noch über Handy. Es ist schwer, die Jungs zum Training zu holen. Man muss sich um alles selber kümmern.“

Aufstieg auf Anhieb

Sein Vorhaben blieb nur ein knappes halbes Jahr bestehen. Dann schloss er sich dem FC Oberneuland an, der sich nach der Insolvenz 2013 mittlerweile in der Bezirksliga Bremen befand. „Die hatten da überhaupt noch kein Konzept, wollten aber innerhalb von fünf Jahren wieder in die Bremen-Liga zurückkehren. Ich habe mir dann einen Sponsor geschnappt und zwölf Spieler dazu geholt, die zuvor schon bei Osterholz-Scharmbeck unter mir gespielt hatten“, erzählt Hermann. Seitdem zählen zum Beispiel sein Sohn Patrick und Marco Ordenewitz, Sohn des zweifachen Nationalspielers Frank Ordenewitz, zum Kader des FCO. Der zweite Sohn von Günter Hermann namens Jannik mischt zudem als Betreuer mit.

Die stolze Ausbeute: Vergangene Saison wurde der Verein aus dem Osten von Bremen mit 16 Punkten Vorsprung Tabellenerster. Und dies soll erst der Anfang sein. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Mannschaft durch die Landesliga marschieren wird“, sagt Hermann. „Die Möglichkeiten unseres Vereins sind groß. Wir haben so viele gute Neuzugänge. Wir haben einen Top-Rasenplatz und Kunstrasenplatz. Wir sind der einzige Amateurverein in Bremen, der ein regionalliga-taugliches Stadion mit 5.000 Plätzen besitzt. Wir wollen wieder die zweite Macht hinter Werder Bremen sein.“

Um dieses Vorhaben zu realisieren, sind zukünftig fünf bis sechs Trainingseinheiten angedacht. Herrmann hat kürzlich den 36-jährigen Ex-Spieler Benedetto Muzzicato zum neuen Trainer ernannt. Er selbst ist nun als Sportlicher Leiter für die Kaderzusammenstellung zuständig. Nicht nur die erste Elf, sondern auch jeder Ersatzspieler soll sportlich und menschlich perfekt in die Mannschaft passen. Wie wichtig das ist, weiß Günter Hermann spätestens seit der WM 1990.

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