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Imposante Serie |15.12.2020|10:00

Widdern: Eineinhalb Jahre ohne Niederlage!

Widderns Erfolgsrezept: Gute Spielerinnen, überragender Zusammenhalt.[Foto: Sportfreunde Widdern/Collage FUSSBALL.DE]

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Wissen Sie noch, wo Sie am 8. Juni 2019 waren? Günter Hespelt muss nicht lange überlegen. "Das war der letzte Spieltag der Saison 2018/2019. Wir haben auswärts beim FC Kirchhausen 2:4 verloren", antwortet der Trainer der Frauenmannschaft der Sportfreunde Widdern, die in der Bezirksliga Unterland des Württembergischen Fußballverbandes an den Start geht, im Gespräch mit FUSSBALL.DE. Das Besondere? Das Team aus Widdern, rund 75 Kilometer nordöstlich von Stuttgart gelegen, ist seitdem in Ligaspielen ungeschlagen.

"Wenn man eineinhalb Jahre danach kein Meisterschaftsspiel mehr verloren hat, bleibt die eine Niederlage schon in Erinnerung", sagt Trainer Hespelt, der bei den Sportfreunden auch als Leiter der Frauenabteilung fungiert, mit einem Augenzwinkern. "Damals war am Saisonende ein wenig die Luft raus. Platz fünf war in der Endabrechnung dennoch gut." Seitdem geht es jedoch steil bergauf. In der Bezirksliga Unterland behält Widdern fast immer die Oberhand.

Die 2008 gegründete Frauenabteilung des Vereins, die seit der Saison 2012/2013 am Liga-Spielbetrieb teilnimmt, ist stetig gewachsen. Auch das ist ein Grund dafür, weshalb die Sportfreund*innen seit der zurückliegenden Spielzeit Erfolg an Erfolg reihen. "Wir haben aktuell 18 Spielerinnen im Kader mit super Charakteren. Auch die fußballerische Qualität ist sehr ausgeglichen", freut sich Hespelt über die Qual der Wahl.

Mit seiner seit kurzem verheirateten Tochter Janina Dörner, seiner Nichte Helen Hespelt sowie Anja Sauerwald und Jennifer Pfütze sind noch immer vier "Mädels" aus der Gründungsmannschaft mit dabei. "Wir konnten die Mannschaft von Jahr zu Jahr zusammenhalten", betont der Trainer. "Uns zeichnet auch abseits des Platzes ein großer Zusammenhalt aus." So steht – zumindest außerhalb von Corona-Zeiten - monatlich immer mindestens eine gemeinsame Veranstaltung auf dem Programm: Ob nun Skiausfahrt, Besuche auf dem Cannstatter Wasen, Bowling, Fußballgolf, Stadionbesuche oder vieles andere mehr.

"Wenn man eineinhalb Jahre danach kein Meisterschaftsspiel mehr verloren hat, bleibt die eine Niederlage schon in Erinnerung"

Das harmonische Miteinander macht sich auch auf dem Platz bemerkbar. In der abgelaufenen Saison hatten die Sportfreunde Widdern mit einem Punkteschnitt von 2,64 nur knapp hinter Meister und Aufsteiger SG Gundelsheim  (2,73) das Nachsehen. Der Tabellenführer kassierte zwar eine Niederlage (gegen die Sportfreunde Widdern). Das unbesiegte Hespelt-Team hatte aber ein Unentschieden zu viel auf dem Konto. Die Aufstiegsrunde, an der die Sportfreunde als Zweitplatzierter normalerweise teilgenommen hätten, fiel der Corona-Pandemie zum Opfer.

Mainz 05 und Jürgen Klopp zum Vorbild genommen

"So knapp am Aufstieg vorbeizuschrammen, hat uns schon noch lange beschäftigt", gibt Günter Hespelt zu. Sowohl beim Trainer als auch seinen Spielerinnen hat sich dann aber eine Jetzt-Erst-Recht-Mentalität entwickelt. "Ich habe zu meinen Mädels gesagt: Dann machen wir es halt wie einst Jürgen Klopp mit dem 1. FSV Mainz 05. Da wurde der Aufstieg sogar mehrmals knapp verpasst, bevor der Sprung in die Bundesliga doch noch gelang."

In der aktuellen Spielzeit sieht es in der Tat nicht schlecht aus: Nach fünf Begegnungen stehen 13 Punkte zu Buche und - wie sollte es anders sein? Die Sportfreunde Widdern sind die einzige Mannschaft in der Frauen-Bezirksliga Unterland, die noch nicht verloren hat. Auf dem ersten Platz steht zwar die zweite Mannschaft der SGM Güglingen/Dürrenzimmern mit 15 Zählern, hat dabei aber auch eine Partie mehr absolviert.

Das Spitzenspiel zwischen beiden Teams war die erste Begegnung, die dem November-Lockdown zum Opfer fiel. "Wir hatten schon gehofft, dass wir die Partie noch austragen können, da die Maßnahmen erst ab Montag galten. Der Württembergische Fußball-Verband hatte sich dann aber dazu entschieden, schon die Spiele am Wochenende nicht mehr durchzuführen. Das war auch eine nachvollziehbare Entscheidung", betont der Trainer.

Wie und wann der Spielbetrieb nun weitergeht, ist offen. Fest steht bislang nur, dass auch im Dezember definitiv der Ball ruht. "Wir hoffen, dass die Runde im Frühjahr noch zu Ende gespielt werden kann. Vielleicht wird aber auch nur noch die Hinrunde ausgetragen", vermutet Hespelt. Sollte das der Fall sein, würden für die Sportfreunde Widdern in der zwölf Mannschaften umfassenden Spielklasse nur noch sechs Partien ausstehen.

Auf die Fahne hat sich der Verein den Aufstieg schon in dieser Saison als Ziel geschrieben. "Das haben wir in der Mannschaft so klar signalisiert. Die Spielerinnen wollen auch so gefordert werden. Und der bislang eingeschlagene Weg gibt uns recht", fällt das Zwischenfazit des Trainers und Abteilungsleiters durchaus positiv aus.

Hinzu kommt auch die positive Entwicklung in der Nachwuchsförderung. "Damit wir die Frauenabteilung auf Jahre hinaus am Leben erhalten, haben wir vor einem Jahr eine D-Juniorinnen-Mannschaft gemeldet, seit dieser Saison spielen wir auch mit den C-Juniorinnen", sagt Güter Hespelt stolz. Dabei spricht sich der Zusammenhalt in der Mannschaft und im Verein in der Region herum. "Nur mit Spielerinnen aus unserem 1800 Einwohner-Ort wäre der Spielbetrieb nur schwer zu bewerkstelligen."

Bundesligist TSG Hoffenheim regelmäßig zu Gast

Nicht nur Spielerinnen, auch Fußballbegeisterte ziehen die Sportfreunde an. "In den zurückliegenden Jahren waren bei den Spitzenspielen etwas mehr als 100 Zuschauer da. Das ist für die unterste Spielklasse in der Region beachtlich", findet Hespelt.

Besonders beliebt waren in den Jahren 2017 und 2019 auch die Auftritte einer Auswahlmannschaft Unterland/Hohenlohe in Testspielen gegen den Frauen-Bundesligisten TSG Hoffenheim auf der Anlage der Sportfreunde Widdern. "Wir hatten bei der TSG vor ein paar Jahren für ein solches Auswahlspiel angefragt. Seitdem sind wir regelmäßig mit Hoffenheims Teammanager Ralf Zwanziger, dem Sohn des früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, in Kontakt. Unsere Juniorinnen waren auch schon bei einigen Bundesliga-Spielen als Einlaufkinder dabei, die Frauenmannschaft als Ballmädchen", so Hespelt über die gute Verbindung zum Spitzenklub aus der FLYERALARM Frauen-Bundesliga.

Ein dritter Besuch der TSG ist für den Sommer 2021 geplant. "Wir hoffen, dass die Corona-Pandemie bis dahin das Spiel zulassen wird. In den zurückliegenden Jahren hatten wir 600 Zuschauer. Neben Spielerinnen aus der Verbands- und Landesliga waren auch immer drei, vier Mädels von uns dabei."

Bis wieder trainiert werden kann, halten sich die Spielerinnen der Sportfreunde Widdern in Eigeninitiative vor allem mit Joggen und Radfahren fit. "Kontakt halten wir über WhatsApp. Außerdem telefonieren wir viel." Die Feste und Weihnachtsfeiern, die die Frauenmannschaft sonst immer gemeinsam mit dem Männerteam veranstaltet, können vorerst nicht stattfinden. "Das trifft uns als Verein schon. Da geht es langsam an die Reserven."

Daher wünscht sich der 55-Jährige, der auch schon Spieler und Trainer der ersten Männermannschaft war, "dass der Blick der Politik mehr in Richtung der Vereine geht. Damit meine ich nicht nur den Fußball, sondern auch alle anderen Sportarten und Kulturbereiche. Die Vereine haben einen großen Anteil am Gesellschaftsleben."

Mit Blick auf den nächsten Sommer hat der langjährige Fußballfunktionär, der bereits seit seinem fünften Lebensjahr im Verein ist, noch einen weiteren Wunsch. "Der Aufstieg wäre für mich der perfekte Abschied als Trainer der Frauenmannschaft", so Hespelt. "Ich werde mich danach von der Seitenlinie zurückziehen, damit ich mich mehr auf die Arbeit als Abteilungsleiter konzentrieren kann." Mit einem möglichen neuen Trainer ist Hespelt schon in Gesprächen. "Bis dahin werden wir alles dafür tun, die Saison erfolgreich abzuschließen." Am liebsten als Meister mit zwei Jahren ohne Niederlage.

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