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Wolfs Revier |04.09.2019|16:05

Wolf: "Mein Vater ist jetzt noch kritischer"

Patrick Wolf: "Wenn ich gewusst hätte, wie schön das Toreschießen ist, wäre ich kein Abwehrspieler geworden."[Foto: imago images / Picture Point]

Mit dem 1. FC Lok Leipzig aus der Regionalliga Nordost hat Patrick Wolf ein großes Ziel: Die Rückkehr in den Profibereich. Dabei helfen soll nun auch sein Vater Wolfgang Wolf. Der Ex-Bundesligaprofi und -trainer ist seit Sommer Sportdirektor bei der "Loksche". Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Patrick Wolf über die Titelchancen und Papa Wolfgang.

FUSSBALL.DE: Sieben Spiele, 17 Punkte: Der Saisonstart mit dem 1. FC Lok Leipzig kann sich sehen lassen. Wie fällt Ihr Zwischenfazit aus, Herr Wolf?

Patrick Wolf: Wir sind sehr zufrieden und glücklich, dass wir noch keine Niederlage hinnehmen mussten. Nach dem katastrophalen Start in die zurückliegende Saison hatten wir uns aber auch einiges vorgenommen. Dennoch ist nicht alles Gold, was glänzt. Wir wissen, dass wir in einigen Spielen auch ein wenig Glück hatten.

Zuletzt erzielten Sie beim 1:0-Auswärtserfolg in Meuselwitz in der Schlussphase den Siegtreffer. Beschreiben Sie diesen Moment doch einmal!

"Mittlerweile muss ich selbst nach Testspielen befürchten, einen auf den Deckel zu bekommen"

Wolf: Es war ein emotionaler Abschluss eines hart umkämpften Spiels. Beide Teams hatten nach Platzverweisen nur noch zehn Spieler auf dem Platz und es ging hin und her. Ich bin mit dem Ball nach vorne gedribbelt und war auf einmal so nah vor dem gegnerischen Tor, wie ich es sonst nie bin. Also blieb ich vorne. Der Gegner verlor dann den Ball im Aufbauspiel und wir kamen zum Abschluss. Nach einem Abpraller stand ich goldrichtig und erzielte das Siegtor. Das war schon genial und hat auch einmal mehr gezeigt, dass es sich immer lohnt, bis zur letzten Sekunde an sich zu glauben und alles zu geben.

Obwohl Sie bereits seit Sommer 2018 für den 1. FC Lok aktiv sind, war es Ihr erster Ligatreffer für den Traditionsverein. Sie mussten also lange darauf warten - und dann markieren Sie einen so wichtigen Treffer kurz vor Abpfiff.

Wolf: Das stimmt, es wurde so langsam mal Zeit. Nach dem Tor habe ich spaßeshalber gesagt, dass ich kein Abwehrspieler geworden wäre, wenn ich gewusst hätte, wie schön das Toreschießen ist. (lacht) Ein Goalgetter werde ich wohl nie werden. Umso schöner ist es, dass ich uns in Meuselwitz den Sieg sichern konnte.

Der frühere Erstligist Lok Leipzig will zurück in den Profifußball und strebt den Aufstieg in die 3. Liga an. Wie stehen die Chancen in dieser Saison?

Wolf: Klar ist, dass wir um die Meisterschaft mitspielen wollen und auch das Zeug dazu haben, Erster zu werden. Allerdings ist der Titel im Nordosten ja diesmal wieder nur ein Etappenziel. Nach dem Saisonende muss der Meister noch in der Aufstiegsrunde gegen den West-Titelträger antreten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es ist, in der Relegation zu bestehen. Mit dem FSV Zwickau haben wir es 2016 gegen die SV 07 Elversberg zwar geschafft, aber das war ein hartes Stück Arbeit. Der Druck ist riesig und in nur zwei Partien kann sich alles auf den Kopf stellen.

Nur die U 23 von Hertha BSC rangiert in der Tabelle einen Punkt vor dem 1. FC Lok. Titelfavorit FC Energie Cottbus hat acht Zähler Rückstand auf die Spitze. Was überrascht Sie mehr - der starke Start der Herthaner oder der missglückte Auftakt des Drittliga-Absteigers aus Cottbus?

Wolf: Dass Hertha BSC eine hervorragende Nachwuchsarbeit betreibt und die U 23 spielerisch überzeugt, ist ja kein Geheimnis. Was mich bei Hertha aber bislang überrascht, ist die Konstanz. Ich bin gespannt, ob sie ihre bisherigen Leistungen über die gesamte Saison hinweg bestätigen können. Cottbus hat eine extrem junge Mannschaft, in der viele Spieler sogar noch in der A-Jugend spielen könnten. Es fehlt noch an der Robustheit, um gegen gestandene, körperlich starke Regionalligaspieler zu bestehen. Das hat man beispielsweise beim 1:4 gegen den VfB Auerbach gesehen.

Ist Cottbus dennoch der größte Meisterschaftskonkurrent?

Wolf: Es gibt nicht den einen großen Konkurrenten. Mit Energie Cottbus, der U 23 von Hertha, aber auch dem FSV Wacker Nordhausen haben noch einige andere Mannschaften das Ziel, oben mitzumischen. Noch lässt sich überhaupt nicht sagen, wer die besten Chancen auf den Titel hat.

Um die Strukturen im Verein weiter zu professionalisieren, verpflichtete der 1. FC Lok im Sommer Ihren Vater Wolfgang Wolf als Sportdirektor. Mal ehrlich: Hatten Sie dabei die Finger im Spiel?

Wolf: Das kann man so nicht sagen. Natürlich war mein Vater schon in der vergangenen Saison häufig in Leipzig, um sich die Spiele von mir anzuschauen. Und sicherlich hat er mich ein wenig über den Klub ausgefragt, nachdem ihm die Möglichkeit offen stand, Sportdirektor zu werden. Die Entscheidung hat er dann aber alleine getroffen. Er hat einfach Bock auf die Aufgabe, einem familiären Traditionsverein zu helfen, zurück in den Profibereich zu gelangen. Wir teilen die Meinung, dass Lok Leipzig ein schlafender Riese ist, dessen Potenzial in den vergangenen Jahren nicht ausgeschöpft wurde.

Welchen Einfluss hatte der Jobantritt Ihres Vaters auf Ihren Status innerhalb der Mannschaft?

Wolf: Anfangs war ich schon gespannt darauf, wie meine Teamkollegen darauf reagieren. Sie behandeln mich aber grundsätzlich nicht anders. Hin und wieder bekomme ich mal einen Spruch ab, aber damit kann ich leben. Vor allem, weil ich weiß, dass ich genauso sein würde, wenn es andersherum wäre. (lacht)

Dann auch mal die umgekehrte Frage: Welche Auswirkungen hat die Zusammenarbeit im Verein auf Ihr Vater-Sohn-Verhältnis?

Wolf: Eigentlich hat sich nicht viel verändert. Wir hatten auch vorher täglich Kontakt und ein überragendes Verhältnis. Allerdings ist mein Vater jetzt noch kritischer mit mir. Mittlerweile muss ich selbst nach Testspielen befürchten, einen auf den Deckel zu bekommen. (lacht)

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