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Vorgelegt|22.05.2019|21:15

Wolfsburg II legt mit 3:1 gegen Bayern II vor

Doppelpack beim Wolfsburger Sieg: Torjäger Daniel Hanslik (l.).[Foto: 2019 Getty Images]

Die U 23 des VfL Wolfsburg hat sich im Kampf um den erstmaligen Aufstieg in die 3. Liga eine gute Ausgangsposition verschafft. Der Meister der Regionalliga Nord gewann das Playoff-Hinspiel gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München, Titelträger in der Bayern-Staffel, vor eigenem Publikum 3:1 (3:1) und geht nun mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in das Rückspiel. Die Entscheidung fällt am Sonntag (ab 16 Uhr, live bei Magenta Sport und brsport.de) im Grünwalder Stadion in München.

Alle vier Treffer fielen bereits vor der Pause. Mittelfeldspieler Michele Rizzi (7.) und Torjäger Daniel Hanslik (33./45.+4) ließen die von Rüdiger Ziehl trainierten Gäste jubeln. Ein Eigentor von Innenverteidiger Robin Ziegele (44.) sorgte für den zwischenzeitlichen Anschluss - und lässt den FC Bayern, der vor Ort unter anderem vom Präsident Uli Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic unterstützt wurde, weiter auf die Rückkehr in die 3. Liga hoffen.

Gespielt wird im Europokalmodus, also mit Auswärtstor-Regelung. Das heißt: Im Rückspiel müssen die Münchner mindestens ebenfalls mit zwei Toren Unterschied gewinnen. Ein 2:0-Heimsieg würde den Aufstieg bedeuten, bei einem 3:1 ginge es in die Verlängerung

FCB-Kapitän Feldhahn: "Feuerwerk im Rückspiel"

"Wir sind ganz schlecht in die Partie gekommen", gab Bayern-Kapitän Nicolas Feldhahn ehrlich zu: "In der zweiten Halbzeit haben wir dann zu unserem Spiel gefunden, hatten mehr Ballbesitz und auch einige Chancen. Mit unseren Fans im Rücken werden wir im Rückspiel ein Feuerwerk abliefern."

VfL-Trainer Rüdiger Ziehl meinte: "Wir wollten gewinnen, das haben wir geschafft. Es ist ein gutes Ergebnis. Allerdings hätten wir uns in der Anfangsphase noch mehr belohnen müssen. In der zweiten Halbzeit haben wir gut verteidigt und starken Willen bewiesen. Für das Rückspiel müssen wir die Intensität noch einmal erhöhen."

FCB-Trainer Holger Seitz erklärte: "Wir alle haben uns eine bessere Ausgangslage für das Rückspiel erhofft. Wir haben die Gegentore zu einfach bekommen. Der Mannschaft hat schlecht verteidigt und hatte auch mit den außergewöhnlichen Umständen zu kämpfen."

Fulminante Wolfsburger Anfangsphase

Die Gastgeber legten vor 4552 Zuschauern von Beginn an ein hohes Tempo vor. Angreifer Blaz Kramer boten sich gleich in der Anfangsphase zwei hochkarätige Möglichkeiten (5./8.). Dazwischen sorgte Routinier Rizzi (6.) im Anschluss an einen Eckball mit einem satten Linkschuss aus halblinker Position für die verdiente 1:0-Führung.

Die Bayern, bei denen der kanadische Jungprofi Alphonso Davies zur Startformation gehörte, zeigten sich zunächst unbeeindruckt und kamen im Anschluss ebenfalls zu zwei hochkarätigen Möglichkeiten. VfL-Torhüter Phillip Menzel bewahrte seine Mannschaft jedoch mit zwei Glanzparaden vor Gegentreffern, verhinderte gegen Davies (15.) und Mittelfeldspieler Wooyeong Jeong (30.) den möglichen Ausgleich.

Künftiger Kieler Hanslik beweist Torriecher

Die Wolfsburger standen in dieser Phase mächtig unter Druck, schlugen aber eiskalt zurück. Nach einem weiteren Eckball war Daniel Hanslik (33.), der in der nächsten Saison für den Zweitligisten Holstein Kiel stürmen wird, per Kopf zur Stelle und sorgte für die 2:0-Führung. Kurz vor der Pause kamen die Bayern zum verdienten Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß von Meritan Shabani unterlief VfL-Abwehrspieler Robin Ziegele (44.) per Kopfball ein Eigentor. Beim Abwehrversuch überraschte der 22-Jährige seinen Torhüter Menzel mit einer Bogenlampe.

Dennoch ging der VfL mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause. Nach einem Patzer von FCB-Abwehrspieler Maxime Awoudja, dessen Querpass in der eigenen Hälfte genau vor seinen Füßen landete, ließ sich Hanslik in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nicht lange bitten - und traf zum 3:1 (45.+4).

Zweites VfL-Eigentor nicht anerkannt

In der zweiten Halbzeit gab es deutlich weniger Höhepunkte. Die Wolfsburger konzentrierten sich in erster Linie auf ihre Defensivarbeit, um den Vorsprung zu verteidigen. Die Gäste bemühten sich zwar, Druck aufzubauen, kamen aber nur noch selten zu klaren Einschussgelegenheiten.

Pech hatten die Bayern, als VfL-Torhüter Menzel den Ball nach einer Ecke ins eigene Netz bugsierte (67.). Der Treffer fand jedoch keine Anerkennung, weil Schiedsrichter Thorben Siewer ein Offensivfoul von FCB-Torjäger Kwasi Okyere Wriedt im Fünf-Meter-Raum gegen den Schlussmann gesehen hatte.

Kurz vor dem Abpfiff tauchte noch der eingewechselte Jannik Rochelt gefährlich vor dem Wolfsburger Tor auf. Iba May klärte jedoch in höchster Not und rettete seiner Mannschaft damit den Zwei-Tore-Vorsprung für das Rückspiel.

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