21.01.2012, 17:33 Uhr
In seinem 1000. Bundesligaspiel hat sich der 1. FC Nürnberg in einer knappen Partie selbst beschenkt und gegen Hertha BSC 2:0 (1:0) gewonnen. Gefeierte Spieler bei den Franken waren Alexander Esswein (43. Minute) und Dominic Maroh (85.), die den Club zum Sieg schossen. Damit überholen die Nürnberger Berlin in der Tabelle. Für Hertha war es beim Debüt von Trainer Michael Skibbe bereits das siebte Spiel in Serie ohne Sieg.
Die Gäste aus Berlin begannen vor 39.117 Zuschauern zurückhaltend, das Team von Michael Skibbe entwickelte lange Zeit keine Torgefahr. Vor allem das Fehlen von Topscorer Raffael (Rot-Sperre) machte sich bemerkbar, der von seinem Bruder Ronny in der Anfangsphase meist glücklos vertreten wurde.
Dagegen führte sich der Nürnberger Neuzugang Adam Hlousek stark in die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking ein. Auf der linken Außenverteidigerposition ließ er die Herthaner Offensive nur selten zur Entfaltung kommen und schoss bei eigenen Vorstößen gefährliche Standards. So leitete er auch die größte Chance der ersten Halbzeit ein, als Philipp Wollscheid (6.) mit einem Aufsetzer beide Innenpfosten traf, bevor Keeper Thomas Kraft den Ball sicherte. In der 12. Minute war es dann Daniel Didavi, der allein vor Kraft hätte einnetzen können. Doch seinen halbhohen Schuss faustete der 23-Jährige zur Ecke.
Ab der 20. Minute erinnerte Hertha daran, warum die Mannschaft im Kalenderjahr 2011 auswärts nur zwei ihrer 18 Punktspiele verloren hatte. Beim Debüt von Skibbe, der in der Winterpause nach internen Querelen Aufstiegstrainer Markus Babbel abgelöst hatte, kombinierten sich die Berliner jetzt immer öfter vors Tor der Franken. Die beste Chance vergab Peter Niemeyer (23.) mit einem Schuss aus 14 Metern, Raphael Schäfer parierte. Die nächste Großchance hatte Pierre-Michel Lasogga (30.) nach einem sehenswerten Dribbling, der Youngster zielte beim Abschluss aber knapp über das Tor.
Nürnbergs Antwort kam aus dem Nichts. Alexander Esswein zog von links nach innen und schoss den Ball mit einem Aufsetzer aus 20 Metern ins lange Eck. Zur Halbzeitpause war der Club damit auf dem besten Weg, auch sein fünftes Heimspiel in Folge gegen die Hertha zu gewinnen.
Bereits drei Minuten nach dem Seitenwechsel jubelten die Franken erneut, da Christian Eigler getroffen hatte. Schiedsrichter Peter Gagelmann sah allerdings die klare Abseitsstellung des Stürmers und pfiff ab. Kurz darauf gleich die nächste Chance für die Heimmannschaft. Der mit vier Treffern bislang beste Torschütze der Nürnberger, Tomas Pekhart, vergab jedoch freistehend aus sieben Metern, und Kraft klärte mit einer Fußabwehr zur Ecke (59.).
Nach den vielen vergebenen Chancen brachte schließlich Hlousek die Entscheidung: Seine wunderschöne Freistoßflanke segelte kurz vor Schluss durch den kompletten Berliner Strafraum, Maroh musste nur noch den Fuß hinhalten und einschieben. So blieb es beim verdienten Nürnberger Erfolg, der Club sicherte sich im 30. Bundesligaspiel gegen Hertha den 13. Sieg.
18. Spieltag | ||||
Borussia Mönchengladbach | - | FC Bayern München | 3:1 | |
FC Schalke 04 | - | VfB Stuttgart | 3:1 | |
1. FC Nürnberg | - | Hertha BSC | 2:0 | |
SC Freiburg | - | FC Augsburg | 1:0 | |
TSG 1899 Hoffenheim | - | Hannover 96 | 0:0 | |
VfL Wolfsburg | - | 1. FC Köln | 1:0 | |
1. FC Kaiserslautern | - | SV Werder Bremen | 0:0 | |
Hamburger SV | - | Borussia Dortmund | 1:5 | |
Bayer Leverkusen | - | 1. FSV Mainz 05 | 3:2 | |
Quelle: dapd
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