19.02.2012, 10:06 Uhr
Trainer Ralf Rangnick will nach seinem Burnout in wenigen Monaten ins Fußballgeschäft zurückkehren. "Ich gehe davon aus, dass es im Sommer zur neuen Saison der Fall sein wird", sagte der 53-Jährige im "ZDF-Sportstudio". "Ich habe mir aber keine bestimmte Deadline, keine Zeit gesetzt." Der langjährige Bundesliga-Coach war am 22. September bei Schalke 04 wegen eines Erschöpfungssyndroms zurückgetreten. "Körperlich und von der Energie her fühle ich mich in der Verfassung, wo ich sage: Okay, ich kann wieder eine Mannschaft übernehmen", sagte Rangnick.
Die Ärzte hätten ihm damals erklärt, er habe einen "kompletten körperlichen Breakdown". Er habe sich in den vergangenen Jahren nicht genug um sich selbst gekümmert. Rangnick hat sich danach in seinen schwäbischen Wohnort Backnang zurückgezogen. In der Bundesliga trainierte er neben Schalke schon den VfB Stuttgart, Hannover 96 und 1899 Hoffenheim. Rangnick wollte nicht bestätigen, dass er vergangene Woche Hertha BSC abgesagt habe.
Sein Comeback müsse nicht bei einem großen Klub stattfinden. "Entscheidend ist, dass es passt, auch mit den anderen Entscheidungsträgern. So, wie es auf Schalke und über lange Jahre auch in Hoffenheim der Fall war. Die Tabellensituation ist dabei gar nicht so wichtig", sagte Rangnick.
Als Meisterschaftsfavoriten sieht Rangnick Borussia Dortmund an: "Es ist beeindruckend, wie konstant Dortmund spielt und punktet. Aber auch Mönchengladbach ist alles zuzutrauen". Auch seinen Ex-Klub Schalke hat Rangnick auf der Liste. "Ich bin mir sicher, dass Schalke unter den ersten Vier bleibt."
Die Kontakte zu Schalker Spielern seien nach seinem Rücktritt langsam weniger geworden, verriet der 53-Jährige in entspannter Manier, "aber gelegentliche Kontakte gibt es immer noch." Ein Großteil des Mitarbeiterstabes sei nach seinem Weggang bei Schalke geblieben.
Quelle: dapd , dpa , sid
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