10.08.2010, 11:11 Uhr | FUSSBALL.de
Rostock-Fans zeigen Rassismus und Rechtsextremen die Rote Karte. (Foto: imago)
Zivilcourage zeigten Fans des FC Hansa Rostock vor der Partie gegen die TuS Koblenz. Vor dem Anpfiff verweigerten die Anhänger des Zweitliga-Absteigers mehreren Rechtsextremen sowie dem Vorsitzenden der NPD Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, unter "Nazis raus!"-Rufen den Zugang zum Stadion. Der NPD-Mann und seine Schergen kamen nicht zu ihren Plätzen und verpassten das Spiel. Das berichtet die "Zeit". "20 Leute, zu denen auch Herr Pastörs gehörte, befanden sich am Eingang Südbereich, wo sie von Anhängern gesehen wurden, die daraufhin die Gruppe am Einlass hinderten", sagte Polizeisprecherin Dörte Lembke den "Norddeutschen Neuesten Nachrichten". Die Polizei habe anschließend den Ordnungsdienst der Arena unterstützt und die beiden Seiten voneinander getrennt, berichtet die "Zeit" weiter.
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Hintergrund des Stadionbesuchs der Rechtsextremen um Pastörs war wohl die Absicht, die Nähe zwischen NPD und Hansa Rostock zu demonstrieren und neue Mitstreiter zu gewinnen. Denn seit dieser Saison wird auf einem NPD-nahen Nachrichtenportal nach jedem Spiel ein kurzer Spielbericht des Drittligisten veröffentlicht. Auch einige Fans des FC Hansa werden dem rechten politischen Lager zugeordnet.
Die Verantwortlichen des FC Hansa wollten die Geschehnisse nicht kommentieren. Klar distanziert von jeglicher politischer Motivation haben sich dagegen die Mitglieder des Suptras-Fanclubs. In einer Stellungnahme auf ihrer Website heißt es: "Jeder Versuch, unseren Verein und seine Fanszene politisch zu beeinflussen oder komplett zu missbrauchen, ist zum Scheitern verurteilt! Jede Personengruppe, die entsprechendes versucht, hat die Konsequenzen zu tragen! Dass es uns allen hiermit ernst ist, hat gestern eine Gruppe Rechtsextremisten der NPD zu spüren bekommen. Der Auftritt dieser Personen ohne jeglichen Bezug zu Hansa Rostock stellte schlicht und ergreifend eine dreiste und dumme Provokation dar und fand ein dementsprechend schnelles Ende. Jede Politik, erst recht von extremistischer Art, hat bei Hansa Rostock nichts zu suchen!"
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Quelle: FUSSBALL.DE
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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