09.05.2010, 15:52 Uhr
Rostocker Anhänger sorgen in Düsseldorf für eine Spielunterbrechung. (Foto: dpa)Hooligans des FC Hansa Rostock haben für einen handfesten Skandal gesorgt: Bereits nach acht Minuten unterbrach FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark die Partie, nachdem Hansa-Torwart Alexander Walke von einem Feuerwerkskörper getroffen worden war und behandelt werden musste. Es folgte eine 19-minütige Unterbrechung der Zweitligapartie gegen Fortuna Düsseldorf.
Das Wurfgeschoss kam aus dem Rostocker Block. Anschließend versuchten die Hansa-Profis, angeführt von ihrem Kapitän Tim Sebastian, ihre mitgereisten Anhänger zu beruhigen und forderten sie mit Worten und Gesten auf, sich vernünftig zu verhalten.
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Walke kehrte nach einer kurzen Behandlung zwischen die Pfosten zurück, während die Fortuna-Mannschaft zunächst in der Kabine blieb. Derweil diskutierten am Spielfeldrand Hansa-Coach Marco Kostmann und Fortuna-Manager Wolf Werner über die Vorfälle auf den Rängen. Erst nachdem der Rostocker Coach und seine Spieler noch einmal geschlossen vor dem Gäste-Fanblock auf die Hansa-Anhänger beruhigend eingewirkt und an die Vernunft appelliert hatten, setzte Stark die Partie fort. Falls noch ein Knallkörper geworfen werde, breche er das Spiel sofort ab, sagte der Referee unmissverständlich vor dem Wiederanpfiff.
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Bereits vor dem Spiel war es zu schweren Krawallen gekommen, die ebenfalls von den Hansa-Fans ausgelöst worden waren. Nach Angaben der Behörden wurden am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag bei einem Großeinsatz der Polizei 14 Ordnungshüter verletzt, 159 Personen wurden vorübergehend festgenommen, fast ausnahmslos Rostocker Anhänger. Unmittelbar vor dem Anpfiff hatte sich die Lage in der Düsseldorfer Altstadt aber ebenso beruhigt wie auch in der Arena und in der unmittelbaren Umgebung des Stadions, wie die Polizei kurz vor dem Anpfiff bestätigte. Die Polizei habe sich das Gewahrsam der festgenommenen Personen durch die Staatsanwaltschaft bestätigen lassen, damit diese erst wieder auf freien Fuß gelassen werden, wenn es die Sicherheitslage zulässt. Die Festgenommenen durften weder das Spiel besuchen, noch am Sonntagabend die Heimreise antreten.
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Bereits seit Samstagnachmittag war ein verstärkter Zulauf von Rostockern in die Altstadt festgestellt worden. Bis in die Abendstunden stieg diese Zahl auf etwa 1000 Personen an. Eine geplante Schiffstour auf dem Rhein fand mit etwa 580 Rostockern statt. Bei der Rückkehr am Rheinufer gegen 22.30 Uhr schossen Hansa-Fans Leuchtraketen in Richtung skandierender Düsseldorfer Anhänger. Schon zu diesem Zeitpunkt befanden sich am Burgplatz starke Polizeikräfte, denen eine Trennung der rivalisierenden Gruppen gelang. Ein hohes Aggressionspotenzial auch gegen Polizeikräfte war nach Behördenangaben deutlich zu erkennen. Versuche einzelner Gruppen, die Polizeiabsperrungen zu durchbrechen, konnten verhindert werden.
Quelle: sid
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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