19.02.2009, 14:06 Uhr
Beim Spiel in Jena wurde im Erfurter Fanblock eine Rauchbombe gezündet. (Quelle: imago)Der FC Rot-Weiß Erfurt muss sein Heimspiel in der 3. Liga am Samstag gegen den VfR Aalen (14 Uhr) unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen und zusätzlich 10.000 Euro Geldstrafe zahlen. Mit dieser Strafe ahndete das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Einzelrichter-Verfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss die Vorkommnisse während des Erfurter Drittliga-Spiels am vergangenen Samstag beim FC Carl Zeiss Jena.
Nächstes Erfurt-Heimspiel unter Auflagen
Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) hatte die Begegnung in der 88. Minute für fünf Minuten unterbrechen müssen, weil aus dem Erfurter Zuschauerbereich zwei Leuchtfackeln in den Innenraum auf die Laufbahn geworfen und eine Rauchbombe sowie acht Knallkörper im Erfurter Block gezündet worden waren. Schon zuvor waren im Erfurter Zuschauerbereich während des Spiels sechs Knallkörper abgefeuert und Jenaer Fanartikel verbrannt worden.
Das DFB-Sportgericht hat sein Urteil mit entsprechenden Auflagen versehen: So darf der FC Rot-Weiß Erfurt für sein Heimspiel gegen Aalen am Samstag nur 1500 Karten an einheimische Anhänger und 300 Karten an Gästefans verkaufen. Die Stehplatzbereiche bleiben geschlossen. Die Anhänger aus Erfurt müssen aus Sicherheitsgründen auf Sitzplatz-Tribünenplätze platziert werden, die Anhänger des Gastvereins in räumlich davon getrennte Sektoren.
Jena-Entscheidung zeitnah
Der Verein Rot-Weiß Erfurt hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.
Über das wegen besagter Vorfälle gegen den FC Carl Zeiss Jena als Heimverein eröffnete Ermittlungsverfahren wird ebenfalls zeitnah entschieden werden.
dfb
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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