05.05.2009, 15:34 Uhr
Leitete am Dienstag das erste Training als Interimscoach: Alois Schwartz (Foto: dpa)Nach der überraschenden Entlassung von Trainer Milan Sasic leitete Interimscoach Alois Schwartz, der bis dahin für die U23 des FCK zuständig war, heute das erste Training. Die Spieler des Zweitligisten reagierten mit Unverständnis auf den Trainerwechsel. "Es ist überraschend, dass alles so schnell ging. Vergangene Saison hat er uns vor dem Abstieg gerettet, und diese Runde hat er uns nach oben gepusht," so Keeper Tobias Sippel. Der 21-Jährige dementierte Gerüchte, Sasic sei sein autoritärer Führungsstil zum Verhängnis geworden: "Wir wussten, er ist manchmal ein knallharter Trainertyp, aber vor allem letztes Jahr haben wir das auch irgendwo gebraucht."
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"Ich hatte nie das Gefühl, Probleme zu haben"
Auch Sasic selbst kann sich die Entlassung vier Spieltage vor Saisonende nicht erklären - der FCK liegt nur drei Punkte hinter Platz drei. "'Ich hatte nie das Gefühl, Probleme mit den Spielern zu haben. Ich habe sie immer respektvoll und vertrauensvoll behandelt. Das ist wirklich ein Schock," ist der 50-Jährige ratlos. "Ich bin geschockt. Ich bin traurig. Ich habe den Verein geliebt, ich wollte nichts anderes, als mit diesem großen Club aufzusteigen." Die Vereinsleitung scheint sich der Tragweite ihres Schrittes bewusst zu sein. "Die Entscheidung basiert allein darauf, dass mit ihm keine Übereinstimmung über künftige Konzepte erzielt werden konnte. Wenn man an dem Punkt ist, an dem man sagt, es ist besser, sich zu trennen, dann ist es immer besser, das gleich zu tun, als den Schritt aufzuschieben," so der Lauterer Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Rombach.
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Kuntz: "Es gab keine Vertrauensbasis mehr"
FCK-Boss Stefan Kuntz sieht die Entlassung als letzte Konsequenz eines langen Prozesses: "Diese Entwickung hat sich schon seit Wochen und Monaten angebahnt. Seit dem Beginn der Rückrunde gab es Probleme, es gab keine Vertrauensbasis mehr zwischen uns", so Kuntz. "Seit längerem hat auch eine Trennung von Sasic zum Saisonende zur Disposition gestanden." Favorit auf die Nachfolge Sasics zur neuen Saison ist offenbar der zweimalige Nationalspieler Franco Foda, Anfang der Neunziger noch aktiv für die "Roten Teufel" auf dem Platz und derzeit Trainer von Sturm Graz in Österreich. Auch Lothar Matthäus, der seinen Vertrag bei Maccabi Netanya zum Saisonende wohl auflösen wird, soll im Gespräch sein. "Die Liste der Kandidaten ist lang. Fakt ist, wir suchen einen Cheftrainer für die nächste Saison," so Kuntz im Hinblick auf mögliche neue Trainer.
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Schwartz übernimmt bis zum Saisonende
Interimstrainer Alois Schwartz leitete am Dienstag das erste Training der Lauterer und zeigte sich trotz der 1:5-Pleite in Rostock am Wochenende optimistisch: "Der Aufstieg ist nach wie vor machbar. Wir wollen in den verbleibenden vier Spielen das Unmögliche möglich machen."
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