20.03.2013, 09:51 Uhr | FUSSBALL.DE
Die Saison ist für Eintracht-Keeper Kevin Trapp wohl gelaufen. (Quelle: Sven Simon/imago)
Schon jetzt ist der Handbruch von Eintracht Frankfurts Torhüter Kevin Trapp die verrückteste Verletzung der Saison. Besonders bitter: Der 22-Jährige fällt damit bis zum Ende der Spielzeit aus. Doch wie konnte das überhaupt passieren?
Bei einem Werbedreh für Mercedes mit der U21-Nationalmannschaft "sollten die Spieler auf die Kamera zulaufen. In dem Pulk hat jemand Kevin an den Hacken berührt und dadurch den Sturz ausgelöst", sagte Trapps Berater Dirk Hebel der "Bild"-Zeitung. Das Unheil nahm seinen Lauf und der Eintracht-Keeper landete unglücklich auf der linken Hand. "Das ist blöd gelaufen", so Hebel.
Es waren Bruchteile einer Sekunde, die zur schweren Verletzung führten. Alles ging ganz schnell. "Ich weiß selber nicht, wie das passiert ist. Ich bin einfach losgelaufen - auf einmal lag ich da", schilderte Trapp selbst die Szene. Tröstende Worte gab es von Hansi Flick: "Kevin tut uns wahnsinnig leid", sagte Joachim Löws Assistent. Und auch Nationalelf-Manager Oliver Bierhoff telefonierte mit Frankfurts Nummer eins.
Ein Video über die Entstehung des Spots, in dem auch Trapp zu sehen ist, entfernte der DFB von seiner Internetseite. Nach Information der "Bild" zeige der Clip jedoch, wie die Spieler mit Stollenschuhen auf hartem, offenbar glattem Untergrund laufen. "Wir können nur unser Bedauern aussprechen und müssen uns die Umstände dieser Verletzung noch mal genauer anschauen", sagte Claudia Merzbach, die Leiterin der Mercedes-Sportkommunikation.
Eintracht-Coach Armin Veh ist jedenfalls stinksauer. Diplomatischer äußerte sich Vorstandschef Heribert Bruchhagen über die unglückliche Verletzung: "DFB-Präsident Niersbach hat angerufen und sein Bedauern ausgedrückt. Wir werden in Ruhe und mit Augenmaß die rechtliche Lage überprüfen. Aber alles im Konsens mit dem DFB."
Nationalspieler müssen übrigens keine TV-Spots drehen. Sollten sie dennoch Interesse haben, können sie schriftlich ihre Bereitschaft erklären. "Auf freiwilliger Basis. Der Teamgedanke steht im Vordergrund", sagt Bierhoff. An den Werbeeinnahmen, die mit den Marketing-Maßnahmen der Spieler rund um ein Turnier erzielt werden, werden die Profis dann prozentual beteiligt. So erhielten die 23 WM-Fahrer 2010 jeweils 260.000 Euro.
Quelle: FUSSBALL.DE
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