19.05.2009, 17:39 Uhr
Stuttgarter Kickers Präsident Dirk Eichelbaum entschuldigte sich bei den anderen Vereinen der 3. Liga. (Foto: imago)Die Stuttgarter Kickers haben sich in einem offenen Brief bei ihren Drittliga-Konkurrenten entschuldigt. Die "Blauen" hatten 200.000 Euro aus dem DFB-Kautionsfond in Anspruch genommen, blieben aber die Rückzahlung schuldig. Leidtragende sind jetzt die restlichen Vereine der 3. Liga: Durch die Deckungslücke im Fond kann den restlichen 19 Vereinen jeweils 12.500 Euro von der vierten TV-Rate der laufenden Saison nicht ausbezahlt werden.
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Rückzahlung des Darlehens nicht mehr möglich
"Ohne diesen für uns schweren und unangenehmen Schritt sahen wir die Möglichkeit nicht gegeben, die Löhne und Gehälter für unseren Spielbetrieb pünktlich bezahlen zu können“, sagt der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum. Aufgrund der weiteren sportlichen unbefriedigenden Entwicklung und des damit einhergehenden Rückgangs von Zuschauereinnahmen, Prämien und weiteren Marketingeinnahmen sei den Stuttgarter Kickers die Rückzahlung des Darlehens in der laufenden Saison nicht mehr möglich. "Wir bitten um Nachsicht, dass wir der sportlich-fairen Variante hier den Vorrang gegenüber rückständigen Löhnen und Gehältern gegeben habe“, sagt Eichelbaum und bittet, "die Auswirkungen auf die finanziellen Verhältnisse, die dadurch den sportlichen Konkurrenten entstanden sind, schweren Herzens zu entschuldigen".
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Konsolidierung in der vierten Liga
Die Entscheidung der Stuttgarter Kickers, die Rate nicht zurückzahlen zu können, fiel nach dem sportlich feststehenden Abstieg aus der 3. Liga. Die Schwaben nahmen mit der Entscheidung einen Abzug von drei Punkten durch den DFB in Kauf. "Bis zum Spiel gegen Aalen haben wir noch fest an eine Chance geglaubt. Bei einem Sieg hätten wir das Darlehen fristgerecht zurückgezahlt." Irgendwann müsse man jedoch einen Schlussstrich ziehen, sagte Präsidiumsmitglied Edgar Kurz. Eine Insolvenz wird es laut Eichelbaum nicht geben, auch in Sachen Lizenz für die Regionalliga gibt er sich optimistisch.
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Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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