21.04.2009, 20:12 Uhr
Der FC Ingolstadt beurlaubt Trainer Thorsten Fink (Foto: dpa)Die Talfahrt von elf Spielen ohne Sieg hat Thorsten Fink den Trainerjob beim FC Ingolstadt gekostet. Sechs Spieltage vor dem Saisonende in der Zweiten Bundesliga zog der Aufsteiger die wie erwartet Reißleine und beurlaubte den 41-Jährigen mit sofortiger Wirkung. Der Aufsichtsrat des oberbayerischen Clubs sprach sich auf einer mehrstündigen Sitzung am Dienstag für die Entlassung des früheren Bundesligaprofis aus. Das bestätigte der Verein in einer Pressemitteilung. Nur eine Woche nach dem Rauswurf von Holger Fach beim FC Augsburg verzeichnet die Zweite Liga damit bereits den zehnten Trainerwechsel in der laufenden Saison.
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Nur ein Sieg in 16 Spielen
Trotz der Krise der Ingolstädter, die in elf Rückrundenspielen nur sechs Punkte und aus den letzten 16 Spielen nur einen Sieg holten, hatten sich Aufsichtsrat und auch Sportdirektor Harald Gärtner zuletzt kategorisch gegen eine Entlassung von Fink ausgesprochen. Doch nach dem Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz geht in Ingolstadt vor dem Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den Aufstiegskandidaten FSV Mainz 05 die Abstiegsangst um.
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Trennung mit Ansage
Zwei Tage nach der 2:3-Niederlage am vorigen Sonntag beim SC Freiburg deutete sich die Trennung an. Aufsichtsratschef Peter Jackwerth und Aufsichtsrats-Mitglied Andreas Schleef gingen auf Distanz zu Fink, der am 4. Januar 2008 das Traineramt in Ingolstadt angetreten hatte. Zuvor arbeitete der 367-malige Bundesligaspieler, der 2001 mit Bayern München die Champions League gewonnen hatte, als Assistent von Giovanni Trapattoni bei Red Bull Salzburg.
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Zweifel an Fink immer lauter
Schon vor der Aufsichtsratssitzung hatte Schleef eine vorzeitige Trennung von Fink nicht mehr ausgeschlossen. "Ich will nicht verschweigen, dass ich erhebliche Zweifel habe, ob Fink noch der Richtige ist, um den Abstieg zu vermeiden", sagte Schleef im Ingolstädter Donaukurier (Dienstag-Ausgabe). Ein Abstieg in die 3. Liga würde ganz erhebliche Probleme für den Verein mit sich bringen, betonte Schleef. Das beträfe nicht nur Mannschaft und Trainer, sondern auch sämtliche weiteren Angestellten. Kritik an Fink äußerte auch Aufsichtsratschef Peter Jackwerth. Ihm missfiel die Aussage des Trainers nach dem 2:3 in Freiburg, der Relegationsplatz sei nun das Ziel. "Wie kann man denn so etwas sagen? Unser Ziel bleibt die direkte Qualifikation für die 2. Bundesliga. Der Relegationsplatz ist bestenfalls das Minimalziel", so Jackwerth im Donaukurier.
FUSSBALL.DE/dpa
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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