19.01.2013, 11:41 Uhr | FUSSBALL.DE
Tim Wiese spürt die Abneigung der gegnerischen Fans. (Quelle: dpa)
Für die TSG Hoffenheim läuft es momentan auf und neben dem Fußballplatz alles andere als gut. Sportlich kämpfen die Kraichgauer als Tabellen-16. gegen den Abstieg. Nebenbei muss das Team von Marco Kurz mit Feindseligkeiten aus ganz Fußball-Deutschland zurechtkommen. "Viele wünschen sich, dass wir absteigen", sagte Torwart Tim Wiese gegenüber der "Bild".
Die Abneigung der gegnerischen Fans ist für Wiese allgegenwärtig. "Das habe ich schon gemerkt, ehe ich nach Hoffenheim kam. Das sieht man doch schon alleine an den Schmäh-Rufen gegen Dietmar Hopp. Da ist viel Neid im Spiel", so Wiese, der den Abstieg mit allen Mitteln verhindern will.
Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn nicht erst seit Christoph Daum, der den Kopf gerne als drittes Bein bezeichnete, wissen wir, dass die Psyche im Fußball eine entscheidende Rolle spielt. Der gerade erst degradierte Ex-Kapitän der TSG versucht deshalb, die Anfeindungen nicht an sich heranzulassen. "Wir müssen auf uns schauen und den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen", sagte der Keeper.
Wieses Kollegen Tobias Weis und Sejad Salihovic ziehen aus den verbalen Attacken sogar zusätzliche Motivation. "Man spürt, dass uns keiner was gönnt. Jetzt geht‘s darum, es allen zu zeigen, dass wir in die Erste Bundesliga gehören", so Weis. Salihovic, der gemeinsam mit Andreas Beck neuer TSG-Spielführer ist, ergänzte: "Es reizt mich, es allen zu zeigen, die wollen, dass wir absteigen oder uns schon abgeschrieben haben."
Quelle: FUSSBALL.DE
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